Stau in Polen
: Straßen in Słubice weiter verstopft – Verkehr auf Autobahn A12 stockt

In Słubice (Polen) und bei Swiecko gibt es weiter lange Staus. Autofahrer sollten auf der Autobahn A12 und in der Stadt viel Zeit einplanen.
Von
Thomas Gutke,
Philipp Stepputtis
Slubice
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Stoßstange an Stoßstange reihen sich am Sonntagmittag (5.1.) die Autos in Słubice. Ziel der allermeisten Fahrer ist der Grenzübergang nach Frankfurt (Oder).

Stoßstange an Stoßstange reihen sich am Sonntagmittag (5.1.) die Autos in Słubice. Ziel der allermeisten Fahrer ist der Grenzübergang nach Frankfurt (Oder).

Philipp Stepputtis
  • Kilometerlange Staus in Słubice und Swiecko wegen Rückreiseverkehrs und Grenzkontrollen.
  • Auf der A12 wird auf Tempo 10 abgebremst, A2 hat 15 km Stau bis Rzepin.
  • Verstopfte Landstraßen und Stadtzentren, Fahrtzeiten stark verlängert.
  • Anwohner beschweren sich über Stau und Smog, Bürgermeisterin Słodownik versucht Lösungen.
  • Proteste und Demos gegen die Verkehrssituation in Słubice.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es ist das von vielen erwartete Verkehrschaos zum Jahresbeginn an der deutsch-polnischen Grenze: Wer am Sonnabend (4.1.) aus Polen in Richtung Deutschland unterwegs war, musste sich in Słubice und bei Swiecko seit dem Nachmittag und bis zum Abend durch kilometerlange Staus kämpfen. Auch am Sonntag (5.1.) kommt es aktuell zu längeren Wartezeiten. Grund dafür ist der Rückreiseverkehr nach den Feiertagen und Ferien in Polen. Hinzu kommen die Grenzkontrollen.

Auf der Autobahn A12 müssen Autofahrer kurz hinter der Autobahnbrücke auf Tempo 10 abbremsen. Zugleich wird die Fahrbahn auf eine Spur verengt, damit die Bundespolizei Fahrzeuge zum Kontrollieren herauswinken kann. Das führt an Tagen mit hohem Verkehrsaufkommen immer wieder zu langen Rückstaus auf der polnischen Autobahn A2, die in Deutschland zur A12 wird.

Stau auf der Autobahn in Polen mehr als 15 Kilometer lang

So auch diesmal. Laut Google Maps staute sich der Verkehr am Samstagnachmittag (16 Uhr) auf einer Länge von rund 15 bis 20 Kilometern bis kurz vor Rzepin. Viele Fahrzeuge wichen deshalb auf die Landstraßen aus, um über Slubice und die Stadtbrücke nach Deutschland einzureisen.

Zahlreiche Hauptverkehrsstraßen waren stundenlang verstopft – darunter die Landesstraße 29 (ulica Kościuszki) im Zentrum, an der sich auch viele Tankstellen befinden, sowie die Landesstraße 31 (Wojska Polskiego) im Norden der Stadt. Frankfurter, die am Nachmittag die Eishalle in Slubice in Stadionnähe besucht hatten und anschließend wieder zurückwollten, berichten von gut eineinhalb Stunden Fahrtzeit für eine Strecke, die an normalen Tagen in zehn Minuten zu bewältigen ist.

Die Verkehrslage rund um Slubice (Polen) am späten Nachmittag laut Google Maps. Rot bedeutet: Stau und stockender Verkehr.

Die Verkehrslage rund um Slubice (Polen) am späten Samstagnachmittag laut Google Maps. Rot bedeutet: Stau und stockender Verkehr.

Screenshot Google Maps

Gegen 23 Uhr hatte sich der lange Stau auf der Autobahn zwar etwas reduziert, doch der Verkehr stockte immer noch.

Auch am Sonntag (5.1.) müssen Autofahrer an den Grenzübergängen auf der Autobahn und im Słubicer Stadtgebiet mehr Zeit einplanen. Stoßstange an Stoßstange standen mittags die Fahrzeuge an den Zufahrtsstraßen zur Stadtbrücke. Zwei Polizisten regelten an der Abzweigung ulica Kościuszki und Aleja Młodzieży Polskiej den Verkehr.

Erfahrungsgemäß wird der Rückreiseverkehr in den Nachmittag- und Abendstunden noch zunehmen. Wer kann, sollte die Nachbarstadt von Frankfurt (Oder) daher weiträumig umfahren.

Słubicer beschweren sich in sozialen Netzwerken

Videos und Fotos in polnischen Nachrichtenportalen Nasze Słubice zeigen lange Autokolonnen. In den Kommentarspalten beschweren sich Anwohner. Von einem „Stau-Armageddon“ ist die Rede. „Bitte rettet Słubice vor Smog!“, heißt es in einem anderen Kommentar.

Bürgermeisterin Marzena Słodownik hatte seit ihrem Amtsantritt im April 2024 einiges versucht, um die Situation kurzfristig zu verbessern. Es gab veränderte Verkehrsführungen, Petitionen, Besuche bei Ministern und Staatssekretären. Genützt hat es wenig. Mitte November blockierten Anwohner aus Protest Straßen, auch eine Demo gegen die Staus führte bereits durch die Stadt.

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