Umwelt
: Parents for Future in Frankfurt gegründet

In Frankfurt gibt es neben Fridays nun auch Parents for Future. Beim ersten Treffen wurden Arbeitsgruppen gebildet.
Von
MOZ
Frankfurt
Jetzt in der App anhören

Katrin Volprich, Gründerin der Parents for Future, mit Steven Gidius von Fridays for Future.

Louisa Theresa Braun

Ihre erste Rede zum Thema Klimaschutz hielt Katrin Volprich beim Fridays for Future–Streik im September. Die Schülerinnen– und Schülerbewegung hatte auch Erwachsene aufgerufen, sich zu beteiligen. „Da habe ich mich sofort angesprochen gefühlt. Der Klimawandel geht alle was an, die Kinder wie die Eltern“, sagt Volprich. Als sie feststellte, in Frankfurt die bis dahin einzige Erwachsene zu sein, beschloss sie, die „Parents for Future“ selbst zu gründen. Am Mittwoch lud sie mit zwei Schülerinnen und einem Schüler von Fridays for Future zu einem ersten Runden Tisch „Klima und Umwelt“ ein.

Über 30 Umweltinteressierte folgten der Einladung, darunter Stadtverordnete, Vertreter der Universität und verschiedener Vereine. Teils die Eltern–, zum größeren Teil die Großelterngeneration der Fridays for Future.

Langfristig sollen am Runden Tisch Vorschläge für ein klimafreundlicheres Leben in Frankfurt erarbeitet werden. Bis dahin scheint es aber noch ein langer Weg zu sein. In der teils hitzigen Diskussion nahmen Vorwürfe, was in der Vergangenheit schief gelaufen sei, mehr Raum ein als Ideen für die Zukunft: Stichwort Solarstadt.

Während die „Parents“ ihre jeweiligen Expertisen vortrugen, verhielten sich die drei Schüler zurückhaltend. Gefragt, was sie sich von den älteren Unterstützern erhoffen, sagt Steven Gidius: „Wir können der Politik nicht sagen, was sie machen soll, weil wir für zu jung gehalten werden.“ Konkrete Handlungsvorschläge wurden an diesem Runden Tisch zwar nicht erarbeitet, dafür aber Arbeitsgruppen gegründet. Volpricht zeigt sich zufrieden. Das nächste Treffen soll am 22. Oktober stattfinden.