Festnahme auf A12 bei Briesen: Polizisten nehmen mutmaßlichen Autoschieber fest

Die Polizei hat ein Auto an der A12 gestoppt (Symbolbild).
Frank HilbertDie A12 ist ein Brennpunkt für den illegalen Transport gestohlener Autos nach Osteuropa. Darauf ist die Polizei eingerichtet, immer wieder gelingt es ihr, Autos vor dem Grenzübertritt abzufangen. Und mehr als einmal haben dann schon die Fahrer vor dem Amtsgericht in Fürstenwalde gestanden, wo sie sich wegen Hehlerei verantworten müssen.
Am Montag (29. Januar) ist der Polizei wieder ein solcher Zugriff gelungen, nachdem erst tags zuvor, am Sonnabend (27. Januar) eine Kontrolle mit anschließender Festnahme gegeben hatte.
Verdächtig – der Audi wurde ohne Schlüssel betrieben
Wie Polizeisprecher Roland Kamenz mitteilt, fiel Fahndern von Bundes- und Landespolizei, die gemeinsam auf Streife waren, am Montagvormittag bei Briesen ein Audi Q7 mit Kennzeichen der Stadt Stade (Niedersachsen) auf. Eine Kontrolle offenbarte, dass der Wagen ohne Schlüssel betrieben wurde und der Fahrer gar keine Unterlagen zu dem Auto vorlegen konnte. Kein Wunder, war der Audi doch in Schleswig-Holstein gestohlen worden. Für den 55-jährigen Fahrer endete das Ganze in Handfesseln, wie Kamenz am Dienstag (29. Januar) mitteilte.
Ein Richter hat bereits Haftbefehl erlassen und die Verbringung des Delinquenten in eine Justizvollzugsanstalt angeordnet. Nun gilt es zu klären, ob er tatsächlich der Dieb gewesen ist oder als Hehler diente, um das Diebesgut ins Ausland zu verbringen.
Gericht lehnt Haftantrag ab
Anders ging die Sache am Sonnabendabend aus. Da wurde ein Jeep Cherokee bei Fürstenwalde gestoppt, der Fahrer – ebenfalls Pole – festgenommen. Bei ihm hat das Gericht jedoch gegen die Anregung der Polizei entschieden, dass kein Haftbefehl ergeht, wie Kamenz mitteilte. Zu den Gründen konnte er keine Angaben machen.

