Bürgermeisterwahl Fürstenwalde 2026
: Ferien als Problem — wann gewählt wird

Die erste Amtszeit von Fürstenwaldes Bürgermeister Matthias Rudolph geht dem Ende entgegen. Jetzt ist klar, wann die Einwohner wieder an die Wahlurne dürfen.
Von
Joachim Eggers
Fürstenwalde
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Bundestagswahl 2025 in Fürstenwalde: Wahlleiterin Dajana Runge freut sich bei dieser Wahl über außergewöhnlich viele neue Wahlhelfer.

Sie muss die Bürgermeisterwahl 2026 in Fürstenwalde managen: Wahlleiterin Dajana Runge im Rathaus, hier vor der Bundestagswahl.

Angela Boll
  • Bürgermeisterwahl Fürstenwalde 2026: Amtszeit von Matthias Rudolph endet am 5. Mai.
  • Wahltermine: Stadtverordnetenversammlung entscheidet auf 12. und 26. April.
  • Osterferien und fehlende Infrastruktur in Wahllokalen beeinflussten Terminwahl.
  • Stichwahl nötig, falls kein Kandidat absolute Mehrheit und 15 % der Wahlberechtigten erreicht.
  • Mathias Papendieck (SPD) tritt gegen Amtsinhaber Rudolph (BFZ) an.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit Ablauf des 5. Mai 2026 endet in Fürstenwalde die erste Amtszeit von Bürgermeister Matthias Rudolph (BFZ). Dass er sich um eine zweite Amtszeit bewirbt, steht ebenso fest wie ein Gegenkandidat, Mathias Papendieck (SPD). Aber wann wird eigentlich gewählt?

Dazu hat die Stadtverordnetenversammlung (SVV) jetzt eine Entscheidung gefällt. Zu entscheiden ist da mehr, als mancher denkt. Das Brandenburger Kommunalwahlgesetz legt nur fest, dass in den letzten fünf Monaten der Amtszeit gewählt werden soll — zwischen Dezember 2025 und April 2026 wäre alles möglich. Allerdings gibt es eine Reihe von Fristen, die eingehalten werden müssen. Außerdem muss eine mögliche Stichwahl bedacht werden.

Zu der kommt es, wenn in der ersten Runde keine Bewerberin oder kein Bewerber die absolute Mehrheit der gültigen Stimmen erreicht. Zweite Bedingung für einen Erfolg im ersten Rutsch ist, dass diese Mehrheit 15 Prozent der Wahlberechtigten umfasst. Laut Gesetz kann die Stichwahl zwei bis fünf Wochen nach dem ersten Wahlgang stattfinden. Üblich ist aber, dass nach zwei Wochen unter den beiden Erstplatzierten erneut abgestimmt wird.

Unter diesen Bedingungen hat Wahlleiterin Dajana Runge, verantwortlich für Organisation und Durchführung, drei Terminpaare für Erst- und mögliche Stichwahl vorgeschlagen: 8. und 22. März; 15. und 29. März; sowie 12. und 26. April. Ihre eigene Vorzugsvariante: 15. und 29. März.

Die Fraktion des BFZ machte sich für die späteren Termine stark. Ein wichtiges Argument sind die Osterferien, die am 30. März beginnen und am 12. April enden. Damit wäre in der Wahlleiter-Variante der Stichwahl-Termin faktisch schon in den Ferien, in der BFZ-Variante würde die erste Runde auf den letzten Tag der Ferien (12. April) fallen. Da seien die meisten Familien wieder zurück, sagte Kai Hamacher vom BFZ.

Er machte auch einen anderen Punkt gegen die früheren Termine geltend. Da bereiten womöglich die Wahllokale in der Rauenschen Ziegelei und im Heideland Probleme, weil es dort weder Toilette noch Warmwasser gibt. Beide Lokale sind nicht im Eigentum der Stadt, sodass Abhilfe zwar denkbar, aber nicht ganz leicht zu organisieren ist, wie Runge erläuterte.

Bürgermeisterwahl Fürstenwalde 2026: So viel die Abstimmung zum Wahltag aus

Unterm Strich setzte sich der BFZ-Änderungsantrag durch, mit 17 Ja-Stimmen aus den Fraktionen von BFZ und AfD, gegen 11 Nein und zwei Enthaltungen. Auch Rudolph stimmte mit. Der SVV-Vorsitzende Christian Altmann (BFZ) sagte, er habe sich zur Frage von Rudolphs Befangenheit mit dessen Vize Norbert Hein auseinandergesetzt. Rudolph wäre nur befangen, „wenn er Alters- oder Versorgungsgrenzen durch den Termin verändern würde“, so Altmann unter Berufung auf eine Regelung aus Sachsen, die eindeutig sei. In Brandenburg gebe es dazu wenig Informationen.