Sanierung
: Schwimmhalle in Frankfurt (Oder) bleibt Streitthema

Nach CDU-Vorschlag spricht sich ESV-Vorsitzender für eine Sanierung statt einen Neubau der Frankfurter Schwimmhalle aus. Linke verweist auf Defizit.
Von
MOZ
Frankfurt (Oder)
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Sanierung oder Neubau? Die Zukunft der Frankfurter Schwimmhalle ist ungewiss.

Rene Matschkowiak

Eine neue Schwimmhalle sei nur realistisch, wenn auch eine entsprechende Finanzierung im zweistelligen Millionenbereich vorhanden sei. „Deshalb sollten diejenigen, die eine neue Schwimmhalle verlangen, bitte auch darlegen, woher sie das Geld dafür nehmen wollen“, fordern Karkmann und Walter. Selbst wenn die vollständige Finanzierung gesichert wäre, würde ein Neubau zirka fünf Jahre dauern. Erst dann würde die jetzige Schwimmhalle nicht mehr benötigt. „Eine Million Euro lediglich für die Planung einer neuen Schwimmhalle auszugeben, deren weitere Finanzierung in den Sternen steht und dafür die vorhandene Schwimmhalle sich selbst zu überlassen, ist aus unserer Sicht jedenfalls zu kurz gedacht.“

Auch Stefan Kunath, Kreisvorsitzender der Linken, sieht den CDU-Vorschlag kritisch: „Hoffnung auf eine neue Schwimmhalle sollte man nur dann machen, wenn es ein realistisches Fundament für eine Umsetzung gibt“, so Kunath. Die Verwaltung arbeite auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung an einer Machbarkeitsstudie. Verschiedene Varianten mit allen Kosten würden geprüft. „Im September haben wir eine fundierte Grundlage für eine Entscheidung. Deshalb verstehe ich nicht, warum die CDU ein Ergebnis zugunsten eines Neubaus vorgreifen will. Das gefährdet die jetzige Schwimmhalle“, meint Kunath.

Schließung für viele Jahre

Die von der CDU geforderte Umwidmung des derzeit für Sanierungsmaßnahmen geplanten Millionenbetrages für Planungsleistungen führten zwangsläufig zu weiteren Schließungen der Schwimmhalle, unter Umständen sogar zur kompletten Schließung für viele Jahre. Während dieser Zeit solle nach CDU-Willen eine neue Halle entstehen, wobei unklar sei, auf welcher Fläche das geschehe und woher der dafür notwendige zweistellige Millionenbetrag kommen solle.

Im Jahr 2020 stünden der Stadt ziemlich genau zwei Millionen Euro für Investitionsmaßnahmen zur Verfügung. „Ein Neubau der Schwimmhalle aus diesen Mitteln setzt ein jahrelanges Ansparen voraus. Es bedeutet rigorose Streichung anderer dringend notwendiger Maßnahmen“, sagte der Kreisvorsitzende. Dringende Sanierungsmaßnahmen an Schulen, Kindergärten, Turnhallen und Gehwegen müssten dann ersatzlos gestrichen werden sollen.