Häusliche Gewalt: Mann sperrt Partnerin aus und entzieht ihr das Smartphone

In Fürstenwalde wurde eine Frau aus einer gemeinschaftlichen Wohnung ausgesperrt. Die Polizei rückte wegen häuslicher Gewalt an.
Boris Roessler/dpa- Polizeieinsatz in Fürstenwalde: häusliche Gewalt in der Feldstraße am Abend des 14.08.2026.
- Ein 25-Jähriger nahm einer 28-Jährigen das Smartphone und sperrte sie aus der Wohnung.
- Der Mann beleidigte die Polizei durchs Fenster und verweigerte den Zutritt – Zugang per Schlüssel.
- Die Polizei fixierte ihn; Rettungswagen versorgte ihn ambulant und entließ ihn wieder.
- Es gab Anzeige und Wohnungsverweisung. Annäherung an die Frau ist ihm derzeit untersagt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Abend des 14.08.2026 kam es in der Feldstraße in Fürstenwalde zu einem Polizeieinsatz. Ein 25-jähriger Mann hatte einer 28-Jährige Frau das Smartphone weggenommen und sie aus der gemeinsamen Wohnung ausgesperrt. Der beschuldigte Mann beleidigte die Polizei vor Ort durch das Fenster und ließ die Beamten nicht in die Wohnung. Mit dem Schlüssel der Geschädigten gelang es der Polizei schließlich doch, sich Zutritt zu verschaffen. Der Beschuldigte versuchte zuvor noch, die Tür von innen zuzuhalten. Er wurde von den Polizisten fixiert, woraufhin er einen Rettungswagen verlangte.
Der Rettungswagen versorgte ihn ambulant und entließ ihn sodann wieder ohne weitere Maßnahmen. Der Beschuldigte erhielt eine Anzeige und eine Wohnungsverweisung.
Laut eines Polizeisprechers habe die Geschädigte jetzt die Möglichkeit, sich Hilfe zu suchen. Der mutmaßliche Täter dürfe sich ihr derzeit nicht nähern, heißt es auf MOZ-Nachfrage. Die Polizei weist außerdem darauf hin, dass es sich auch beim hier vorliegenden Entzug der Kommunikationsmittel (Smartphone) um häusliche Gewalt handelt und es dafür nicht erst zu einem körperlichen Angriff kommen müsse.
Hilfsangebote bei Partnergewalt
Sollten Sie Gewalt erlebt haben oder sich aktuell in einer Gewaltsituation befinden, erreichen Sie unter der bundesweit gültigen Telefonnummer 116 016 das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“. Es ist rund um die Uhr besetzt und berät in 18 Sprachen. Es ist auch für Angehörige oder Freunde für von Gewalt Betroffenen gedacht. Unter hilfetelefon.de wird dort auch Onlineberatung angeboten.
Auch Männer, die Gewalt erlebt haben, finden Hilfe beim Hilfetelefon „Gewalt gegen Männer“ unter 0800-123 9900. Das Telefon ist Montag bis Donnerstag von 8 bis 20 Uhr sowie Freitag von 8 bis 15 Uhr besetzt. Onlineberatung (Chat und E-Mail) ist unter maennerhilfetelefon.de verfügbar.
Diese Recherche ist Teil einer NPG-weiten Kooperation zwischen den Redaktionen zu Partnergewalt in Baden-Württemberg angeführt von Paloma Schneider und Chiara Sterk.