Wiesn-Rummel: Frankfurter Kirmes-Gänger trotzen Regen beim Oktoberfest
Ein Riesenrad, Kinderkarussell, Losbuden und eine Riesenrutsche, dazu die mit Hall unterlegten Stimmen der Anheizer in ihren Kassenhäuschen. „Dabei sein, dabei sein, immer dabei sein“, tönte es über den Platz. Für Siegfried Pschowski in jedem Fall ein Gewinn, wie er sagte. Am Tag der Deutschen Einheit war in den Vorjahren wenig los in der Stadt. „Die Kirmes und auch das offenen Oktoberfestzelt bieten eine Alternative zu Berliner Festlichkeiten, ich bin wirklich positiv überrascht“.
Martin Schulz kam extra aus Seelow nach Frankfurt, um mit dem Enkelkind ein wenig Karussell zu fahren. „Am 1. Mai ist auch immer etwas los, also warum nicht auch am 3. Oktober“, fand er. „Schließlich soll der Tag der Einheit ja kein stiller leiser Feiertag sein, sondern ein Tag der Freude“. Auch er hatte kurz überlegt nach Berlin zu fahren, aber es wieder verworfen. Schreckte der Regen zuerst viele ab, kamen zum Nachmittag immer mehr Neugierige.
Leise war es in Frankfurt nicht unbedingt – wenn man das Oktoberfestzelt betreten hatte. Hier konnte man ausnahmsweise bei Tageslicht und ohne Eintrittskarte ein bisschen Wiesn-Luft schnuppern. Die bekannten Schlagerliedchen zum mitsingen, schallten über den Brunnenplatz. Dazu wurden einige Maß Bier von den Gästen gestemmt. Ingeburg Butsthalosky und Ursula Kählich haben sich allerdings nicht dem Gerstensaft verschrieben, sondern schwungen schon am Nachmittag das Tanzbein. „Wir wären ja auch Abends gern im Oktoberfestzelt dabei gewesen, aber es war so schnell ausverkauft, da hatten wir keine Chance mehr auf Karten“, sagten sie.
Tag der offenen Tür im Zelt
„Der Tag der offenen Tür ist eine schöne Möglichkeit auch mal in das Oktoberfestzelt reinzuschauen“, so Ingeburg Butsthalosky über den Zelt-Tag, den die Märkische Oderzeitung veranstaltete. Viele Frankfurter setzten sich gemütlich auf die Bierbänke, aßen eine Haxe oder tranken ein Bier. Noch bis Sonntag ist die Kirmes täglich von 12 bis 22 Uhr geöffnet.

