Tischtennis: Galavorstellung bringt einen Punkt

Verlässliche Größen: Die beiden polnischen Tischtennis-Spieler Marcin Truszkowski (links) und Roman Waczek sicherten dem TTC Frankfurt zusammen sechs Punkte – mit jeweils zwei Siegen im Einzel und im Doppel.
michael benkWie erwartet wurde das Match gegen den ehrgeizigen Neuling kein Selbstläufer. Das junge Team aus der Funkstadt Nauen zeigte von Anfang an den Willen, gegen die Routiniers aus Frankfurt zu punkten. Gleich mit den Doppelbegegnungen wurde der Fehdehandschuh geworfen, denn die Gastgeber zogen mit 2:1 in Front. Dabei gewannen die Oderstädter Truszkowski/Waczek in vier Sätzen, dagegen hatten Witt/Reiche ebenfalls bei ihrem 1:3 kaum eine Chance. Eine gute, ansehenswerte Partie lieferten Kretzschmar/Fischer gegen das Spitzenduo der Havelländer Baak/Dauwitz. Sie führten sogar schon mit 2:1 nach Sätzen, mussten sich dann aber im Entscheidungsabschnitt geschlagen geben.
Dass auf die zwei polnischen Sportler Roman Waczek und Marcin Truszkowski im TTC–Trikot Verlass ist, demonstrierten sie eindrucksvoll an diesem Tag. Sie holten zusammen sechs Punkte, jeweils zwei Einzel und Doppel. Den Rückstand verwandelten sie durch ihre Siege in den ersten beiden Einzeln des Matches in eine 3:2–Führung für die Gäste. Marcin Truszkowski machte dabei nicht viel Federlesen mit seinem Kontrahenten. Ohne Satzverlust setzte er sich durch. Roman Waczek musste dagegen ein ganz hartes Stück Arbeit gegen den Jugendlichen Marc Tenschert leisten, ehe er nach einer Millimeter–Entscheidung im fünften Satz jubeln konnte.
Anschließend wurden die Punkte im mittleren Paarkreuz geteilt. Peter Kretzschmar gewann klar, Uwe Witt unterlag mit 1:3 gegen Steven Jark. Die letzten beiden Begegnungen brachten aus der Sicht der TTC–ler nichts Zählbares. Ohne Fortune agierten Marco Reiche und Pit Fischer und mussten ihren Widerparts zum Sieg gratulieren. Damit hatten die Nauener zur Halbzeit wieder mit 5:4 die Nase vorn. Wie aus einem Guss spielten anschließend Marcin Truszkowski und Roman Waczek in den Spitzenpaarungen gegen Marc Tauschert und Patrick Baak. Sie ließen ihre Gegner nicht zur Entfaltung kommen, agierten überlegen und kontrolliert. Damit konnten die Frankfurter wieder zwei Punkte auf ihrem Mannschaftskonto verbuchen.
Mannschaftskapitän Peter Kretzschmar verpasste anschließend die Chance, eine kleine Vorentscheidung für das Match herbeizuführen. Die Partie gegen Steven Jark ging über die volle Distanz. Mehrmals konnte sich der Frankfurter mit zwei bis drei Punkten Vorsprung in den Sätzen absetzen, aber versäumte es, den Sack zuzumachen. Er unterlag hauchdünn mit 9:11 im fünften Satz gegen Jark. Uwe Witt machte es dagegen besser. Mit seinen harten Rückhand–Angriffsbällen setzte er Michael Dauwitz immer wieder unter Druck und verließ verdient als 3:1–Gewinner den Tisch.
Im unteren Paarkreuz ergab sich wieder das gleiche Bild wie in der ersten Runde. Weder Marco Reiche noch Pit Fischer konnten an diesem Tag ihr wahres Leistungsvermögen abrufen und zogen klar den Kürzeren. Vor dem Schlussdoppel stand es damit 8:7 für Hellas Nauen. Das leistungsgerechte Unentschieden erkämpften Truszkowski/Waczek ohne Probleme mit 3:0 gegen Baak/Dauwitz. Damit rangiert der TTC Frankfurt mit 18:6 Punkten weiter auf dem 2. Tabellenplatz. Das Kopf–an–Kopf–Rennen mit dem Spitzenreiter TSV Stahnsdorf II (19:7) hält an, denn die Randpotsdamer spielten ebenfalls nur 8:8–Unentschieden beim Hohen Neuendorfer SV.
Am Sonntag um 14 Uhr empfängt der TTC Frankfurt dann den Tabellenachten TTC Finsterwalde in der heimischen Sporthalle an der Kleinen Müllroser Straße.