Hund in Fürstenwalde: Spenden-Wandern für den Tierschutz – jeder Kilometer zählt

Dominique Höfer aus Fürstenwalde und ihr Hund Kanki im Wald bei Langewahl. Die beiden gehen bei fünf Marathons an den Start, um mit Wandern Spenden für den Tierschutzverein Lemuria zu sammeln.
Eva MauerDie Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Eigentlich sei Kanki ja eher ein gemütlicher Hund, sagt Dominique Höfer aus Fürstenwalde über ihre zehnjährige Kangal-Mischlingshündin, während sie ihr das Geschirr anlegt. Doch was Höfer mit ihr vorhat, ist alles andere als gemütlich: Im Laufe des Jahres werden die beiden an mehreren Wandermarathons teilnehmen und dabei insgesamt knapp 200 Kilometer zurücklegen.
Immer dabei: die Spendendose, um Geld für Hunde in Not zu sammeln.
Spenden-Aktion in Fürstenwalde: Geld für den Tierschutz
Die Idee: Ihre beiden Leidenschaften, das Wandern und den Tierschutz, miteinander verbinden. „Nach unserem letzten Wanderurlaub habe ich beschlossen, mich für einen Wandermarathon anzumelden“, sagt die Heilerziehungspflegerin. Die Spendendose hatte sie noch von einer früheren Aktion zu Hause: „Ich dachte, warum soll ich die nicht an meinen Rucksack machen und unterwegs Spenden sammeln?“

Dominique Höfer mit ihrem Tierschutz-Hund Kanki unterwegs im Wald bei Langewahl. Die beiden trainieren für mehrere Wandermarathons, um Geld für den Tierschutz zu sammeln.
Eva MauerDer Tierschutzverein Lemuria, für den Höfer sammelt, vermittelt Hunde in Not aus der Slowakei und Mallorca nach Deutschland. Die Spenden werden für die medizinische Versorgung, Impfungen und den Transport der Hunde in die Bundesrepublik benötigt. „In der Slowakei ist die Situation für viele Hunde sehr schlecht“, berichtet die Läuferin, während sie mit Kanki durch den malerischen Buchenwald bei Langewahl spaziert. Viele lebten auf der Straße oder würden misshandelt.
Spenden sollen Hunde aus Tötungsstationen retten
Aber auch im Urlaubsparadies Mallorca hätten viele Straßenhunde ein schweres Leben, erzählt die Fürstenwalderin. Manche würden von Auswanderern, die nach Deutschland zurückkehren, einfach ausgesetzt. „Aber auch viele Jagdhunderassen, zum Beispiel Podencos, sind in Not“, sagt Höfer. „Hunde, die zu alt sind, um zu jagen, aber auch Welpen, die nicht jagdtauglich sind, würden ausgesetzt oder landeten in Tötungsstationen.“
Tötungsstationen, so werden in Spanien die Tierheime genannt, in denen Hunden, die nicht innerhalb einer bestimmten Frist vermittelt werden, droht die Einschläferung. Tierschutzvereine wie Lemuria haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Tiere dort herauszuholen. Mit ihrer Aktion will Höfer auf die Arbeit der Tierschützer aufmerksam machen und im besten Fall am Ende des Jahres eine hohe Spendensumme an den Verein übergeben.
So bereitet sich die Tierfreundin aus Fürstenwalde vor
Höfer läuft mit Kanki im flotten Tempo den Wanderweg bei Langewahl entlang. Mittlerweile sind die beiden eingespielt, doch die 35-Jährige erzählt von den Zweifeln, die sie nach der Anmeldung geplagt haben: „Zwischendurch habe ich mir gedacht, das war bestimmt eine blöde Idee. Ob ich das schaffe?“ Auch Freunde und Bekannte seien skeptisch gewesen: „Alle hielten mich für verrückt.“

Kurze Pause: Dominique Höfer und Hund Kanki machen eine kurze Pause an einer Quelle im Wald bei Langewahl in der Nähe von Fürstenwalde. Für 30 Kilometer brauchen die beiden rund sechs Stunden.
Eva MauerDoch Dominique Höfer meint es ernst, die ersten Trainingsläufe in den Wäldern rund um Fürstenwalde hat sie schon hinter sich. „Am Anfang bin ich noch mit Bergstiefeln gelaufen, aber ich habe gemerkt, dass ich damit viel zu langsam bin.“ Inzwischen trägt sie pinkfarbene Trailrunningschuhe und benutzt Wanderstöcke. „Das Tempo beim Wandermarathon liegt bei fünfeinhalb bis sechs Kilometern pro Stunde, das ist schon sehr sportlich“, sagt Dominique Höfer.
Spenden-Aktion mit Hund: Das sind Höfers Pläne
Nicht nur Dominique Höfer hat ihre Kondition deutlich verbessert, auch bei Kanki zeigt das Training Wirkung: Die kräftige Hündin hat einige Kilos verloren, „und das ist gut so“, sagt Dominique Höfer lachend. Auch die verschmuste Kanki stammt aus schwierigen Verhältnissen, sie lebte als Kettenhund in der Nachbarschaft von Dominique Höfer. Sie setzte sich so lange für die vernachlässigte Hündin ein, bis die Besitzer sich bereit erklärten, sie abzugeben.
Die erste Veranstaltung, an der die beiden teilnehmen, ist der Hike and Run in der Schorfheide am 10. Mai. Über den Sommer stehen mindestens vier weitere Marathons im Harz und im Erzgebirge auf dem Programm. Die Spendendose wird sie überall hin begleiten und sich mit der Zeit hoffentlich gut füllen. Höfer hofft aber auch auf Spenden aus der Ferne: Über ihre Social-Media-Kanäle hält Dominique Höfer ihre Unterstützer auf dem Laufenden.
Ihr Spendenziel zum Jahresende? „1500 Euro wären toll“, sagt Dominique Höfer. Sie selbst spendet auch fleißig: Für jeden Kilometer, den sie und Kanki zurücklegen, zahlt sie 50 Cent auf das Spendenkonto ein.
Wandern für den Tierschutz: Hier kann man spenden
Auf Facebook und Instagram informiert Dominique Höfer regelmäßig über ihre Spenden-Aktion:
- Facebook: https://www.facebook.com/abgebrochenerMeter?locale=de_DE
- Instagram: vom_abgebrochenen_meter
Die gesammelten Spenden gehen in vollem Umfang an den Tierschutzverein Lemuria, der sich für Straßenhunde in der Slowakei und auf Mallorca einsetzt.
- https://www.tierschutz-lemuria.de/
- Spendenkonto:
Kontoinhaber: Tierschutzverein Lemuria e.V. Volksbank Mittelhessen
IBAN: DE 71 5139 0000 0041 2331 09
BIC: VBMHDE5F


