Radsport: Jubiläum mit Ortswechsel
25 Helfer im Einsatz
Das Programmheft erstellen, Plakate und Startnummern vorbereiten, Aufkleber für Fahrzeuge besorgen, die Siegerehrung im Blick haben: Ingo Messerschmidt hatte in Vorbereitung auf die Internationale Oderrundfahrt vieles im Blick. Er ist einer von etwa 25 langjährigen Helfern. „Na ja, der Aufwand ist nicht mehr so groß, wenn man das mehrmals gemacht hat. Da ist vieles nur noch zu aktualisieren“, stapelt Messerschmidt tief. Wie er werden Fabian Liebecke, Roland Schiewek, Thomas Kapuste, Kai Rimpler, Kerstin Graf, Sven Harder und die anderen Helfer vier Tage lang täglich von morgens bis abends im Einsatz sein, um am Start- und Zielbereich alles herzurichten, als Kraftfahrer für Jury und Materialwagen da zu sein, die Verpflegung und Siegerehrungen abzusichern ... Das erste Mal diesmal in Seelow. Hier haben die Jedermänner und Elite-Fahrer – die Schüler starten wie gewohnt einen Tag später – einen Rundkurs über die Küstriner und Oderbruchstraße zu bewältigen.
Einst eine Radsporthochburg
„Seelow war zu DDR-Zeiten eine Radsporthochburg. Unser Verein bietet in Dolgelin seit Jahren eine Arbeitsgemeinschaft an. Deshalb wollten wir die Oderrundfahrt in diese Region holen“, begründet Dan Radtke den Ortswechsel. „Wir haben in der Verwaltung und der Wohnungsbaugesellschaft gute Partner gefunden.“ Für Seelows Stadtoberhaupt Jörg Schröder, der die Akteure persönlich in den Radsportklassiker schickt, ist die Oderrundfahrt ein weiterer Höhepunkt im Stadtkalender. "Seelow ist eine sportbegeisterte Stadt. Zugegebenermaßen ist es um den Radsport in jüngster Vergangenheit ruhiger geworden, aber nun unternehmen wir einen ersten Versuch, ihn wieder aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken. Ich rechne mit einem ordentlich Besucherzuspruch rund um den abgesperrten Kurs“, so Jörg Schröder.
Der zweite Tag führt den Radsporttross traditionsgemäß in die Ziltendorfer Niederung, bevor es am Sonnabend wieder gen Norden geht. Im Podelziger Ortsteil Wuhden sind zwei Etappen zu meistern, da der bergige Kurs im Frankfurter Ortsteil Güldendorf nach wie vor wegen Bauarbeiten gesperrt ist. Den krönenden Abschluss mit der 5. Etappe bietet der Große Preis der Stadt Frankfurt, bisher zum Auftakt ausgefahren. Auf Höhe Kieler/ Stralsunder Straße befinden sich wie im vorigen Jahr Start und Ziel, die Strecke führt durch den Stadtteil Nord, die Lennéstraße, wo die Elitefahrer schon mal auf 60 km/h kommen, und über die Rosa-Luxemburg-Straße nach Nord zurück. Trotz Vollsperrung wird an zwei Punkten die Querung wichtiger Straßen ermöglicht.
Hohe Anforderungen
„Die internationale Oderrundfahrt bietet jungen Rennfahrern alles, was sie beherrschen müssen: auf Windkante fahren, steile kurze Anstiege, unterschiedliche Distanzen“, betont der Org-Chef. Favoriten auf den Gesamtsieg sieht er in Fahrern der Nationalmannschaft mit Theo Reinhardt und Jasper Frahm und des Teams Heizomat mit dem zweifachen Rundfahrtsieger Jan Tschernoster und Henning Bommel. Bei den Schülern dürfte U-15-Meister Jonas Reibsch aus Cottbus seiner Favoritenrolle gerecht werden. Vereine aus Eisenhüttenstadt, Fürstenwalde, Fredersdorf und Strausberg entsenden neben dem FRC 90 ebenfalls ihre Starter.
Etappen der 40. Internationalen Oderrundfahrt
Donnerstag, 1. Etappe: Großer Preis der Stadt Seelow (Rundkurs à 7,25 km), 15.30 Uhr Jedermann (10 Runden), 17.15 Uhr Elite (16)
Freitag, 2. Etappe: Rund in der Oderniederung Thälmannsiedlung (Rundkurs à 10,8 km), 10 Uhr U 11/U 13 (2 Rd/1) , 10.45 Uhr Jedermann (7), 13.30 Uhr U 15 (3), 14.30 Elite (15)
Sonnabend,3. Etappe: Einzelzeitfahren Podelzig/OT Wuhden, 8.30 Uhr U 15 (9,7 km), 10 Uhr Elite (13,6)
Sa,4. Etappe: Rund um Wuhden, 14 Uhr U 15 (3 Rd à 10,6 km), 15.15 Uhr Jedermann (6), 17 Uhr Elite (18 à 4,5 km)
Sonntag, 5. Etappe: Großer Preis der Stadt Frankfurt (Rundkurs à 3 km): 10 Uhr U 11 (3 Rd), 10.20 U 13 (6), 11 Uhr U 15 (12), 12.15 Elite (30), 14.15 Uhr Jedermann (20)⇥keb
