Silvester 2023 in Frankfurt (Oder)
: Brennende Mülltonnen und randalierender 18-Jähriger

In Frankfurt (Oder) haben die Menschen das neue Jahr 2024 überwiegend friedlich begrüßt. Wie die Bilanz der Silvesternacht von Polizei, Feuerwehr und Klinikum ausfällt.
Von
Thomas Gutke
Frankfurt (Oder)
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Abgebrannte Mülltonne in der Friedrich-Loeffler-Straße in Frankfurt (Oder)

Thomas Gutke

Die Silvesternacht 2023 in Frankfurt (Oder) verlief aus Sicht von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten in diesem Jahr vergleichsweise ruhig. Die Polizeiinspektion Oder-Spree/Frankfurt (Oder) meldete am Neujahrstag keine größeren Vorkommnisse im Zusammenhang mit Feierlichkeiten zum Jahreswechsel.

Besonders viel Pyrotechnik gezündet wurde in der Karl-Marx-Straße bis hinauf zur Slubicer Straße, wo es aufgrund der Grenzkontrollen in diesem Jahr auch eine größere Polizeipräsenz gab. Zu nennenswerten Konfrontationen soll es nach Angaben der Polizeiinspektionen in dem Bereich jedoch nicht gekommen sein.

Volltrunkener 18-Jähriger bewirft Ex-Partnerin und ihre Mutter mit Möbelstücken

Allerdings wurde die Polizei in der Silvesternacht um kurz vor 21 Uhr zu einem gewalttätigen Übergriff gegen zwei Frauen in der Tunnelstraße gerufen. Ein 18-Jähriger hatte sich durch Eintreten der Hauseingangstür und wenig später auch der Wohnungstür im dritten Obergeschoss Zutritt zur Wohnung seiner Ex-Freundin verschafft. In dieser befand sich auch ihre Mutter.

Er warf dann mit Möbeln auf die beiden Frauen und beschädigte weitere Gegenstände. Die herbeigerufenen Beamten fixierten den Beschuldigten, der unter starkem Alkoholeinfluss stand. Anschließend nahmen sie ihn mit in Gewahrsam, wo er den Jahreswechsel verbrachte.

Die Feuerwehr in Frankfurt (Oder) musste vor allem in den Stunden nach Mitternacht mehrere brennende Mülltonnen löschen – darunter unter anderem in der Friedrich-Loeffler-Straße in Neuberesinchen sowie gleich zweimal in der Warschauer Straße. Dort kam auch die Polizei zum Einsatz, weil es sich offensichtlich um Brandstiftung handelte.

Weitere kleinere Einsätze wegen kleinerer Brände, darunter ebenfalls brennende Mülleimer, gab es in der Ziegelstraße, der Bahnhofstraße und der Birkenallee. Zu Wohnungsbränden wurden die Einsatzkräfte nicht gerufen. „Feuerwehrtechnisch war es diesmal sehr ruhig“, berichtet Wolfgang Welenga vom Stadtfeuerwehrverband.

Feuerwerksreste in der Karl-Marx-Straße in Frankfurt (Oder)

Thomas Gutke

Schwerere Verletzungen durch Feuerwerkskörper blieben aus

Das Klinikum Frankfurt (Oder) sei sowohl pflegerisch als auch ärztlich gut vorbereitet in die Silvesternacht gegangen. „Zwei Personen wurden aufgrund von Verletzungen durch Feuerwerkskörper behandelt. Glücklicherweise blieben schwere Verletzungen aus“, berichtet Sprecherin Viola Bock. Ein hohes Patientenaufkommen in der Zentralen Notaufnahme des Klinikums mit Notfällen und Erkrankungen, die nicht im Zusammenhang mit der Silvesternacht standen, habe es dennoch gegeben.