Einen großen Bogen durch 750 Jahre Stadtgeschichte spannen, das war vor zehn Jahren die Idee der Sängerinnen und Sänger des Kammerchors Fürstenwalde. Nach coronabedingten Ausfällen wollen sie nun in diesem Jahr den Kreis schließen und laden zu einem Abend über die Baugeschichte der Domstadt ein.
Mit dem zehnten und damit letzten Konzert in seiner Reihe „Geschichte, Gedichte, Gesang“ beschließt der „Geschwister-Scholl-Kammerchor“ Fürstenwalde am 13. November seine Programme, die 2012 mit einem Abend zur Stadtgeschichte begonnen hatten. Damals waren die Sänger um Chorleiter Rudolf Tiersch als erste einem Aufruf der Stadtverwaltung gefolgt und hatten ihren Beitrag zum 750. Geburtstag Fürstenwaldes langfristig entwickelt, wie sich Kammerchor-Mitglied Hans Hellmuth erinnert.
In diesem Jahr 2022 geht es, wieder im Dom St. Marien, um bauliche Veränderungen von der Romantik bis hin in die Ära von „Glas, Stahl, Beton“, wie es auf der begleitenden Broschüre heißt.

Begleitbroschüre zur Veranstaltung ist zugleich Programmheft

In dem Heftchen werden auf 15 Seiten Erinnerungen an alte Zeiten wach. So gibt es unter anderem eine Zeichnung über eine mögliche erste Kirche von Fürstenwalde sowie eine ganze Reihe von alten Fotos und Texten. Das Druckerzeugnis ist als Programmheft erneut in den Eintrittspreis von 5 Euro inkludiert. Diese Gebühr, das unterstreicht Hans Hellmuth, ist „unverändert seit 2012“, als die Reihe startete.
Sakramentenhaus und Altar im Dom St. Marien in Fürstenwalde, wo der Kammerchor Fürstenwalde in seinem Programm auch über den Wiederaufbau des Gotteshauses erzählen wird.
Sakramentenhaus und Altar im Dom St. Marien in Fürstenwalde, wo der Kammerchor Fürstenwalde in seinem Programm auch über den Wiederaufbau des Gotteshauses erzählen wird.
© Foto: Kerstin Schreiber
Ab 17 Uhr werden am 13. November unter anderem wieder Guido Strohfeldt vom Städtischen Museum und Martin Haupt, Pfarrer i.R., durch das Programm führen. Petra Kobalz, Leiterin der Dombauhütte, die ehemalige Stadtentwicklerin Anne Fellner und Alex Ilenko am Klavier und Schüler der Europaschule, Oberstufenzentrum Palmnicken wirken ebenso mit.
Konzertreihe im Dom Bildung im Wandel der Zeiten

Fürstenwalde

Erinnerungen an Bauherren aus Fürstenwalde

Das Programm wird einen Bogen von den „armen Ritterleut“ über die Pintschzeit bis hin zur Wiedereröffnung des Domes St. Marien spannen. Gewürdigt werden unter anderem Landeshauptmann Friedrich von Lochen, der Erbauer einer ersten Burg in Fürstenwalde, der einstige Lebuser Bischof Dietrich von Bülow als Bauherr des Alten Rathauses und der ehemalige Superindentend sowie Fürstenwalder Ehrenbürger Günter Kuhn, der sich für den Wiederaufbau des Domes stark machte.
Der Dom St. Marien in Fürstenwalde, dessen Bau und Wiederaufbau thematisiert der Kammerchor Fürstenwalde in seinem zehnten und letzten Kapital der Reihe "Geschichten, Gedichte, Gesang" anlässlich der 750-Jahr-Feier vor Domstadt.
Der Dom St. Marien in Fürstenwalde, dessen Bau und Wiederaufbau thematisiert der Kammerchor Fürstenwalde in seinem zehnten und letzten Kapital der Reihe „Geschichten, Gedichte, Gesang“ anlässlich der 750-Jahr-Feier vor Domstadt.
© Foto: Kerstin Schreiber
In den Jahren zuvor standen in der Veranstaltungsreihe die Entwicklung des Handwerkes, das Sozial- und Bildungswesen, Industriegeschichte und der Sport im Mittelpunkt einer jeweiligen Mischung von Liedern, Erläuterungen und historischen Texten.
Der Kartenverkauf in den Tourismusbüros von Fürstenwalde und Bad Saarow, im Museum und im Friseursalon von Peggy Wulff hat bereits begonnen.