Parknacht in Frankfurt (Oder)
: Über 2000 Besucher im Lennépark – das wurde geboten

Die 15. Kleine Parknacht im Lennépark in Frankfurt (Oder) war wieder ein Besuchermagnet, vor allem für Familien mit Kindern. Auch Brandenburgs Innenminister René Wilke schaute vorbei.
Von
Jörg Kotterba,
Thomas Gutke
Frankfurt (Oder)
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An der Schmeißereiche sorgten die Frankfurter Musikschüler mit ihren Dozenten für Stimmung. Rechts die kommissarische Leiterin Anja Hawlitzki.

An der Schmeißereiche sorgten die Frankfurter Musikschüler mit ihren Dozenten für Stimmung bei der Parknacht in Frankfurt (Oder). Rechts die stellvertretende Leiterin der Musikschule, Anja Hawlitzki.

Jörg Kotterba
  • 15. Parknacht in Frankfurt (Oder) zog rund 2000 Besucher an, vor allem Familien.
  • Höhepunkt: Fest „180 Jahre Bürgerpark“; Schmeißereiche als historischer Schauplatz.
  • Innenminister René Wilke lobte Sicherheitskonzept; keine Vorfälle trotz großer Besucherzahl.
  • Spenden für Sanierung der Parkbänke gesammelt; Kosten pro Bank ca. 300 Euro.
  • Musik, Spielangebote und Hostessen begeisterten Besucher.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Eine sehr gute Wahl, die 15. Kleine (Lenné-)Parknacht in Frankfurt (Oder) an der mehr als 250 Jahre alten Schmeißereiche zu eröffnen. Dieses Naturdenkmal hat Kriege und Stürme, Blitzeinschläge und Brandstiftung überlebt. Wurde 2015 radikal gestutzt. Und präsentiert sich noch immer in voller Schönheit. Ein Wunder.

Kein Wunder: Das Jubiläumsfest „180 Jahre Bürgerpark – ein Fest für die Bürger“ begeisterte am Samstagabend im Südbereich des Lennéparks annähernd 2000 Frankfurter und Gäste der Stadt. „Keiner kennt die genaue Zahl.

Für uns ist viel wichtiger, dass jedem Festbesucher das Herz aufging. Wir haben viele Verbündete, die in dieser Parknacht für wunderbare Augenblicke sorgen“, meinte Sonja Gudlowski von der Bürgerinitiative Lennépark stolz. Annähernd 350 Helfer vor und hinter den Kulissen wusste sie an ihrer Seite.

René Wilke lobt Absicherung der Parknacht in Frankfurt (Oder)

Glücklich war die Initiatorin auch, dass René Wilke trotz eines vollen Terminkalenders mit Partnerin Kathrin Lindenberg Zeit für einen Bummel über das weitläufige Fest-Areal fand. „Natürlich gab es an diesem Samstag etliche Alternativen.

Aber 180 Jahre Bürgerpark hatte bei mir oberste Priorität“, meinte Brandenburgs neuer Innenminister. Von einem gemütlichen Park-Bummel konnte beim einstigen Frankfurter OB aber keine Rede sein. Überall musste Wilke, der in wenigen Tagen seinen 41. Geburtstag feiert, Hände drücken.

Innenminister René Wilke und Partnerin Kathrin Lindenberg wurden von der Hostesse Silvia Fröhlich (links) und den beiden Elftklässlern Josephin Damerow (daneben) und Anneli Fröhlich begrüßt.

Innenminister René Wilke und Partnerin Kathrin Lindenberg wurden von der Hostesse Silvia Fröhlich (links) und den beiden Elftklässlern Josephin Damerow (daneben) und Anneli Fröhlich begrüßt.

Jörg Kotterba

Begleitet wurde er auch von zwei Sicherheitskräften. Sorge um die Sicherheit des Festes hatte René Wilke nicht. Nach dem Überfall auf ein Vielfaltsfest am Wochenende zuvor in Bad Freienwalde habe es auch für die Parknacht noch einmal eine Lagebewertung gegeben, erklärte er. Allerdings sei das Bürgerfest durch das Ordnungsamt und die Polizei schon immer sehr gut abgesichert gewesen.

Ein paar kleinere Nachjustierungen am Sicherheitskonzept habe es zwar gegeben, so René Wilke. Doch der Fokus der Brandenburger Polizei sei an diesem Tag vor allem auf die Absicherung des CSD in Eberswalde als politisch exponiertere Veranstaltung gerichtet.

Parknacht in Frankfurt (Oder) – für Silvia Fröhlich „Herzenssache“

Tatsächlich blieb in Frankfurt (Oder) bei hochsommerlichen Temperaturen alles sehr friedlich, waren Besucher und Gastgeber sehr entspannt. In schillernden Festkleidern schlenderten Bärbel Brykczynski und Silvia Fröhlich, zwei der wunderschön anzusehenden Hostessen, durch den Park. Sie hatten Spendenboxen in den Händen – und mit Schülern der 11. Klassen des Karl-Liebknecht-Gymnasiums erstmals Verstärkung.

Silvia Fröhlich gehört seit 2016 zum Hostessen-Team. „Die Parknacht wurde zu meiner Herzenssache.“ Glücklich war sie, „weil das Wetter so toll mitspielte. Wenn ich an die Parknacht vor drei Jahren denke...“ Damals zwang ein langer Regen die Organisatoren, das Fest – es trug den Titel „Sommernachtstraum“ – abzusagen, bevor es begonnen hatte. Vergangenheit.

Wofür die Spenden in diesem Jahr ausgegeben werden sollen

An diesem Samstag blickten Elke und Dieter Benz zufrieden in den späten Nachmittag. Ihre Enkel Alex (9) und Lucy (7)  freuten sich über die vielen Spaß- und Spiel-Angebote, so in der „KinderErlebnisWelt“ und am Stand des Vereins Flexible Jugendarbeit Frankfurt (Oder).

Dort schminkte Nicole Ebert die beiden Mädchen mit syrischen Wurzeln Baycan und Fatima Hamo. Baycan lebt in Frankfurt (Oder), Fatima in Berlin. „Ich besuche hier meine Tante, habe so ein tolles Fest im wunderschönen Park noch nie erlebt“, erzählte die 13-Jährige von der Spree.

Am Stand des Vereins Flexible Jugendarbeit Frankfurt (Oder) schminkte Nicole Ebert die beiden Mädchen mit syrischen Wurzeln Baycan Hamo, links ihre Cousine Fatima.

Nicole Ebert schminkte am Stand des Vereins Flexible Jugendarbeit Frankfurt (Oder) Baycan Hamo, links ihre Cousine Fatima.

Jörg Kotterba

Auch an der Spree, aber aus Fürstenwalde, reiste Melanie Hintze an – um am musikalischen Abendspaziergang mit dem Gospelchor „Heavenly Voices“ teilzunehmen. „Dieser Chor vereinigt Menschen mit und ohne Glaubensbekenntnis, aber mit einer gemeinsamen Seele“, meinte die 46-jährige Ingenieurin mit leuchtenden Augen. Sie findet den Slogan des Chors so toll: Gospel, der die Seele bewegt. Mit Stimmen, die den Himmel berühren ...

Die eingesammelten Spenden sollen in diesem Jahr in die Sanierung und Reparatur der alten Sitzbänke im Park fließen. Die sind bereits sehr abgenutzt, brauchen neue Holzlatten. Die Erneuerung einer Bank kostet rund 300 Euro. Im Südbereich gibt es allein 20 davon.