Bürgerbudget Fürstenwalde: 24 Vorschläge stehen zur Wahl – so kann man mitmachen

Beliebt speziell bei Familien: Der Heimattiergarten in Fürstenwalde am Stadtpark lockt ganzjährig mit Vögeln, Wild- und Raubtieren, Streichelzoo und süßen Zwergottern. Nun erhofft sich die Einrichtung über das Bürgerbudget die Neugestaltung des Eingangsbereichs. Die Abstimmung dazu startet schon bald.
Cornelia Link-Adam- Fürstenwalde: 24 Vorschläge für das Bürgerbudget 2026 stehen zur Abstimmung.
- 80.000 Euro jährlich für Bürgerideen – Projekte wie Wege, Schulen und Vereine im Fokus.
- Abstimmung am 28. September im Alten Rathaus, Vorab-Voting an vier Terminen möglich.
- Vorschläge u. a. Heimattiergarten, Verkehrsprojekte, Ballfangnetz, Sommer-Kino.
- Jeder ab 14 Jahren hat 5 Stimmen – Ergebnis wird direkt nach Auszählung bekannt gegeben.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ob Sportutensilien, Ertüchtigung von Wegen und Straßen oder Projekte an Schulen: Seit zehn Jahren können die Fürstenwalder im Rahmen des Bürgerbudgets ihre Ideen einreichen. Die Stadt vergibt jährlich 80.000 Euro für Vorhaben, die von Bürgern, Vereinen oder anderen Interessengruppen vorgeschlagen werden. Im vergangenen Jahr schafften es 41 Projekte in die Auswahl, wovon sechs Projekte realisiert werden konnten.
In diesem Jahr sind es 24 Vorschläge, die zur Abstimmung gestellt werden. Sechs mussten vom Finanzausschuss abgelehnt werden, weil sie nicht den Richtlinien entsprachen. Stattfinden wird das Votum zum Bürgerbudget 2026 am 28. September im Zuge des Erntefestes. „Wir sind als Stadt seit Jahren eng damit verbunden und sehen uns als gleichwertige Partner“, betont Jens Mörsel. Er ist in der Stadtverwaltung Fürstenwalde für das Bürgerbudget verantwortlich.
Straßen und Wege spielen wieder große Rolle
Viele dabei drehen sich rund um den Verkehr in der Domstadt: So gibt es den Vorschlag für mehr öffentliche Sitzmöbel (15.000 Euro). Eingereicht wurden aber auch die Idee fürs gleiche Geld, den Weg zum Hauptfriedhof instand zu setzen oder den Fuß- und Radweg in der Karl-Liebknecht-Straße zu verbreitern (5000 Euro).

Gab Hinweise und Tipps: Jens Mörsel von der Stadtverwaltung, erklärte am Mittwoch, 10. September, das Prozedere zur Abstimmung beim Bürgerbudget.
Cornelia Link-AdamWeitere Vorhaben: den Fuß- und Radweg in der Trebuser Straße mit Malerarbeiten ertüchtigen (5000 Euro), Bremsschwellen für die Roteichenstraße (3000 Euro), Verkehrsberuhigung der Emma-Reich-Straße (3000 Euro), die Reparatur des Gehwegs in der Lindenstraße auf Höhe Hausnummer 25 (15.000 Euro). Dazu gibt es auf der Vorschlagsliste auch den Wunsch nach einem artenreichen Grünstreifen in der Trebuser Straße (7000 Euro).
Das steht an Projekten für den Nachwuchs zur Auswahl
Auch für Vereine und Schulen gibt es Vorschläge: Gelistet ist der Wunsch nach automatischen Defibrillatoren in Sportstätten (15.000 Euro) ebenso wie ein mobiles Planetarium (Projekt an der Goßmann-Grundschule für 6500 Euro) und Kartonwaben für die Sigmund-Jähn-Grundschule (15.000 Euro).
Ein Ballfangnetz für die Nachwuchs-Arena im Friesenstadion ist zum gleichen Preis ebenso in der Vorschlagsliste. Der bei Familien beliebte Heimattiergarten ist, wie jedes Jahr, zur Abstimmung beim Bürgerbudget wieder dabei – dieses Mal geht es um die Neugestaltung des Eingangsbereichs (15000 Euro). Tablets zur Förderung von Kindern wünscht sich die Lebenshilfe Oder-Spree (4800 Euro).
Taxigutscheine, Kino am Jagdschloss oder Treff in Tourist-Info
Für jeweils 15.000 Euro sollen laut Liste ein Fürstenwalder Bürgergarten entstehen und die Tafel Fürstenwalde unterstützt werden. Für die Allgemeinheit nutzbar wären Taxigutscheine für Nachtschwärmer (15.000 Euro) sowie zum gleichen Preis auch kostenfreies Sommer-Open-Air-Kino am Jagdschloss. Außerdem soll am Wassersportzentrum an der Spree ein Unterstand für Wasserwanderer gebaut werden (5500 Euro) und hätte der Ortsteil Trebus gern einen mobilen Toilettenwagen für ihr Vereinsheim (11.990 Euro).
Ein Werbegraffiti für die Feuerwehr (7000 Euro) ist ebenso gelistet wie die Errichtung eines Boule- und Pétanque-Platzes im Stadtpark (15.000 Euro). Die Tourist-Information will Stadtführungen mit Kulinarik verbinden und bei sich einen Begegnungsort „Zeit & Region“ einrichten (14.000 Euro). Und das Erntefest 2026 steht mit 15.000 Euro ebenfalls auf der Vorschlagsliste, damit es nächstes Jahr weiter stattfinden kann.
Jeder Fürstenwalder ab 14 Jahren hat die Wahl – und 5 Stimmen
Die Summe der 24 Vorschläge hat ein Volumen von 267.790 Euro. Allerdings können übers Bürgerbudget nur 80.000 Euro ausgegeben werden. Welche Projekte das sind, das entscheiden die Bürger. Am 28. September ist Abstimmung von 10 bis 18 Uhr im Foyer des Alten Rathauses, erklärte Jens Mörsel. Jeder Fürstenwalder ab 14 Jahren kann abstimmen. Er erhält fünf Stimmkarten. Um 18 Uhr wird ausgezählt, das Ergebnis bekannt gegeben.
Wer am 28. September keine Zeit hat, kann alternativ auch schon vorab abstimmen. Dies ist möglich bereits am Sonntag, 14. September, beim Samariterfest (11.30-14.30 Uhr), am Donnerstag, 18. September, im Südclub (14-18 Uhr), am Dienstag, 23. September, im Jugendclub Nord (14-18 Uhr) sowie am Mittwoch, 24. September, im Alten Rathaus (14-18 Uhr). Die Stimmen fließen am 28. September bei der Auszählung ein.


