Radsport
: Zweier-Team fährt auf Plätze 1 und 3

Lokalmatador Christoph Guhl verpasst beim Großen Preis der Stadt Frankfurt nur hauchdünn den Sieg.
Von
Hubertus Rößler
Frankfurt (Oder)
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  • Der hügelige Rundkurs in Frankfurt führte auch die Lennéstraße hinunter.

    Der hügelige Rundkurs in Frankfurt führte auch die Lennéstraße hinunter.

    Michael Benk
  • Sieger Julian Schulz (Mitte), der Zweitplatzierte Robert Richter (links) und der Dritte Moritz Thömen

    Sieger Julian Schulz (Mitte), der Zweitplatzierte Robert Richter (links) und der Dritte Moritz Thömen

    Hubertus Rößler
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Auch wenn Starker am Ende der 60 Kilometer am Sonntagnachmittag hauchdünn die Nase vorne hatte, war es für Guhl ein tolles Erlebnis. „So ein Rennen direkt vor der eigenen Haustür ist einfach toll. Meine Verwandten und Freunde waren alle da und haben mich angefeuert“, berichtete der 28-Jährige vom Team Lawi Sportswear, der in der Gesamtwertung auf Rang 7 landete.

Das Rennen auf dem drei Kilometer langen Rundkurs durch den Norden der Stadt war zunächst relativ ruhig, nur vor den Punktewertungen wurde kurz angezogen. Doch vier Runden vor dem Ende fuhr Christoph Guhl eine Attacke und Tim Starker hing sich an sein Hinterrad – anschließend fuhr das Duo bis zum Schluss alleine vorneweg. „Ich war zufällig da und bin einfach mitgefahren.  Beim allerletzten Anstieg haben wir beide dann noch einmal alles gegeben“, sagte Starker, der in der Gesamtwertung wie schon im Vorjahr Vierter wurde.

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Den Sieg sicherte sich Julian Schulz aus Berlin. Mit dem Gesamt-Drittplatzierten und Rundfahrt-Debütanten Moritz Thömen (21) war der 25-Jährige im Zweier-Team gefahren und hatte dabei von der ersten Etappe an das Gelbe Trikot getragen. „Hier zu zweit zweimal auf dem Podium zu landen, ist einer unserer größten sportlichen Erfolge“, sagte Schulz, der vor vier Jahren beim Elite-Rennen mitgefahren war. „Die Oderrundfahrt ist tierisch gut. Sie ist super organisiert und außerdem zeigt sie, dass man Lizenz-, Jedermänner- und Nachwuchs-Rennen zusammenbringen kann“, lobte Schulz.

Mit nur zwei Sekunden Rückstand landete Robert Richter aus Brandenburg/Havel auf Rang 2 der Gesamtwertung. Der 31-Jährige sicherte sich zudem das Grüne Trikot des besten Sprinters. „Das ist ein schöner Erfolg, zumal ich nicht der reine Sprinter bin. Eigentlich bin ich auf‘s Gelbe gefahren, aber die beiden Berliner haben das echt clever gemacht“, erklärte Richter, der das dritte Mal bei der Oderrundfahrt dabei war. „Die Organisation ist topp und die Strecken sind schön. Man muss ja so vieles bedenken und anmelden, dass es leider kaum noch solche Rundfahrten gibt“, sagte Richter.

Am Tag zuvor hatte er noch die Etappe im Podelziger Ortsteil Wuhden gewonnen, bei der die Jedermänner sechsmal das berüchtigte Kopfsteinpflaster am Zeisigberg bewältigen mussten. „Unten am Berg waren alle zusammen. Man muss zusehen, dass man unter den ersten drei, vier Fahrern ist und dann voll durchziehen“, berichtete er. "Der Sieg in Wuhden ist eine schöne Genugtuung, daher ist es nicht so schlimm, dass ich das Gelbe Trikot so knapp verpasst habe.“

Das Weiße Trikot des schnellsten Fahrers über 40 Jahre sicherte sich Kay Klingbeil aus Brieskow-Finkenheerd. „Ich konnte die antrainierte Form gut umsetzen und bin sehr zufrieden“, sagte der 52-Jährige, der seit dem ersten Jedermänner-Rennen bei der Oderrundfahrt dabei ist.