Corona: Rodelbahn Petersdorf pocht auf Wiedereröffnung

Vorbereitung für den Start: Auch das Storkower Irrlandia hadert ebenso wie die Rodelbahn Petersdorf mit dem Landkreis. Irrlandia-Mitarbeiter Stephan Rieger bringt am Höhenlabyrinth eine Fahne an.
Bernhard SchwieteDie Corona–Krise und die Eindämmungsverordnung bringen mit sich, dass es auch zu kuriosen Diskussionen und Wortklaubereien kommt. Beispiele sind die Rodelbahn Scharmützelbob in Petersdorf bei Bad Saarow und das Irrlandia in Storkow. Nach Ansicht des Landratsamtes müssen beide Einrichtungen noch geschlossen bleiben. Die Betreiber sehen das anders. Die Rodelbahn ist ab heute wieder geöffnet, kündigt Geschäftsführer Fred Walter an. Das Irrlandia will ab dem Feiertag nächsten Donnerstag Besucher einlassen, so der Plan von Geschäftsführer Matthias Beier.
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Kreissprecher Mario Behnke nennt Paragraf 7 der aktuellen Verordnung des Landes als Grundlage für die Sichtweise der Behörde. „Für den Publikumsverkehr zu schließen sind ... Kinos, Theater, Konzerthäuser, Jahrmärkte, Freizeitparks sowie Einrichtungen, die Freizeitaktivitäten anbieten und ähnliche Einrichtungen“, heiße es darin. Der Rodelbahn und dem Irrlandia habe man dies entsprechend mitgeteilt. Rodelbahn–Chef Walter sieht die Sache aber anders und lässt nur den benachbarten Indoor–Spielplatz geschlossen. „Wir sind eine Sportanlage“, sagt er. So sei man auch laut Tüv eingestuft. Im Vergleich zu einem Kletterpark, der wieder öffnen darf, gebe es keinen Unterschied. Der Einweiser an den Schlitten trage eine Maske und Handschuhe, auch Gäste müssten bei der Einweisung eine Maske tragen. Für einen Euro biete er diese zum Kauf an. Es dürfe immer nur ein Gast auf die Toilette. Auf der Bahn seien die Menschen in den Schlitten ohnehin mit Abstand unterwegs. Wer zu zweit rodele, komme aus einem Haushalt.
Dass es im Irrlandia, das eigentlich am Sonnabend Saisoneröffnung feiern wollte, erst am Donnerstag losgeht, liegt laut Beier an den speziellen Vorbereitungen, die in der Corona–Zeit nötig sind. Eintrittskarten werden online verkauft, die Besucherzahl wird auf 999 pro Tag begrenzt. „Wir sind kein Freizeitpark, sondern ein Spielplatz“, sagt Beier. Außerdem verweist er auf den Freizeitpark Wendisch Rietz, der bereits seit vergangenem Wochenende wieder geöffnet ist, obwohl er die Bezeichnung „Freizeitpark“ sogar im Namen trägt.
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