Erneuerbare Energien: Diskussion um mehr Akzeptanz von Windrädern

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Es sollte Geld in die Gemeindekasse fließen, fordert Rost: „Vor allem die Gewerbe– und die Grundsteuern müssen angepasst werden.“ So könne Akzeptanz unter den Bürgern geschaffen werden, sagt sie auf dem Podium im Alten Rathaus in Fürstenwalde sitzend. Vor 54 Teilnehmern diskutierte neben ihr auch Frank Steffen, Bürgermeister der Kreisstadt Beeskow.
„Wir haben kein Modell, mit dem gezielt Einnahmen in den Gemeindehaushalt fließen“, sagt Steffen und plädiert für nicht–monetäre Maßnahmen. „Das Verständnis für den Betrieb einer Windkraftanlage steigt, wenn Menschen mitarbeiten. Das erreichen wir nicht nur über Geld.“ Für sein Verwaltungsgebiet, in dem rund 15 Windräder stehen, wünscht er sich, dass Wertschöpfung vor Ort geschieht. Zum Beispiel dadurch, dass Produkte im Ort hergestellt und so Arbeitsplätze geschaffen werden.
Bürgerbeteiligung ist wichtig, sagt auch Jürgen Weigt von der Bundesgeschäftsstelle des Verbandes Kommunaler Unternehmen: „Die Akzeptanz wird gesteigert, wenn Windstrom vor Ort eingesetzt und nicht abtransportiert wird.“ Konzessionsabgaben seien eine andere Möglichkeit, entgegnet Sebastian Kunze vom Städte– und Gemeindebund Brandenburg. Gemeint ist die Idee, dass Anlagenbetreiber den Gemeinden Abgaben zahlen — je Kilowattstunde produziertem oder verbrauchtem Strom. Er selbst hat sich gefragt, „warum sich Gemeinden nicht direkt am Windpark beteiligen“. Seine Recherchen ergeben: Das geht theoretisch, hat aber etliche Vorbedingungen.
Zwischenfragen bereicherten die lebendige Diskussionsrunde am Donnerstag. So wurde gefragt, ob Investoren eher als Gegner oder Partner der Kommune auftreten und wie zwischen den Interessen vermittelt werden kann. Hierfür bot Dr. Bettina Knothe vom Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende professionelle Mediatoren als Unterstützung an.
Bürgermeister Reiner Donath stellte das Modell des „Bürgerstroms“ vor, das seit Jahren in der Gemeinde Rehfelde gut funktioniert. „Heute wird nur noch über Geld geredet. Die Ursprungsidee ist doch, dass wir unsere Erde retten wollen“, so Donath. Zwei Windräder in Rehfelde werden durch eine Genossenschaft betrieben, der sich Bürger anschließen dürfen und so Teileigner der Anlage sind. Mit dem Ergebnis, dass die Einnahmen direkt in ihre Geldbeutel gehen.
Uwe Steffen aus dem Ministerium für Umwelt und Energie stellte auf dem Treffen noch einmal den Sechs–Punkte–Plan der Landesregierung vor.