Badesaison: Auszeit am Seeufer – an den Badestränden um Fürstenwalde geht es sehr ruhig zu
„Er lässt sich wohl noch ein bisschen Zeit“, so die bald zweifache Mutter. Diese Zeit nutzt die kleine Familie aus Alt-Buchhorst, um bei frühlingshaftem Wetter und beinahe sommerlichen Temperaturen am Sandstrand zu spielen. „Jetzt, wo die ganzen Spielplätze gesperrt sind, ist das ein super Buddelkasten-Ersatz“, so Marina Ziegler. Ins Wasser haben sich die beiden derweil noch nicht getraut. „Da sind wir etwas empfindlich. Das ist uns noch zu kalt.“
Wakeboard-Park ist geschlossen
Etwas abgehärteter ist da schon Jürgen Friedrich. „Das Wasser hier ist herrlich“, sagt er am Strand des Petersdorfer Sees sitzend. „Hier ist es nicht so kalt wie in Trebus.“ Der Wakeboard-Park an der gegenüberliegenden Seeseite hat derzeit geschlossen. „Im Dorf ist man über diese Anlage geteilter Meinung“, sagt Friedrich. Wenn es dort voll sei, herrsche immer Trubel. „Jetzt ist es schön ruhig.“ Ein Stückchen entfernt sitzt Ines Döring. Nach einer Radtour genießt sie ebenfalls die Ruhe. „Sonst ist hier immer mehr los.“
Ob an der Spree, dem Peetz- oder Petersdorfer See – das gute Wetter lockt überall bereits einige Badegäste an die vielen Badestellen in der Region. Aufgrund der Corona-Krise sind es derzeit aber deutlich weniger als üblich. Auch deshalb wurde der Beginn der Badesaison in diesem Jahr auf den 13. Juli verschoben. Über besonders viel Platz freuen sich derweil Maja und Sophia.
Die beiden 13-Jährigen baden im Scharmützelsee am ehemaligen Neptunbad in Bad Saarow. „Wir kommen öfter hierher“, erzählen sie. Viel los sei auf der Liegewiese nie. Auch jetzt ist nur ein weiteres Pärchen hier, dessen schwarzer Labrador sich bereits zu den beiden Mädchen ins Wasser begeben hat und ausgiebig mit ihnen tobt.
Einige Badegäste lassen sich vom Verbotsschild nicht aufhalten
Aufgrund der Corona-Krise bieten viele Badestellen nur eingeschränkte Möglichkeiten. So sind die Spielplätze und Klettergerüste an den Spreeufern in Hangelsberg und Berkenbrück gesperrt, auch die Betreiber der Imbiss- und Gastronomie-Angebote lassen mancherorts ihr Geschäft ruhen, einige bieten Snacks zum Mitnehmen an.
Teilweise sind die Liegebereiche, wie im Strandbad Erkner am Dämeritzsee und an der Badestelle am Kletterwald am Werlsee, sogar komplett gesperrt. Am Letzterem lassen sich dennoch einige Badegäste nicht vom Verbotsschild aufhalten. „Ich finde das übertrieben“, sagt Heidi Zöllmer. Sie und ihr Mann Bernd sind gerne am Werlsee. „Der Strand ist groß genug, um sich auszuweichen.“
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