Großbrand: Wohnungswirtschaft Fürstenwalde wartet auf neue Fenster

Verschaffen sich einen Überblick: Olaf Naumann (l.), Wowi-Techniker, und Armin Kaiser, Bauleiter, in der Brandwohnung.
Annemarie DiehrEinen Monat ist es her, dass eine Wohnung im dritten Stock des Aufgangs lichterloh brannte und die Bewohnerin in Folge des Feuers verstarb. Die Wohnungswirtschaft Fürstenwalde (Wowi), der das Haus gehört, begann unmittelbar mit den Aufräumarbeiten. Putz, Fußboden und Estrich wurden in der Brandwohnung größtenteils entfernt. In der Wohnung darunter, sagt Wowi–Techniker Olaf Naumann, müssen die Decke sowie der Fußboden entkernt werden. Dann beginne der Neuaufbau. Damit hat die Wowi die Firma LW beauftragt; Bauleiter Armin Kaiser holt derzeit Angebote verschiedener Gewerke ein, die in die Instandsetzung involviert sein werden. Ein Gutachter prüft die danach zusammengestellten Kosten. „Wenn die Versicherung ihre Freigabe erteilt, können wir loslegen“, sagt Naumann. Die Schadenshöhe ließe sich solange nicht beziffern.
Die Einrüstung des Gebäudes und die Säuberung der Fassade hatte die Versicherung zuvor kurzfristig bewilligt. In der vergangenen Woche wurde der Ruß entfernt. „Die Brandwohnung werden wir mit Ozon neutralisieren“, sagt der Wowi–Techniker. Noch hängt Brandgeruch in der Luft. „Wenn das Wetter mitspielt, sind die Wohnungen im Februar fertig“, ergänzt er. Bis der Innenausbau nämlich tatsächlich beginnen kann, müssen zunächst neue Fenster eingebaut werden. „Bestellt sind sie, wann sie geliefert werden, ist offen.“ Unklar ist nach wie vor auch die Brandursache: Das beauftragte Gutachten liefere laut Naumann kein Ergebnis.
Die Mieter, die ihre Wohnungen in Folge des Brandes verlassen mussten — insgesamt acht Parteien — seien alle versorgt, sagt Susanne Wolff, bei der Wowi Bereichsleiterin Vermietung. „Einige wollen zurückziehen, sie sind vorübergehend in einem Apartmenthaus in der Gartenstraße untergebracht.“ Andere konnten bereits in ihre Wohnungen zurückkehren oder seien für andere Wohnungen in Stadtmitte im Gespräch. "Eine Mieterin“, so Susanne Wolff weiter, „ist woanders untergekommen.“
1315 Euro Spenden
Zusammen mit der Stadt plant die Wowi für die Betroffenen am 19. Dezember eine Weihnachtsfeier. In dem Rahmen, sagt Stadtsprecherin Anne–Gret Trilling, werden die Spenden an die Brandopfer überreicht. Noch bis Ende November wird für sie gesammelt. Bis Dienstag gingen Spenden in Höhe von 1315 Euro ein.
Spendenkonto: Stadt Fürstenwalde, „Spende Brandopfer Grünstraße“, IBAN DE11 1705 5050 2308 1001 60
