Entsorgung
: Müllwerker fahren Extratouren, um Adventsbäume einzusammeln

Weihnachtsbäume werden eingesammelt und zur Kompostieranlage gebracht. Die Bäume lassen sich auch anderweitig nutzen.
Von
Bettina Winkler
Fürstenwalde
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Schauspiel aus Glut und Feuer: Am Sonnabend  gehen wieder  vielerorts Tannen in Flammen auf. Das Weihnachtsbaumverbrennen ist mittlerweile zum  Brauchtum in der Region geworden.

Cornelia Link

Es gibt einige Möglichkeiten, den Festtagsbaum zu entsorgen. Nadelgehölze können zum Beispiel gut kompostiert werden. Wer einen eigenen Garten hat, kann den Baum in kleine Holzschnitzel schreddern und auf dem Kompost verrotten lassen.

Vorgang dauert Monate

„Bis daraus Humus wird, vergehen Monate“, sagt René Schardin, Fuhrhofleiter im Kommunalen Wirtschaftsunternehmen  Entsorgung (KWU), das seit 2017  im Landkreis Oder-Spree kostenlos ausgediente Tannenbäume einsammelt und zu professionellen Kompostieranlagen bringt. Für den Bereich Fürstenwalde gibt es dafür ab 13. Januar sechs Extratouren mit dem Müllpressplattenfahrzeug, das eigentlich  für die Sperrmüllentsorgung genutzt wird. „Müllwerker müssen jeden Baum einzeln ins Fahrzeug hieven. Das ist eine pieksende Angelegenheit“ , erzählt Schardin. Die Tannen sollten  nicht länger als zwei Meter sein. Größere Exemplare müssen zersägt werden.

Das gilt auch für die stattlichen Tannenbäume, die noch in der Fürstenwalder City den Marktplatz und den Platz am Stern zieren. Heute soll die Beleuchtung abgebaut werden. Am Montag werden dann Mitarbeiter vom städtischen Kommunalservice die Tannen Stück für Stück absägen. „Wir fragen den Tierpark, ob er Zweige braucht. Ansonsten werden sie bei der Kompostieranlage abgeliefert“, sagt Mitarbeiter Thomas Müller. Der Fürstenwalder Heimattiergarten hat immer Bedarf an Nadelgehölzen. „Allerdings nur an den übrig gebliebenen vom Handel“, sagt Tierpflegerin Katrin Kiesewetter. Zu groß sei die Gefahr, das noch Dekoration wie Lametta in den Ästen hängt und den Tieren schaden könnte. Huftiere knabbern gern Tannnengrün. Besonders Rothirsch Richie und seine Damenschar laben sich an den Zweigen.

Bäume werden verbrannt

Eine weitere Möglichkeit, sein Festtagsexemplar loszuwerden, sind die traditionellen Weihnachtsbaumverbrennungen. In vielen Orten laden zu dem, von Umweltbewussten oft kritisierten Spektakel, die Freiwilligen Feuerwehren ein.

Mönchwinkel und Spreeau haben sich in diesem Jahr zusammen getan. Am Sonnabend, 17 Uhr, gibt es auf der Wiese am Heimatmuseum in Mönchwinkel ein großes Feuer. Die Gäste werden gebeten, selbst ein Glühweinglas mitzubringen, um unnötigen Müll zu vermeiden. Die abgeschmückten Bäume können schon am Freitag ans Hoftor gelegt werden. Ein Traktorgespann fährt ab 14 Uhr über Spreeau, Sieverslake sowie  Mönchwinkel und  lädt Bäume auf. Natürlich können die Gewächse auch zum Feuer mitgebracht werden. Für jeden Baum gibt es gratis einen Glühwein.

Termine auf einen Blick

Reichenwalde: Sonnabend, 18 Uhr, am Feuerwehrgerätehaus.

Wendisch Rietz: Sonnabend, 16 Uhr, Festwiese.

Rauen: Sonnabend, ab 15.30 Uhr, auf dem Feuerwehrgelände. Gratis Glühwein für jeden mitgebrachten Baum. dazu Bratwurst, Schmalzstullen, Musik. Freitag werden vor den Häusern abgestellte Bäume eingesammelt.

Erkner: 12. Neujahrsfeuer am Sonnabend von 15 bis 19 Uhr im Strandbad Erkner.  Pro mitgebrachten Weihnachtsbaum gibt es einen Glühwein oder ein alkoholfreies Getränk gratis. Die vorzeitige Abgabe von Weihnachtsbäumen ist ab 11 Uhr vor Ort möglich.

Spreenhagen: Bei der Freiwilligen Feuerwehr Spreenhagen Hauptstraße 60A, wird am Sonnabend um 17 Uhr das Feuer entfacht.

Spreeau/Mönchwinkel: 17 Uhr auf der Wiese am Heimatmuseum in Mönchwinkel.

Beerfelde:  Ab 17 Uhr gehen auf dem Freizeitgelände Am Barschpfuhl Tannenbäume in Flammen auf. dazu gibt es Glühwein, Punsch und Würste.

Demnitz: Die Oldtimerfreunde laden am Sonnabend, 17 Uhr, in den Schlosspark ein. Für jeden mitgebrachten Baum gibt es einen gratis Glühwein.

Woltersdorf: An den Sport- und Freizeitanlagen werden am 18. Januar, 16 bis 21 Uhr, Weihnachtsbäume lodern. Für Speisen und Getränke ist gesorgt.

Heinersdorf:  Am 18. Januar, 17 Uhr, am Gerätehaus. Bäume können ab sofort dort abgelegt werden.

Sieversdorf:   Auf dem Festplatz der alten Schule wird am 18. Januar, 15 Uhr, ein Neujahrsfeuer entfacht. Dazu gibt es Bratwurst, Suppe und Glühwein.

Steinhöfel:   Auf dem Anger, 16 Uhr, am 18. Januar. Wer einen Baum mitbringt, wird mit einem Glühwein gratis belohnt.