Einschulung
: 1015 Kita-Kinder im Kreis Oder-Spree müssen zum Test

Die Schuluntersuchungen laufen auf Hochtouren. Das Gesundheitsamt muss in Erkner und Fürstenwalde künftige Erstklässler prüfen.
Von
Bettina Winkler
Fürstenwalde/Erkner
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  • Gegenstände erkennen: Dr. Ricardo Saldana-Handreck, Amtsleiter des Gesundheitsamts des Landkreises, testet in Fürstenwalde bei der fünfjährigen Emma die Schultauglichkeit. Mutter Franziska Schlicht sitzt im Hintergrund.

    Gegenstände erkennen: Dr. Ricardo Saldana-Handreck, Amtsleiter des Gesundheitsamts des Landkreises, testet in Fürstenwalde bei der fünfjährigen Emma die Schultauglichkeit. Mutter Franziska Schlicht sitzt im Hintergrund.

    Bettina Winkler
  • Das Team in Erkner: Ärztin Annique Bornemann, Stefanie Oßwald, und Annette Krüger-Hinze (v.l.) lassen die Kinder unter anderem Formen benennen.

    Das Team in Erkner: Ärztin Annique Bornemann, Stefanie Oßwald, und Annette Krüger-Hinze (v.l.) lassen die Kinder unter anderem Formen benennen.

    Kerstin Ewald
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Lächeln und nette Worte

Wegen Personalmangels hat der Amtsleiter die Schuluntersuchungen am Donnerstag in Fürstenwalde selbst übernommen. Der Mediziner empfängt die künftigen Erstklässler mit einem Lächeln und netten Worten. Den weißen Kittel hat er bewusst zu Hause gelassen. „Das würde die ohnehin aufgeregten Kinder nur abschrecken“, sagt Saldana-Handreck. Geprüft werden bei den Schulanwärtern Seh- und Hörvermögen, Konzentration, Feinmotorik, visuelle Wahrnehmung, Sprache und logisches Denken. Es folgen eine medizinische Untersuchung und die Impfpass-Kontrolle. Die größten Auffälligkeiten gibt es laut Saldana-Handreck bei der Sprache und im psychisch-sozialen Bereich. Aber auch fehlende Impfungen werden oft bemängelt.

Auch in der Außenstelle der Kreisverwaltung in Erkner laufen seit Oktober die Schuluntersuchungen. 460 Kinder müssen dort bis April mitmachen. Sie kommen aus Erkner, Woltersdorf, Hangelsberg, Schöneiche, Kienbaum, Grünheide, Gosen-Neu-Zittau, Kagel und Freienbrink. Der sechsjährige Christian aus Woltersdorf möchte vielleicht einmal Wissenschaftler werden. Noch steht er am Anfang der Karriere, doch mit Tieren kennt er sich schon recht gut aus. „Das Schnabeltier ist giftig“, sagt Christian, der mit seiner Mutter im Flur wartet. Der mit den Sprachen Deutsch und Slowakisch aufwachsende Junge ist mit seiner Mutter schon zum zweiten Mal hier. Im letzten Jahr hatten Eltern und Jugendärztlicher Dienst gemeinsam beschlossen, dass er noch ein Jahr in die Kita gehen darf. Zweisprachige Kinder seien am Anfang manchmal langsamer in der Sprachentwicklung, das gleiche sich aber später aus.

„Eltern sollen die Kinder nicht vergleichen“, sagt Ärztin Annique Bornemann. Es sei normal, dass Fähigkeiten in dem Alter noch unterschiedlich ausgeprägt seien. Ärztin Bornemann führt gemeinsam mit dem Team des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes in Erkner die Schuluntersuchungen durch. Sehtest, Hörtest, Fein- und Grobmotorik, Mengenverständnis – wichtig sind zudem sozial-emotionale Fähigkeiten, wesentlich ist auch die Konzentrationsfähigkeit. Insgesamt zwölf Tests sollen die Kinder mitmachen.