Einzelhandel
: Schlussverkauf ohne Gedrängel

Bei den Händler in Fürstenwalde läuft der Winterschlussverkauf. Doch Gedränge blieb bislang aus.
Von
Bettina Winkler
Fürstenwalde
Jetzt in der App anhören
  • Winterkleidung zum Schnäppchenpreis: Verkäuferin Veronika Winkler und Azubi Mandy Hagge beraten Andrea Hoyer und Renate Rudat (von links)  im Kaufhaus in der Fürstengalerie.

    Winterkleidung zum Schnäppchenpreis: Verkäuferin Veronika Winkler und Azubi Mandy Hagge beraten Andrea Hoyer und Renate Rudat (von links)  im Kaufhaus in der Fürstengalerie.

    Bettina Winkler
  • Warmes für die Füße: Nicole Schönert vom Schuhparadies in der Eisenbahnstraße mit hochwertigen Lederstiefeln .

    Warmes für die Füße: Nicole Schönert vom Schuhparadies in der Eisenbahnstraße mit hochwertigen Lederstiefeln .

    Bettina Winkler
  • Ski, Schneegleiter und Schlittschuhe: Ines Forster  hat reduziert.

    Ski, Schneegleiter und Schlittschuhe: Ines Forster  hat reduziert.

    Bettina Winkler
1 / 3

Nach einigen Anproben hat Renate Rudat (81) die passende Hose gefunden. Ihre Tochter Andrea Hoyer (55) ist noch auf der Suche nach warmen Oberteilen. Im Kaufhaus Moses am Fürstenwalder Marktplatz sind etliche Kunden unterwegs und sichten die Ständer mit den Schnäppchenangeboten. Das große Gedrängel, wie man es aus Geschäften der Großstädte kennt, bleibt aus. Es geht eher gemächlich zu, die Verkäuferinnen können  sich Zeit für die Beratung nehmen. Das Kaufhaus in der Fürstengalerie bietet schon seit Anfang Januar verschiedene Rabattaktionen für Winterware an, um Platz für die neue Frühjahrskollektion, die schon in den Startlöchern steht, zu schaffen. Werden zum Beispiel drei gesenkte Artikel gekauft, gibt es noch mal 30 Prozent Rabatt oben drauf. „Die reduzierte Ware wird schon knapp“, sagt Hausleiterin Doreen Witt. Bei Mützen, Schals und Handschuhen gibt es nur noch Einzelteile. Auch Oberteile aus Wolle sind rar. Bei Jacken, Blusen und Hosen kann man noch fündig werden. Berufstätige und Berliner nutzen die Öffnungszeiten am Sonnabend bis 16 Uhr, um in Ruhe zu stöbern. „Viele Hauptstädter genießen die Beratung und den Markenmix vor Ort“, sagt Doreen Witt.

Auch Ines Forster vom Sporthaus in der Eisenbahnstraße hat gute Erfahrungen mit den Öffnungszeiten am Sonnabend bis 16 Uhr, die sie schon jahrelang praktiziert, gemacht. „So können die Kunden relaxt einkaufen. Schön wäre es, wenn weitere Geschäfte mitziehen würden“, so Ines Forster. Die satten Rabatte bei der Winterkollektion nehmen die Kunden gut an. Auslaufmodelle, Restposten und sogar Badesachen sind günstig zu haben. Snowboards, Ski, Eishockeyschläger und Schneegleiter sind in diesem Winter weniger gefragt. Einzelgrößen bei Schlittschuhen sind schon ab 10 Euro vorrätig. „Aber die will bei diesen Temperaturen  keiner haben“, so Ines Forster, die mit ihrem Winterschlussverkauf zufrieden ist.

Nebenan bei Ernstings Family ist Andrea Winkler aus Berkenbrück auf Schnäppchenjagd. Verkäuferin Corinna Krämer ist gerade dabei, Ware zu senken. Bis zu 50 Prozent sind Damen–, Herren– und Kinderbekleidung reduziert. Ein kuscheliger Baby–Overall gefällt der Berkenbrückerin besonders. „Der ist niedlich, genau das Richtige für meinen Neffen“, sagt sie. In der Boutique von Bärbel Steinhauf in der Eisenbahnstraße sind Jacken, Shirts, Pullover und Röcke bis zu 40 Prozent reduziert. „Es läuft schleppend. Am Sonnabend lässt sich kaum ein Kunde sehen“, erzählt sie. Bei den bis zu 50 Prozent reduzierten Stiefeln und Halbschuhen, die Nicole Schönert im neu eröffneten Schuhparadies   in der Eisenbahnstraße anbietet, können Kunden Schnäppchen machen. „Bei guter Pflege hat man jahrelang Freude an den hochwertigen Lederschuhen“, so Nicole Schönert.