Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat für heute die Beschäftigten der Nahverkehrsbetriebe in Berlin und Brandenburg zu einem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen. Vom Ausstand betroffen ist auch die Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt (Oder) (SVF).
„Bitte stellen Sie sich darauf ein, dass die SVF von Dienstag, 29.09.2020 ab 3 Uhr bis Mittwoch, den 30.09.2020, 3 Uhr, bestreikt und der Bus- und Straßenbahnverkehr vollständig eingestellt wird“, hieß es auf der Internetseite des städtisches Verkehrsunternehmens.

Gewerkschaft fordert Angleichung an BVG-Entgelte

Hintergrund ist der laufende ÖPNV-Tarifkonflikt, in dem sich die Arbeitgeber gegenüber ver.di gegen die Aufnahme von Tarifverhandlungen ausgesprochen haben.  „Uns ist klar, dass der Streik für die Fahrgäste viele Unannehmlichkeiten mit sich bringen wird, aber auf die unverständliche Blockadehaltung der Arbeitgeber können wir nur mit einem Streik reagieren“, erklärte Jeremy Arndt, Fachbereichsleiter Verkehr bei Ver.di Berlin-Brandenburg bereits am vergangenen Freitag.
In Brandenburg fordert die Gewerkschaft unter anderem die Angleichung der Entgelttabelle an das BVG-Niveau für zirka 3500 Mitarbeiter.
Den letzten Streik im Nahverkehr mit Beteiligung der rund 140 SVF-Beschäftigten hatte es im Februar 2019 gegeben. Damals standen allerdings nur für gut 5 Stunden Busse und Bahnen still.
Mit massiven Einschränkungen rechnen müssen auch Kunden des Busverkehrs Oder-Spree.