Hund in Fürstenwalde
: Aus Qualzucht befreit – Artek blüht jetzt in neuem Zuhause auf

Vor ein paar Wochen suchte Artek ein neues Zuhause. Wie sich der traumatisierte Welpe in Fürstenwalde eingelebt hat.
Von
Marlene Wetzel
Fürstenwalde
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Ein Hündchen zum Liebhaben: Milo.

Ein kleiner Hund zum Liebhaben: Artek heißt jetzt Milo und hat ein neues Leben in Fürstenwalde begonnen.

Marlene Wetzel
  • Hund Artek aus Qualzucht gerettet, heißt jetzt Milo und lebt glücklich bei Familie Burdag in Fürstenwalde.
  • Milo wurde in Polen unter schlechten Bedingungen geboren, ist jetzt fünf Monate alt.
  • Familie Burdag hat ihn adoptiert, er hat sich gut eingelebt und ist verspielt und wachsam.
  • Milo hat viel Platz und ist selten allein, entwickelt sich prächtig.
  • Familie fühlt sich mit Milo wohl, er bereichert ihr Leben.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Noch vor wenigen Wochen flitzten seine kleinen weißen Pfoten über den Rasen der Tierherberge und -vermittlung „Rendezvous mit Tieren“ in Markgrafpieske bei Fürstenwalde, jetzt tollt er über die Wiese von Familie Burdag: Mischlingswelpe Artek.

Sein Anblick ist herzerwärmend und seine gute Laune ansteckend. Wer ihn ansieht, möchte direkt mit ihm tollen, so fröhlich und freundlich springt er herum. Lustig sieht er auch aus, der kleine Mix aus Terrier und Dackel auf vier leichten O-Beinen, die ihn nicht davon abhalten, in seinem neuen Revier, einem großen Garten mit zwei Wiesen, herumzustöbern.

So leicht und fröhlich hatte es Artik nicht immer, denn er stammt aus einer Qualzucht. Kein Wunder, dass die Familie ihm einen neuen Namen gegeben hat: Artek heißt jetzt Milo und hat ein zweites Leben geschenkt bekommen. „Milo bedeutet der Liebevolle, der Gnädige“, erklärt der frischgebackene Hundepapa Siegmar Burdag. Der Name passt, ist er der Meinung, denn Milo muss man einfach lieben.

Als Milo auf die Welt kam, hatte er es nicht leicht. Der fünf Monate alte Welpe wurde mit seinen drei Geschwistern in einer Kiste vor einer Hundefabrik in Polen gefunden. Als Milo mit Hilfe von MOZ.de ein neues Zuhause suchte, erzählte Tierarzt und Tierheimleiter Hasan Tatari, dass er zu den Hunden gehört, die unter erbärmlichen Bedingungen, ohne ausreichende Ernährung und Pflege gezüchtet und viel zu früh von ihren Müttern getrennt wurden, um verkauft zu werden.

Hund Artek vor „Hundemafia“ gerettet

Burdag spricht von einer „Hundemafia“ und hält den kleinen Vierbeiner für traumatisiert. Zudem Zeitpunkt ist Artek noch sehr eingeschüchtert. Und das hat Spuren hinterlassen. Wenn jemand laut spricht, zuckt er zusammen oder bleibt abrupt stehen, Fremden gegenüber ist er scheu. Am auffälligsten sei jedoch, dass er nicht über Fliesen laufen will.

Doch mittlerweile ist davon nur noch wenig zu spüren, Milo räkelt sich vergnügt in der Sonne. Sein neues Zuhause scheint ihm zu gefallen, er hat seinen Platz gefunden - nicht nur auf dem Sofa, das mit einer Kuscheldecke für ihn reserviert ist. „Ich gehe nachts mehrmals mit ihm raus, dann schaut er ganz verschlafen und will schnell wieder auf seine Decke“, schwärmt Burdag.

Zuhause ist es doch am Schönsten: Milo genießt die Sonne in seinem neuem Garten.

Zuhause ist es doch am schönsten: Milo genießt die Sonne in seinem neuen Garten.

Marlene Wetzel

Und das, obwohl er einem Hund skeptisch gegenüberstand. Kurz zuvor hatte die Familie noch einen lieben, aber nicht zu bändigenden Labrador gehabt, den sie schweren Herzens abgab. Für Burdag ist ein Hund eine Kapazitätsfrage, man muss genügend Zeit und Platz haben. Doch seine 16-jährige Tochter habe nicht aufgehört zu drängen, sodass er an einem schönen Apriltag, als er frei hatte, gesagt habe: „So, jetzt fahren wir ins Tierheim“. Dort sei ihm Milo sofort entgegengesprungen und da war es um ihn geschehen.

Perfekte Lebensumstände für einen Hund

So kam es, dass Milo schon am nächsten Tag bei ihnen eingezogen sei. Hasan Tatari vom Tierheim habe ihn auf dem Weg nach Fürstenwalde vorbeigebracht, weil ihn die Lebensumstände bei den Burdags auf Anhieb überzeugt hätten. „Es ist fast immer jemand zu Hause, entweder mein Vater, meine Tochter oder ich. Milo ist selten allein. Außerdem hat er hier viel Platz“, erzählt Burdag.

Der kleine Racker entwickle sich prächtig, erzählt er weiter, er akzeptiere inzwischen auch die Vögel, die zum Trinken in den Garten kommen, sogar zum Wachhund entwickele er sich langsam. Aber Milo sei nicht nur wachsam, sondern auch verspielt und gelehrig - vor allem aber gutmütig und lieb.

So pudelwohl sich Milo bei den Burdags fühlt, so wohl fühlt sich umgekehrt auch die Familie mit ihm. „Nach vier Töchtern habe ich jetzt einen Sohn“, schmunzelt das Familienoberhaupt, „der Kleine bereichert das Leben — jetzt, wo die Menschenkinder nach und nach aus dem Haus sind“.