Einkaufen in Fürstenwalde
: Wo „Open Streets“ das nächste Mal stattfinden könnte

Open-Street-Veranstaltung in Fürstenwalde kämpft mit Regenschauern. Die Ehrenfried-Jopp-Straße ist dennoch belebt und die Begeisterung führt direkt zu neuen Ideen.
Von
Michel Nowak
Fürstenwalde
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Austausch im Regen: Die Fürstenwalder Lebensmut-Gesellschaft beteiligt sich an der Open-Streets-Aktion. Am Stand Tim Petke, Besucherin Sabine Schulze, Geschäftsführerin Sabine Frank und Organisatorin Lisa Marrold-Schwember (v.l.).

Austausch im Regen: Die Fürstenwalder Lebensmut-Gesellschaft beteiligt sich an der Open-Streets-Aktion. Am Stand Tim Petke, Besucherin Sabine Schulze, Geschäftsführerin Sabine Frank und Organisatorin Lisa Marrold-Schwember (v.l.).

Michel Nowak

Eigentlich sind die Voraussetzungen für eine gelungene dritte Auflage der „Open Streets“-Veranstaltung in Fürstenwalde hervorragend. Für das Straßenfest ist die Ehrenfried-Jopp-Straße nahe der Bahnlinie pünktlich ab 9 Uhr gesperrt. Rund 20 Aussteller und 50 Mitwirkende haben sich angemeldet – alles ist vorbereitet. Doch dann gibt es ein unvorhergesehenes Problem.

Kurz vor Beginn beginnt es nämlich ausgiebig zu regnen. Einige Stände werden gar nicht erst aufgebaut, weniger Besucher als erwartet erscheinen. Letztlich findet eine deutlich kleinere „Open Streets“-Version als noch im vergangenen Jahr in der Domstraße und der Eisenbahnstraße statt. Unterschiedliche Angebote gibt es dennoch: „Wir halten durch“, sagt Sabine Frank, Geschäftsführerin der Fürstenwalder Lebensmut-Gesellschaft, „das ist doch eine tolle Aktion, um sich mal auszutauschen.“

„Open Streets“ in Fürstenwalde: Bingo ist der Renner

Ellen Diekow vom Jobcenter und Luisa Brunotte von der Handwerkskammer stehen als Ansprechpartnerinnen für arbeitslose Menschen zur Verfügung. Und auch das Glücksrad bei den „United Dancers“ nebenan dreht sich. „Wir wollen hier vor allem Erwachsene animieren, zu uns zum Tanzen zu kommen“, so Anita Schybek vom Vorstand des Vereins.

Der eigentliche Renner in der Regenphase ist aber das Bingo unterm Pavillondach am Stand des AWO-Familienzentrums. Runde um Runde spielt Carsten Rowald, der Chef des AWO-Mehrgenerationenhauses, mit den Gästen. Für die Gewinner haben vor allem die hier ansässigen, ebenfalls am Straßenfest beteiligten Handelsketten JYSK und Möbel BOSS kleine Preise zur Verfügung gestellt.

Straßenfest in Fürstenwalde: Öffentliche Räume erlebbar machen

Auch Heidrun Wolle probiert sich aus. „Ich habe mir schon die ‚Open Streets‘-Aktion in der Eisenbahnstraße angesehen“, sagt sie, „und finde es sehr gut, so was auch mal in Fürstenwalde-Nord zu machen.“ Und Besucherin Sabine Schulze zeigt sich von den Ständen angetan: „Das hier ist eine sehr gute Idee.“ Mit-Organisatorin Lisa Marrold-Schwember ist dennoch nur teilweise zufrieden. Zu sehr hat der Regen das „Open Streets“-Projekt diesmal beeinträchtigt.

„Wir wollen ja damit öffentliche Räume erlebbar machen, für viele Leute. Mit Vereinen, Menschen, Einzelhändlern – allem, was dazu gehört“, sagt sie. Die sonst von Autos stark frequentierte, als wenig attraktiv geltende Ehrenfried-Jopp-Straße sei dafür eine gute Adresse. Mit der Stadtverwaltung aber, auch Mitstreiterin wie beispielsweise Bianca Leps – sie ist gleichzeitig Möbel BOSS-Mitarbeiterin und engagiert beim teilnehmenden Feuerwehrverein – habe es auch eine gute Zusammenarbeit gegeben. Gegen Ende dieser dritten „Open Streets“-Aktion zeigt sich dann, wie eine Art Hoffnungsschimmer, sogar zaghaft die Sonne. Lisa Marrold-Schwember sieht es durchaus als möglich an, dass es weitere Auflagen in Fürstenwalder Straßen geben wird. Dann allerdings bei hoffentlich weniger Regen.