Gesundheit: Kürbis erfolgreich operiert
Den Weg in ein Krankenhaus nimmt in vielen Fällen niemand allzu gern auf sich. Am Sonnabend war das anderes. Der Komplex des Helios-Klinikums in Bad Saarow war von purer Lebensfreude beherrscht. Auf dem Außengelände wurde ein Volksfest gefeiert. Bei dem durften Rundfahrten mit der Feuerwehr genauso wenige fehlen, wie ein Bungeejump-Trampolin für Kinder, zahlreiche Imbissstände, Musik und Interviews. So wie sich bei den Angeboten im Freien Warteschlangen bildeten, so war es auch im Inneren bei – mit dem Unterschied, dass es im Haus klimatisch zumindest etwas angenehmer war.
Gleich am Eingang ging es um das Thema „Keimfreie Hände“. Hygienefachschwester Cathleen Böhme wurde nicht müde, Fragen zur Desinfektion zu beantworten. Peter Pantas absolvierte den Selbsttest. Unter einer Speziallampe erstrahlten seine Finger weiß. „Alles richtig gemacht“, war der 75-Järhige Saarower zufrieden. Er hatte mit seiner Frau den Tag genutzt, ohne medizinischen Anlass hinter die Kulissen des Klinikums zu schauen. Fasziniert war er von der Präsentation rund um Prothesen. „Es ist großartig, was alles möglich ist, um die Lebensqualität zu verbessern.“
Die Chance, spontan die Schilddrüse betrachten zu lassen, hatte Karin Schmidt aus dem mecklenburgischen Lübz genutzt, die gerade bei ihrer Tochter in Bad Saarow zu Besuch war. Mit ein wenig Glück brachte Dr. Britta Bitz, Assistenzärztin in der Nuklearmedizin, das computergestützte Ultraschallgerät in Gang. "Es ist selbst für die Technik zu warm“, bedauerte sie die Zwangspausen. Sie betonte, dass es sich nicht um eine Untersuchung, sondern nur um einen Überblick handelte. „Falls ich etwas sehe, rate ich zum Arztbesuch“, sagte sie. Bei Karin Schmidt war das nicht nötig.
Auffällig viele Kinder tummelten sich auf den Fluren. Verona Langczems aus Rüdersdorf bewunderte ihre Tochter Johanna (5), wie geschickt sie mit der Zange über ein kleines Loch Kerne aus einem Kürbisbauch holte. Damit wurde eine endoskopische Operation nachempfunden. „Der Besuch im Krankenhaus kann den Kindern die Angst vorm Arzt nehmen“, lobte die Mutter.
Großer Andrang erwartungsgemäß auch in der Radiologie. Kinder warteten geduldig darauf, dass ihre Teddys, Puppen und Schnuffeltücher durchleuchtet wurden. Danach gab es Bild vom Röntgenblick durch Peppi, Snowy, Igel und Co.. „Manche sahen ganz schön gruselig aus“, räumte Josefine Biljesko ein, die die Fotokopien an die meist staunenden Kinder verteilte.


