Erinnerungen
: Kaiserhof sollte Kaufhaus werden

Die MOZ stöbert in loser Folge im digitalen Fotoarchiv des Fürstenwalders Hans-Ulrich Schröder. Heute: der Kaiserhof.
Von
Bettina Winkler
Fürstenwalde
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  • Denkmalsplatz im Jahr 1916: Der heutige Platz am Stern mit dem Hotel Kaiserhof war schon damals ein beliebter Ort zum Flanieren. Bei den Bombenangriffen im April 1945 wurde das Areal in Trümmer gelegt.

    Denkmalsplatz im Jahr 1916: Der heutige Platz am Stern mit dem Hotel Kaiserhof war schon damals ein beliebter Ort zum Flanieren. Bei den Bombenangriffen im April 1945 wurde das Areal in Trümmer gelegt.

    Bettina Winkler
  • Baukräne in der ehemaligen Ernst-Thälmann-Straße, die heute wieder Eisenbahnstraße heißt.

    Baukräne in der ehemaligen Ernst-Thälmann-Straße, die heute wieder Eisenbahnstraße heißt.

    Bettina Winkler
  • Grundsteinlegung vom Kaiserhof am 12.Mai 1995.

    Grundsteinlegung vom Kaiserhof am 12.Mai 1995.

    Bettina Winkler
  • An repräsentativer Stelle: Der Kaiserhof  ist das größte Hotel der Stadt Fürstenwalde.

    An repräsentativer Stelle: Der Kaiserhof  ist das größte Hotel der Stadt Fürstenwalde.

    Bettina Winkler
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Denkmäler werden abgerissen

Der Platz vor dem Gründerhaus war schon damals der Mittelpunkt der Stadt. Gleich zwei Kriegerdenkmäler waren aufgestellt worden. Im vorderen Bereich thronte „Germania“ auf einem Sockel. „Das Denkmal wurde 1887 für die gefallenen Fürstenwalder Soldaten in den Deutschen Einheitskriegen 1864, 1866 und 1870/71 erbaut“, sagt Guido Strohfeldt vom Museum. „Dieses Denkmal wurde 1945  abgerissen, man wollte sich vom preußischen Militarismus befreien.“ Der dahinter stehende Obelisk aus Ziegelsteinen für die Gefallenen der Weltkriege überlebte bis 1977. Dann wurde Platz für eine große  Aufmarschfläche für Kundgebungen gebraucht. Im Zuge der Umgestaltung musste auch dieses Denkmal weichen.

Vom 16. bis zum 22. April 1945 wurde die Innenstadt von Fürstenwalde in Schutt und Asche gebombt. Vom repräsentativen Gründerhaus blieb nur noch ein Trümmerhaufen. Viele Jahrzehnte war die Fläche ein trister Anblick, nur die Imbissbude „Pappel-Eck“, an der die Fürstenwalder Bockwürste auf die Hand bekamen, lockerte die Atmosphäre auf.

Pläne für Kaufhaus scheitern

In den 1990er Jahren wurde die mit großen Pappeln bewachsene Fläche gerodet und vom Investor Richard Becker  aus dem Dornröschenschlaf erweckt. Der Österreicher trug damals auch mit anderen Projekten zur Stadtentwicklung  bei. Die ursprünglichen Pläne für den Neubau über Eck beinhalteten ein Kaufhaus. 1993 konnte kein Betreiber gefunden werden und so wurde umgedacht, was in Fürstenwalde noch gebraucht würde, heißt es in einem Zeitungsbericht zur Eröffnung des Hotels Kaiserhof 1996. Mit  67 Zimmern und 120 Betten ist es bis heute das größte Hotel der Stadt. Mit dem italienischen Restaurant „Marco Polo“, dem Café „Herrlicher“ und dem Schnellimbiss „Extra-Wurst“ bietet das neu erbaute Areal auch Kulinarisches.