Jagdschloss Fürstenwalde: Stadt lässt Bäume fällen – Bahn frei für Neugestaltung

Thomas Polinsky vom Betriebshof setzt vor dem Jagdschloss die Säge an. 13 Bäume mussten insgesamt weichen.
Joachim EggersDas Kreischen der Säge war weithin zu hören am Mittwochmorgen. Mehr als zwei Stunden hatten Thomas Müller, Thomas Polinsky und Martin Warnack vom Betriebshof der Stadt Fürstenwalde zu tun, um die 13 Bäume vor dem Jagdschloss Fürstenwalde zu fällen. Eigentlich hätten die Arbeiten schon am Montag erledigt werden sollen, wurden aber kurzfristig verschoben – die Beseitigung der Sturmschäden vom Wochenende hatte Vorrang.

Baumfällarbeiten am Jagdschloss: Die Mitarbeiter des Betriebshofs mussten mit ihrer Hebebühne hoch hinaus.
Thomas SchmidtDie Bäume, alles Robinien und Ahorn, waren Wildwuchs, wie Thomas Schmidt, Baumexperte der Stadtverwaltung, erläuterte. „Da ist nichts angepflanzt worden“, sagte er. Obwohl die Stämme eher schmal waren, ist die Stadt nach seinen Worten verpflichtet, Ersatzpflanzungen vorzunehmen. Wo die hinkommen, konnte er nicht sagen. Die Fällung ist Voraussetzung dafür, dass die Außenanlagen des Jagdschlosses neu gestaltet werden.

Säge-Einsatz vor dem Jagdschloss: Die Arbeiten waren von der Linden- und der Schollstraße aus gut zu sehen.
Joachim EggersDie Stadtverordneten hatten Ende 2021 beschlossen, das Bauprogramm für den Park abzuspecken, um 800.000 Euro zu kürzen, ein Drittel der ursprünglich vorgesehenen Kosten. Unter anderem soll auf Spielgeräte zunächst verzichtet werden. Das Gesamtprojekt, mit dem das denkmalgeschützte Gemäuer aus dem 17. Jahrhundert zu einem neuen Schmuckstück der Stadt werden soll, umfasst mehr als acht Millionen Euro, der Löwenanteil sind Fördermittel. Damit die fließen, muss das Ganze Ende 2022 fertig werden. Am 12. Januar stand im Hauptausschuss die Vergabe von Heizungsarbeiten auf der Tagesordnung, schon im Dezember war die Wärme-Erzeugung Thema. Auf der Internet-Seite der Stadt findet sich aktuell die Ausschreibung für die Elektrotechnik und die Brandmeldeanlage.

