Radsport: Sichtung im Zeichen der Junioren-WM
Für die 32 männlichen und 14 weiblichen Ausdauerfahrer unter den Junioren (U 19) bedeutete die dreitägige Bundessichtung in der Oderlandhalle einen der wichtigsten Termine für die Qualifizierung zu den Junioren-Weltmeisterschaften vom 14. bis 18. August in der Oderstadt. Das Madison als eine der Kerndisziplinen mit Massenstart gewannen die beiden einzigen Brandenburger Kandidaten Hannes Wilksch (RC Luckau) und Roman Duckert (Frankfurter RC 90).
Brandenburger mit Chancen
Der gebürtige Strausberger Wilksch fuhr auch im ersten von zwei BDR-Auswahlvierern über 4000 m Mannschaftsverfolgung mit. „Er hat einen sehr starken Eindruck hinterlassen und ist im Finale der Einerverfolgung die beste Zeit gefahren“, lobte Tim Zühlke, Nachwuchs-Bundestrainer für den Ausdauerbereich. Für die Junioren-WM sei es das Ziel der bereit qualifizierten Deutschen, in der Mannschaftsverfolgung einen nationalen Rekord zu fahren „und wenn es optimal läuft, ins kleine Finale zu kommen." Die Normzeit in der Einerverfolgung über 3000 m (3:25) erfüllten fünf Fahrer. Bei der Sichtung im Ausscheidungsfahren setzte sich Roman Duckert als Zweiter stark in Szene.
Unter den weiblichen Ausdauerfahrern blieben zwei Teams unter den Normzeiten für die JWM, in der Einerverfolgung waren es vier Juniorinnen. „Jedoch fehlen zur internationalen Spitze noch einige Sekunden“, räumt Bundestrainer Lukas Schädlich ein, in dessen Mannschaft es keine Brandenburgerin geschafft hat.
Enges Feld bei den Sprintern
Sehr zufrieden mit vielen der gestarteten 13 männlichen und vier weiblichen Fahrer war Kurzzeit-Bundestrainer Jörg Winkler angesichts der entscheidenden Leistungen über 200 Meter. „Bei den Jungen haben sieben die Norm von 10,8 Sekunden teils deutlich unterboten. Vier kommen mit zu den Titelkämpfen. Zwischen den Viert- und Sechstbesten ist derzeit alles noch offen“, so Winkler auch mit Blick auf Alexander Bahyrycz (FRC/5.) als einem der beiden Brandenburger im Auswahlkader der Sprinter. Bei den Mädchen hatte die bereits mit WM-Lorbeeren gekrönte Alessa Pröpster (Rheinland-Pfalz) die Norm von 12,1 um eine Sekunde unterboten.
Während für die Kurzzeitfahrer drei weitere Bundessichtungen anstehen, darunter in 14 Tagen erneut in Frankfurt, finden für die Ausdauersportler neben Lehrgängen wichtige Rennen auf der Straße statt. Für die Nationalkader fällt die endgültige Entscheidung über die JWM-Teilnahme an einer oder mehreren der zehn Disziplinen nach der Junioren-EM Anfang Juli.
