Wildpark Frankfurt (Oder): Jeder dritte Besucher ein Kind – darauf können sie sich freuen

Der Wildpark in Frankfurt (Oder) blickt auf ein paar Neuigkeiten im Jahr 2024 voraus.
René MatschkowiakDie Wichern Diakonie, insbesondere die Gronenfelder Werkstätten als Betreiber des Wildparks in Frankfurt (Oder), schauen auf ein erfolgreiches Jahr zurück. „Mehr als 62.000 Menschen haben uns in den vergangenen zwölf Monaten besucht“, freut sich Wildparkleiter Jochen Hanschel. Das sind 4000 mehr als im Vorjahr.
Wichtiger als dies sei jedoch, dass die Besucherzahlen seit vielen Jahren auf dem gleichen Niveau geblieben sind. Zwei Wochen mehr Sonne oder Regenwetter können viel ausmachen, so sein Fazit der vergangenen Jahre. Auch bei den Veranstaltungen wurde ein Besucherrekord gefeiert, und zwar beim Glühwürmchenfest im November. Etwa 1100 große, aber vor allem auch kleine Menschen waren an diesem Tag im Wildpark, erklärt Jochen Hanschel.

Die Hühner im Wildpark suchen Unterschlupf unter einer Bank, weil sie da noch scharren können.
René MatschkowiakDigitalisierung im Wildpark in Frankfurt (Oder)-Rosengarten
Ähnlich gut war „Musik im Wildpark“ in Zusammenarbeit mit der Musikschule besucht. Doch es hat sich auch gezeigt, dass der Wildpark etwas für alle Altersgruppen ist. Von den 62.000 Besuchern waren etwa jeder Dritte ein Kind und jeder Achte ein Senior. Der Wildpark ist aber nicht nur als Freizeiteinrichtung gefragt, sondern auch als Schulstätte. Insgesamt 1300 Kinder besuchten den besonderen Klassenraum in der Wildparkschule, der einen Einblick in die Natur ermöglicht.

Entspannung ist angesagt für die Hirschkuh. Auf dem Heu hat sie es sich gemütlich gemacht.
René MatschkowiakTrotz aller Erfolge gelte es natürlich, den Wildpark auch zukunftssicher zu machen. „Wir haben auch viele polnische Gäste, die es eher gewohnt sind, mit EC-Karte zu bezahlen“, so Jochen Hanschel. Deswegen wird es demnächst auch ein Terminal für diese Bezahlmöglichkeit geben.
Außerdem soll noch im Februar der Ticketkauf mit der App „Zoo2go“ starten. Über die App kann man mit dem Smartphone den Eintritt bezahlen und am Kassenhäuschen wird nur ein Code gescannt – so lautet der Plan. Zusätzlich soll über die App auch der Verkauf der Jahreskarten vereinfacht werden. Dann bekommt man nach der Bezahlung eine Plastikkarte, die man nur noch vorzeigen muss. Insgesamt schaut Jochen Hanschel nicht nur wegen der Veränderungen am Kassenhäuschen positiv in die Zukunft.
Wildpark Frankfurt (Oder): Nasenbären mögen Schnee nicht
In diesem Jahr steht als größtes Projekt der Bau eines neuen Schweinegeheges mit Schweinestall an. Das soll gegenüber dem Damwild entstehen. Ein Besuchermagnet sind weiterhin die Nasenbären, für die insgesamt 50 Frankfurter eine Tierpatenschaft abgeschlossen haben. „Der Nachwuchs, der im August recht überraschend geboren wurde, ist ganz schön aktiv“, sagt Jochen Hanschel lachend.
Derzeit haben die drei Racker wegen des Schnees wenig Lust, herauszugehen. „Im Haus sorgen sie aber für Betrieb und eigentlich ist nichts vor ihnen sicher“, sagt er. Weiteren Nachwuchs gibt es derzeit nicht, aber bald sind die Ziegen und Schafe wieder dran. Kleine und große Besucher können außerdem Meerschweinchen, Präriehunde, Waschbären, Esel, Hirsche, Lamas, Auerochsen und gefiederte Tiere im Wildpark besuchen.

Ausgediente Weihnachtsbäume sind eine beliebte Abwechslung im Januar. Die Tannennadeln sind wohl ziemlich lecker, sowohl für die Lamas als auch für die Ziegen. Dennoch braucht der Wildpark keine mehr, da sie nur eine kleine Leckerei für die Tiere sein sollen.
René MatschkowiakWildpark Frankfurt (Oder): Pony Klärchen gestorben
Traurig stimmt den Wildparkleiter allerdings, dass am 15. Januar Pony Klärchen überraschend gestorben ist. Der Tierarzt hat noch versucht, dem Tier zu helfen, konnte jedoch nichts mehr tun. Das andere Pferd steht nun allein im Gehege, was sicherlich für das Tier nicht einfach ist. Schließlich waren beide viele Jahre zusammen. „Wir versuchen natürlich, so schnell wie möglich ein neues Pony zu finden, das bei uns glücklich werden kann“, so der Tierexperte.
Bei den Veranstaltungen in diesem Jahr ragt neben dem Frühschoppen zum Herrentag, dem Glühwürmchenfest, dem Kinderfest und weiteren Festen, besonders das Konzert mit Tearpark am 15. Juni heraus. Tearpark ist sozusagen die kleine Version der Band Murmeltears und das sorgt schon jetzt für Nachfrage. Karten soll es im Laufe des Februars zu kaufen geben. Noch bis 31. März ist der Wildpark täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Danach gilt wieder die Sommeröffnungszeit bis 18 Uhr.

