Transvocale 2024
: Angehende Ärztin auf der Bühne in Frankfurt (Oder)

Bald startet die 20. Auflage der Transvocale. In Frankfurt (Oder) zu erleben ist dann auch eine junge Künstlerin aus Slubice (Polen), die Medizin studiert.
Von
Marlena Dumin
Frankfurt (Oder)
Jetzt in der App anhören
...

Die junge Künstlerin Aleksandra Klincewicz studiert Medizin und überlegt, sich auf Kinderpsychiatrie zu spezialisieren. Am 15. November tritt sie beim Transvocale in Frankfurt (Oder) auf.

Dominik Gosławski
  • Transvocale 2024 in Frankfurt (Oder) und Słubice startet bald zum 20. Mal.
  • Aleksandra Klincewicz (o.Lu) aus Słubice, Medizinstudentin, tritt am 15. November auf.
  • Festival zeigt polnische Musikszene; sieben polnische Künstler inklusive der Band Kwiat Jabłoni dabei.
  • o.Lu veröffentlichte ihre erste Single „Żuraw“ im Mai; erstes Album für Frühjahr 2025 geplant.
  • Auftritt zeigt ihre musikalische Reise; begleitet von fünf Künstlern und Chor.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Transvocale, das Festival für Weltmusik in Frankfurt (Oder) und Słubice, bietet seit Jahren immer auch einen Einblick in die vielfältige polnische Musikszene. In diesem Jahr treten gleich sieben polnische Künstler auf. Es sind sowohl Künstler, die seit Jahrzehnten in der Musikszene aktiv sind, als auch Newcomer dabei.

Zum Auftakt der Transvocale am Donnerstag (14.11.) spielt im großen Saal im Kleist Forum die in Polen äußerst beliebte Band „Kwiat Jabłoni“ – ein Geschwisterduo, das Elektromusik mit Pop mischt und deren Musikvideos auf YouTube Aufrufe im zweistelligen Millionenbereich haben.

Am Freitag (15.11), 19 Uhr, tritt in der Havana Bar Michał Rudaś auf. In seiner Musik experimentiert er mit slawischer Kultur, Jazz und poetischen Elementen. Um 20:15 Uhr wird im Collegium Polonicum außerdem Lech Janerka erwartet, eine Legende der polnischen Alternativ-Rock-Szene und seit 40 Jahren im Geschäft. Um 21:15 Uhr spielt im SMOK außerdem die Band BIOS eine Mischung aus Pop, Blues und Soul.

Im Mai veröffentlichte o.Lu ihre erste Single

Zum Finale der Transvocale am Sonnabend (16.11.) wird um 19 Uhr zunächst auf der Studiobühne im Kleist Forum die Künstlerin Paula Roma zu erleben sein, ehe dann am um 20 Uhr im großen Saal Anita Lipnicka ihren großen Auftritt hat. Sie ist bekannt für ihre lyrischen Texte und sanften Klänge und feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum. Noch sind Karten erhältlich.

Eine weitere polnische Künstlerin ist die Słubicerin Aleksandra Klincewicz, die unter dem Künstlernamen o.Lu bekannt ist. Die 23-Jährige singt am Freitag, 19 Uhr, in der Kulturmanufaktur Gerstenberg (Kuma).

Sie habe schon immer gesungen, erzählt sie, hauptsächlich Poesie. Vor einem Jahr versuchte sie es mit alternativem Poprock und veröffentlichte im Mai ihre erste Single „Żuraw“ (Kran). Der Song handelt von einer Sommerliebe, die „sehr schnell lodert. Der Text ist eine Zusammenfassung von Erfahrungen und Emotionen, ein Abschied“, erklärt die Künstlerin.

Im Frühjahr soll ihr erstes Album erscheinen

In ihren Texten versuche sie, eigene Erlebnisse in musikalische Szenen zu fassen. „Ich schreibe über Liebe, das Finden des eigenen Weges im Leben und Verlorenheit, denn die Jugend ist oft schwer zu navigieren“, erklärt sie.

„In der Jugend ist das Schöne, dass alles, was passiert, das erste Mal ist. Es ist die Zeit, um zu versuchen und zu suchen, was das Beste für einen selbst ist. Es passieren schöne und authentische Dinge – die Atmosphäre ist dicht. Alles überall und zugleich. Man kann davon profitieren, dass man noch nicht alles über das Leben weiß und neugierig darauf schauen, was es bringt“, so o.Lu weiter. Auf ihrem musikalischen Weg suche sie danach, wer sie wirklich sei, und teilt ihre Reflexionen.

Als sie ihren Song „Żuraw“ auf den großen Streaming-Plattformen entdeckte, sei das für sie ein surrealer, wunderbarer Moment gewesen. Erst kürzlich wurde o.Lu für das Förderprojekt „Idziemy na solo Label“ ausgewählt, das jungen Künstlern in Polen eine Solo-Produktion ermöglicht. Die Veröffentlichung ihres ersten Albums sei für das Frühjahr 2025 geplant.

...

o.Lu hat in diesem Jahr ihre erste Single veröffentlicht und bereitet derzeit ihr Album vor.

Sonia Igiel

Ihr Auftritt in Frankfurt (Oder) werde „ein Überblick über meine musikalische Reise sein: Ich schätze Vielfalt in der Musik, also energetische Stücke, aber auch nostalgische, die tief in den Menschen eindringen.“ Begleitet werde sie auf der Transvocale von fünf weiteren Künstlern, die Gitarre, Bass, Schlagzeug und Klavier spielen, hinzu komme ein Chor.

Aleksandra Klincewicz studiert Medizin in Danzig

Aleksandra Klincewicz stammt aus einer Ärztefamilie. Es sei für sie selbstverständlich gewesen, dass sie eines Tages ebenfalls ein Medizinstudium beginnt. Derzeit studiert sie an der Medizinischen Universität in Danzig, sie erwägt eine Spezialisierung in Kinderpsychiatrie. „In jedem dieser Welten, der musikalischen und der medizinischen, bin ich ein bisschen anders. Authentisch, aber es kommen andere Dinge aus meinem Inneren zum Vorschein“, erklärt sie.

...

Aleksandra Klincewicz, o.Lu. Bei ihrem Konzert während des Transvocale-Festivals verspricht sie eine „ausgefeilte musikalische Schicht und das Eintauchen in verschiedene Emotionen“.

Weronika Gajewska

Den medizinischen Weg wolle sie niemals aufgeben, das habe sie sich selbst versprochen. „Es ist mir gleichzeitig wichtig, dass das Projekt o.Lu so viel Aufmerksamkeit wie möglich erhält.“ Der gemeinsame Punkt ihrer gewählten Wege sei „der Kontakt mit dem Menschen. Das ist meine Berufung. Am Krankenbett und auf der Konzertbühne.“