Weihnachtsmarkt Frankfurt (Oder) 2025
: Was Besucher bei Advent in St. Marien erwartet

Der Weihnachtsmarkt in St. Marien findet zum 25. Mal statt und ist längst zu einer Marke für Frankfurt (Oder) geworden. Was Besucher diesmal erwartet und wohin die Erlöse fließen.
Von
Thomas Gutke
Frankfurt (Oder)
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advent2: Frankfurt (Oder), 09.11.2023 - Adventsmarkt in St. Marien

Der Weihnachtsmarkt „Advent in St. Marien“ bezaubert die Besucher seit vielen Jahren mit seiner ganz besonderen Atmosphäre. Der erste Markttag steht kurz bevor.

Winfried Mausolf
  • Der Weihnachtsmarkt „Advent in St. Marien“ in Frankfurt (Oder) findet 2025 zum 25. Mal statt.
  • Termine: 6./7. Dezember sowie 13./14. Dezember, jeweils von 13 bis 19 Uhr geöffnet.
  • 15 neue Händler dabei, darunter viele aus Polen, insgesamt knapp 60 Stände.
  • Einnahmen des Markts fließen in die Restaurierung des Sakramentshauses der Marienkirche.
  • Der Eintritt beträgt 3 Euro, musikalisches Programm und Kunsthandwerk werden geboten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es ist ein beeindruckendes Jubiläum: Der Adventsmarkt in St. Marien in Frankfurt (Oder) erlebt in diesem Winter seine 25. Auflage. Eigentlich hätte das Jubiläum bereits 2023 gefeiert werden sollen. Denn die seinerzeit von Frankfurter Unternehmerinnen begründete Erfolgsgeschichte begann schon 1999 und fand seitdem Jahr für Jahr im Dezember ihre Fortsetzung – bis auf 2020 und 2021, als die Märkte wegen der Pandemie jeweils abgesagt werden mussten.

„Wir hatten schon etwas zu kämpfen, um den Markt wieder auf das Level von vor Corona zu bringen“, sagt Marktorganisator Michael Thieme von der Publishers Werbeagentur. 2023 habe es 43 Händler gegeben – in diesem Jahr seien es knapp 60. Ohnehin nie nachgelassen habe der Besucherstrom, berichtet Thieme. „Rund 9000 Besucher kommen eigentlich immer. Das freut uns wirklich sehr“, sagt er. „Advent in St. Marien“ sei inzwischen eine echte Frankfurter Marke.

Wie in jedem Jahr findet der Markt am zweiten und dritten Adventswochenende, also diesmal am 6. und 7. Dezember sowie am 13. und 14. Dezember statt. Das dürften dann jeweils auch wieder die besucherstärksten Tage auf dem angrenzenden städtischen Weihnachtsmarkt werden.

Geöffnet ist der monumentale und festlich beleuchtete Kirchenbau an allen vier Markttagen jeweils von 13 bis 19 Uhr. Zur Eröffnung am ersten Tag wartet um 13 Uhr Trompetenmusik. Musikalisch wird es auch an den beiden Adventssonntagen, 17 Uhr, mit Auftritten des Gospelchors. Wieder mit dabei ist außerdem der Leierkastenmann.

Advent in St. Marien in Frankfurt (Oder): 15 neue Händler dabei

Zwischen Glühwein, Crêpes und anderen Leckereien können Besucher an den Ständen der in der Marienkirche verteilten Kunsthandwerker und Händler nach besonderen Weihnachtsgeschenken für die Liebsten Ausschau halten. Der Händlermix ist groß, das Angebot reicht von Körben und Keramik über Mützen und Schals bis hin zu filigranem Kunsthandwerk. Gleich 15 Händler seien diesmal ganz neu mit dabei, sagt Michael Thieme, darunter auch viele aus Polen.

Der Eintritt kostet 3 Euro pro Person. Die Mehrerlöse aus dem Weihnachtsmarkt kommen dabei einmal mehr einem guten Zweck, nämlich der Marienkirche zu Gute. Das hat ebenfalls eine lange Tradition. Spendenzweck der ersten Initiative in den Anfangsjahren war das Ziffernblatt für die Uhr im Kirchturm. Später flossen die Erlöse als Spenden unter anderem in die große Tür am Nordportal, die Dauerausstellung in der Marienkirche sowie allgemein in Erhaltungsmaßnahmen.

Erlöse fließen in das Sakramentshaus von St. Marien

Jetzt geht es um das Sakramentshaus in der Nordkapelle, das restauriert werden soll. Vor wenigen Tagen übergab Michael Thieme einen Spendenscheck in Höhe von 5000 Euro an Sabine Wenzke, Leiterin des Kultureigenbetriebes der Stadt, sowie Henriette Brendler vom dazugehörigen Kulturbüro, das die Marienkirche betreibt. Bei der Spendensumme handelt es sich um die Markterlöse aus den Jahren 2023, 2024 sowie aus 2025 als Vorgriff.

Sabine Wenzke und Henriette Brendler vom städtischen Kultureigenbetrieb nehmen den Spendenscheck von Marktorganisator Michael Thieme entgegen. Bereits seit 1999 fließen Erlöse aus dem Weihnachtsmarkt in der Kirche in die Kirche.

Sabine Wenzke und Henriette Brendler vom städtischen Kultureigenbetrieb nehmen den Spendenscheck von Marktorganisator Michael Thieme entgegen. Bereits seit 1999 fließen Erlöse aus dem Weihnachtsmarkt in der Kirche in die Kirche.

Winfried Mausolf

Das Sakramentshaus befindet sich seit über 650 Jahren im 1367 fertiggestellten Nordportal der Marienkirche, diente als Aufbewahrungsort für Hostien und möglicherweise als Reliquienschrein. Kriegseinwirkungen und Umwelteinflüsse haben dem Sakramentshaus sehr zugesetzt. Deshalb sind nun Sicherungs- und Restaurierungsmaßnahmen geplant. Auch die dazugehörige, beschädigte Gittertür soll irgendwann wieder angebracht werden. Erster Schritt dorthin ist die durch Spenden ermöglichte Finanzierung eines Restaurierungsgutachtens.