Radsport: Debüt beim Sechstagerennen
„Beide sollten bei den Männern antreten, um Erfahrungen zu sammeln. Sie sind sehr gute Rennen gefahren, da gibt es gar nichts zu meckern“, lobt Trainer Jan Schur die beiden Junioren, die im Feld der 15 Mannschaften gegen etliche fünf, sechs Jahre ältere Aktive antraten. „Technisch war das teilweise besser als bei manchen Älteren. Da hatten zum Beispiel die Junioren-WM-Teilnehmer Nicolas Heinrich und Pierre-Pascal Keup zu kämpfen, ins Feld zurückzufahren, wenn sie sich verpasst haben. Das ist Malte und Luca nicht passiert.“ Heinrich/Keup wurden Achte. Bestes deutsches Paar waren als Vierte die ebenfalls noch-Junioren Laurin Drescher/Tim Torn Teutenberg. Den Sieg sicherten sich die Dänen Frederik Egehus/Marcus Sander Hansen. „Die älteren Dänen und Niederländer haben schon ein starkes Leistungsvermögen“, erkennt Schur an.
Die Zweierteams hatten an vier Abenden im Berliner Velodrom insgesamt fünf Rennen zu absolvieren. Als Viertschnellste in der 30-Minuten-Jagd waren Dreßler (17 Jahre)/Maschke (16) in die Wettbewerbe eingestiegen, waren Zehnte beim folgenden Punkterennen. An den drei weiteren Abenden sammelten sie in den Rennen über 30 bzw. 40 Minuten als Fünfte, Achte und Siebte fleißig Punkte. Ein Kraftakt für den Frankfurter Sportschüler Malte Maschke, „aber ein großes Erlebnis, beim Sechstagerennen dabei zu sein“, so sein Trainer.
Ziele: Abitur und Junioren-EM
Malte Maschke, im Vorjahr vierfacher deutscher U-17-Meister, bereitet sich nun auf die nächsten Bundessichtungsrennen und die ersten Straßenrennen ab Ende März vor, darunter die renommierte internationale Junior-Etappenfahrt in Cottbus. Als Jahresziele hat er sich mit seinem Trainer auf zwei Eckpunkte geeinigt: schulisch den Zugang zum Abitur zu meistern und sportlich sich für die Junioren-Europameisterschaften im Juli in Portugal zu empfehlen.
