Sommercamp
: Witebsk, Nimes, Heilbronn

Zum 21. Mal treffen sich junge Menschen aus aller Welt, um gemeinsam über aktuelle Fragen in Europa zu diskutieren und die Partnerstädte zu erleben.
Von
René Matschkowiak
Frankfurt (Oder)
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Mehr als 80 internationale Gäste wurden am Sonntag im Eurocamp am Helenesee begrüßt. Das Sommercamp findet zum 21. Mal statt. Immer mit dabei ist die Delegation aus Witebsk.

René Matschkowiak

Frankfurt unterstreicht auch in den Sommerferien seine Internationalität. Die Pewobe richtet zum 21. Mal das Sommercamp der Partnerstädte aus. Zu Gast sind über 80 junge Menschen aus Witebsk in Weißrussland, Sumy in der Ukraine, Vratsa in Bulgarien, Nimes in Frankreich, Gorzow in Polen, Kadima–Zoran in Israel und Heilbronn. „In diesem Jahr begrüßen wir fast nur neue Teilnehmer, die noch nie in Frankfurt waren“, sagt Organisatorin Manuela Demel.

Das Sommercamp ist sehr beliebt, sodass in den vergangenen Jahren einige der jungen Gäste mehrmals nach Frankfurt gekommen seien, erinnert sie sich. Ein Höhepunkt des Camps wird das Hansestadtfest Bunter Hering werden, denn das fällt selten in die Zeit, wo die Jugendlichen der Partnerstädte im Eurocamp zu Gast sind. „In jedem Fall werden wir uns an der Aktion ‚Frankfurt mach Frieden’ beteiligen“, erklärt Manuela Demel. Aus einem drei mal drei Meter großen Blatt Papier sollen die Teilnehmer des Sommercamps einen überdimensionalen Kranich falten.

Treffen war noch nie so wichtig

Die Bastelarbeit ging gleich nach dem Eröffnungsprogramm los. „Ob es uns letztendlich gelingt, wissen wir aber noch nicht“, lacht die Organisatorin. Außerdem sollen die Kraniche noch ein buntes Design erhalten. Des Weiteren stehen ein Besuch der Hauptstadt sowie ein gemeinsames Fest und andere Aktivitäten auf dem Programm.

Unterstützt wird Organisatorin Manuela Demel von 20 Helfern des deutsch–polnischen Kompetenzteams. Darunter sind nicht nur Deutsche und Polen, sondern auch einige Syrer, wie sie erzählt. Die Helfer bereiten auch inhaltlich vieles vor. Schließlich wird nicht nur gemeinsam gefeiert, sondern auch über ein besseres Europa debattiert.

„Wie in jedem Sommer seit 1999 treffen sich junge Leute aus den Partnerstädten, um gemeinsam über aktuelle Fragen in Europa zu diskutieren“, so der Geschäftsführer der Pewobe Henrik Bellin. „Wir sind der Meinung, dass es noch nie so wichtig wie heute ist“. Die Teilnehmer waren auch in den vergangenen Jahren nicht immer einer Meinung, fanden dann aber doch einen gemeinsamen Nenner, erklärt er in seiner Eröffnungsansprache. „Damit sind unsere Teilnehmer in ihren Sichtweisen weiter als die Abgeordneten im Europaparlament, ansonsten wäre die Wahl eines neuen EU–Präsidenten nicht so schwierig.“

Dezernent Jörg Gleisenstein begrüßte die Teilnehmer mit „‚Franki–O’, wie unsere Stadt unter Studierenden genannt wird“ und überbrachte Grüße des Oberbürgermeisters. Nach der Vorstellungsrunde wurden die Landesflaggen der Sommercamper und die EU–Fahne unter dem Klang der jeweiligen Landeshymne gehisst.