Bürgermeisterwahl Fürstenwalde 2026: Warum es jetzt fünf neue Wahlberechtigte gibt

In Fürstenwalde steht die Stichwahl zwischen Matthias Rudolph und Mathias Papendieck an. Eine Bezeichnung auf dem Stimmzettel wirft Fragen. (Archivfoto)
Joachim EggersRudolph oder Papendieck, wer wird Bürgermeister von Fürstenwalde? Am Sonntag sind die Fürstenwalder zur Stichwahl aufgerufen. Die Stimmzettel sind gedruckt. Bei Amtsinhaber Matthias Rudolph steht als Berufsbezeichnung „Bürgermeister“. Das ist zulässig, auch wenn Bürgermeister kein erlernter Beruf ist.
Die einschlägige Norm schreibt vor, den Beruf oder die ausgeübte Tätigkeit zu benennen, erläuterte Wahlleiterin Dajana Runge im Wahlausschuss. Mathias Papendieck steht mit seiner Berufsbezeichnung Projektmanager auf dem Stimmzettel. Die Bezeichnungen entsprechen den Vorschlägen der Bewerber und sind vom Wahlausschuss Anfang des Jahres zugelassen worden.
Die Wahlbenachrichtigung ist nicht erforderlich, um wählen zu gehen. Zwar haben beim ersten Wahlgang Helfende den Bürgern ihre Benachrichtigung nicht wieder zurückgegeben, wenn diese sie im Wahllokal vorgezeigt haben, wie Runge im Wahlausschuss berichtete. Aber es genügt ein Personalausweis oder ein anderes Personaldokument mit Lichtbild wie Führerschein oder Reisepass, um an der Stichwahl teilzunehmen.
Die Wahllokale sind die gleichen wie beim ersten Wahlgang. Wer per Brief abstimmen möchte, kann dies noch bis Freitag, 24. April, 18 Uhr, beantragen. Allerdings werden seit Montag (20. April) keine Unterlagen mehr mit der Post versandt. Briefwahlunterlagen müssen also aus dem Bürgerbüro abgeholt werden.
Wer sich bis Freitag, 18 Uhr, in Fürstenwalde anmeldet, darf wählen
Die exakte Zahl der Wahlberechtigten wird mit Fertigstellung des Wählerverzeichnisses am Freitag (24. April), um 18 Uhr, festgestellt. Die Zahl kann sich täglich ändern, durch Sterbefälle, Wegzug oder Zuzug. Wer sich bis Freitag, um 18 Uhr, mit Hauptwohnsitz in Fürstenwalde anmeldet, wird informiert, wo sie oder er zur Abstimmung hingehen muss. Vorigen Freitag (17.4.) lag die Zahl der Wahlberechtigten bei 25.777.
Es gibt exakt fünf Menschen in Fürstenwalde, die bei der Stichwahl mitentscheiden dürfen, aber zur Hauptwahl nicht zugelassen waren, wie Dajana Runge erläutert. Diese fünf Personen haben zwischen den beiden Terminen das 16. Lebensjahr erreicht.
Wahlhelfende als Verstärkung oder Ersatz für etwaige Krankmeldungen sind immer noch willkommen, sagt Dajana Runge. Wer helfen will, kann sich unter Tel. 03361 557-185 melden oder per Mail an wahlen@fuerstenwalde-spree.de.
Es winkt ein Erfrischungsgeld von 60 Euro. Der Dienst wird in zwei Schichten geteilt, eine Frühschicht von 7.30 bis 12.30 Uhr und eine Spätschicht ab 12.30 Uhr. Wer eine Frühschicht übernimmt, ist aber aufgefordert, kurz vor 18 Uhr erneut zu erscheinen, um bei der Auszählung mitzuwirken, so Runge.
Bürgermeister wird, wer in der Stichwahl zwei Hürden nimmt: Er muss mehr Stimmen auf sich vereinigen als der Gegenkandidat, und diese Mehrheit muss das Quorum erfüllen, sie muss 15 Prozent der Wahlberechtigten ausmachen. Deren genaue Zahl ist, siehe oben, offen, ungefähr wird das Quorum bei 3850 Stimmen liegen.


