Fußball
: Nach Rückstand sicher ins Halbfinale

Der FSV Union Fürstenwalde gewinnt im Landespokal bei Brandenburgligist SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen mit 4:1 (1:1).
Von
Martin Ramos
Miersdorf
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  • Kurz vor dem 4:1 für die Fürstenwalder: Unions Torschütze Lukas Stagge (links) setzt zum Schuss an. Die Miersdorf/Zeuthener Matthias Bagola (Nr. 15) und Sinisa Kresovic (Nr. 24) beobachten wie der Unioner Nils Stettin die Situation.

    Kurz vor dem 4:1 für die Fürstenwalder: Unions Torschütze Lukas Stagge (links) setzt zum Schuss an. Die Miersdorf/Zeuthener Matthias Bagola (Nr. 15) und Sinisa Kresovic (Nr. 24) beobachten wie der Unioner Nils Stettin die Situation.

    Martin Ramos
  • Die mitgereisten Fürstenwalder Fans jubeln in Miersdorf.

    Die mitgereisten Fürstenwalder Fans jubeln in Miersdorf.

    Martin Ramos
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Zuletzt standen die Fürstenwalder in der Saison 2017/18 im Halbfinale, ebenfalls daheim 2:3 gegen die Lausitzer. Auf diese kann der FSV Union in der aktuellen Saison im AOK-Landespokal nicht mehr treffen, denn Energie Cottbus verlor sein Viertelfinalspiel bei Süd-Oberliga-Spitzenreiter FSV Luckenwalde mit 1:2 und schied aus.

Dagegen setzten sich die Fürstenwalder beim Brandenburgligisten in Miersdorf nach überraschendem Rückstand am Ende doch sicher durch. Doch das Spiel war anstrengender, als es das 4:1 vermuten lässt. Die Fürstenwalder bissen sich, gerade in der ersten Hälfte, die Zähne an der gut gestaffelten Abwehr der Eintracht aus.

Nach zwölf Minuten hinten

Die erste Chance des Tages hatte Darryl Geurts, dessen Schuss Torwart Florian Peka zu Ecke parierte (6.). Und nur kurze Zeit später kam es unverhofft für die Gäste, denn Miersdorf/Zeuthen ging in Führung. Einen weiten Einwurf verlängerte Jonas Greib per Kopf auf den langen Pfosten, Sebastian Hieger stand richtig und beförderte den Ball ins Netz (12.).

Fortan wurde es für die Unioner noch schwerer durchzukommen. Es ergaben sich immer mal wieder Minichancen für Geurts (22., 31.), Paul Maurer (30.), Lukas Stagge (31.), Nils Stettin (42.) und Kimmo Hovi (45.). Doch so richtig zwingend und fordernd waren diese Möglichkeiten nicht. Kurz vor dem Pausenpfiff glich der FSV dann doch aus. Tim Häußler brachte eine Flanke in den Strafraum, wo der eingewechselte Stettin per Kopf das 1:1 markierte (45.+2).

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am Spielgeschenen. Die Spreestädter waren weiterhin am Drücker. Joshua Putze haute die erste Chance über das Tor (55.), Stettin köpfte drüber (58.) und Hovi kam aus spitzen Winkel nicht am Torwart vorbei (60.).

Dann schlugen die Unioner innerhalb von zwei Minuten zu. Erst netzte Maurer einen Freistoß ein, dann verwandelte er nach einer Ecke freistehend und erhöhte somit auf 3:1 (62., 63.). Für Miersdorf/Zeuthen hatte Niklas Goslinowski nochmal eine Spitzenchance, das Ergebnis zu verkürzen, doch scheiterte er mit seinem Versuch aber an Torwart  David Richter (68.).

Die letzten 20 Minuten hatte der FSV Union weitere Einschussmöglichkeiten, aber es fehlte an Präzision. Jason Rupp schoss direkt auf den Keeper (71.), Stettin traf im Strafraum den Ball nicht richtig (74.) und Putze hatte keinen Druck auf seinem Schuss (81.). Wieder kurz vor dem Abpfiff machten die Unioner dann noch einen Treffer. Stagge verwandelte ein Zusammenspiel mit Stettin in die Ecke zum 4:1 Endstand (90.+1).

„Bereits in der ersten Halbzeit hatten wir genug Chancen. Beim Gegentreffer agierten wir zu fahrlässig und rannten dann dem Rückstand hinterher“, sagte Union-Trainer Matthias Maucksch. „In der zweiten Halbzeit war es ein Spiel auf ein Tor und nur eine Frage der Zeit, Geduld und Präzision.“

Gelungener Pokalfight

Gastgeber-Coach Alexander Schröder erklärte: „Es war klar, dass es mega schwer wird, doch wir wollten einen Pokalfight daraus machen und das ist uns gelungen. Wir wollten Nadelstiche nach vorne setzen und kompakt verteidigen, das haben wir, gerade in der ersten Halbzeit, geschafft. Nach der Führung konnten wir noch leidenschaftlicher agieren. Das Konzept ist aufgegangen, jeder einzelne hatte einen Anteil daran.“

Vor dem Spiel gab es eine Schweigeminute für den am Mittwoch, nach langer schwerer Krankheit, verstorbenen Co- und Torwarttrainer der Eintracht, Stefan Spielau.

Aufstellungen

SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen: Florian Peka – Jonas Greib, Sinisa Kresovic, Matthias Bagola, Sebastian Hieger – Dennis Schmidt, Paul Pahlow (69. Jamal Aldin Al Mohammed) – Jan Wolter, Nils Reichardt, Marco Alisch (78. Dennis Wolpert) – Niklas GoslinowskiFSV Union Fürstenwalde: David Richter – Niklas Thiel, Mateusz Ciapa (32. Nils Wilko Stettin), Patrick Brendel, Tim Häußler (86. David Vetterlein) – Paul Maurer, Joshua Putze, Lukas Stagge, Darryl Geurts – Kemal Atici, Kimmo Hovi (65. Jason Rupp) ⇥mar