Der vergangene Spieltag in der Landesliga Süd war für die Volleyballerinnen des 1. ASC Red Cocks Frankfurt erfolgreich. Mit einem Sieg gegen den Tabellendritten HSV Cottbus (3:0) und einer Niederlage gegen den Tabellenersten und Gastgeber VC Storkow 90 (0:3) holten sie drei Punkte und klettern auf Tabellenplatz 5.
Mit nur acht Spielerinnen fuhren die Red Cocks nach Tauche bei Storkow. Aufgrund von Problemen bei der Hallenbelegung und der Suche eines Ausweichtermins wurde der Spieltag in einer kleineren Halle nahe Storkow mit niedriger Decke ausgetragen.
Das erste Spiel bestritten die beiden Gastmannschaften gegeneinander. Da eine der beiden Frankfurter Mitte-Angreiferin sich schon beim Einschlagen verletzt hatte und nicht mehr spielfähig war, standen die Red Cocks ohne Auswechselspieler da. Katharina Feuerstein, die sonst über Außen angreift, spielte dafür über die Mitte.
Die Red Cocks starteten holprig ins Spiel, was ihren Gegnerinnen des HSV Cottbus eine kleine Führung einbrachte, die sie jedoch nicht lange halten konnten. Beim 8:8 zogen die Frankfurterinnen vorbei und bauten eine Führung auf, die sie bis Ende des Satzes (25:16) nicht wieder hergaben. Vor allem durch ihre Aufschläge setzten sie ihre Gegnerinnen unter Druck, denen die niedrige Hallendecke ein ums andere Mal zum Verhängnis wurde.
Auch die Sätze zwei (25:21) und drei (25:23) spielten die Red Cocks souverän. Von Anfang an konnten sie ihre Führung aufbauen und halten. Gegen Ende des dritten Satzes kamen die Spielerinnen aus Cottbus den Frankfurterinnen zwar noch einmal gefährlich nahe und schafften eine 21:19-Führung, konnten diese jedoch nicht halten und so entschieden die Red Cocks auch den dritten Satz und somit das ganze Spiel für sich.
Im zweiten Spiel trafen die Red Cocks auf den Tabellenersten und Gastgeber aus Storkow. Der erste Satz bereitete den Frankfurterinnen große Schwierigkeiten und der Favorit ging schnell in Führung. Die druckvollen Aufschläge ihrer Gegnerinnen ließen die Frankfurter Volleyballerinnen nicht ihr eigenes Spiel aufbauen und kaum ein Gegenangriff erfolgte. So mussten sie den ersten Satz mit 13:25 abgeben.
Der zweite Durchgang begann glücklicher für die Frankfurterinnen und sie gingen in eine 5:0-Führung. Ihre Angriffe kamen durch, sie brachten mehr Bewegung in ihr Spiel und die Spielzüge wurden flüssiger. Doch schon zum 6:6 erfolgte der Ausgleich und Storkow ging in Führung. Zwar hielten die Frankfurterinnen besser mit, dennoch sahen sie zum Ende des Satzes einem 16:23-Rückstand entgegen. Mit viel eisernem Willen und guten Aufschlägen gelang den Red Cocks der Ausgleich. Am Ende reichte es jedoch nicht (23:25).
Auch im dritten Satz zeigten die Frankfurterinnen ihr Können und hielten die Führung bis zum 10:7. Dann zog Storkow vorbei, konnte die Führung jedoch nicht groß ausbauen, da die Frankfurterinnen mit Katharina Feuerstein im Angriff über die Mitte und guten Abwehraktionen durch Libera Susanne Richter sich nicht geschlagen geben wollten. Bis zum 16:18 blieben sie nah dran, dann zog der Tabellenerste durch. Die Red Cocks konnten zwar noch ein paar Punkte holen, doch der Ausgleich und eine Führung waren nicht mehr möglich, sodass am Ende Satz (20:25) und Spiel (0:3) verloren wurden.
"Wir haben uns gut verkauft, dafür dass wir nur sieben Spielerinnen zur Verfügung hatten", zieht Kapitänin und Zuspielerin Verena Hoffmann ihr Fazit. "Wenn es auch an mancher Stelle gehapert hat, haben wir das erste Spiel gut über die Bühne gebracht. Und abgesehen vom ersten Satz hätte das Ergebnis gegen Storkow mit etwas mehr Glück auch anders lauten können."
Das dritte Spiel bestritten der VC Storkow und der HSV Cottbus gegeneinander. Nach einer deutlich 2:0-Führung für die Gastgeberinnen schien es, als wäre das Spiel schon entschieden. Doch nach einer Verletzung von Stammspielerin und Außenangreiferin Susanne Hübscher herrschte Verunsicherung auf der Seite der Tabellenersten, die daraufhin mit einer Spielerin der Landesklasse antraten. Die Cottbuserinnen sahen ihre Chance. Sie siegten überraschend mit 3:2.
Der nächste Spieltag in der Landesliga Süd findet für die Red Cocks am 24. März in Cottbus statt. Dort treffen sie auf den KSC Spremberg II und erneut auf die Gastgeberinnen vom HSV Cottbus. Beide Mannschaften liegen mit jeweils sechs Punkten Vorsprung in der Tabelle vor ihnen.