Rund 70 Bäume fehlen, als die Mitarbeiter am 7. Dezember ihren Verkauf in Fürstenwalde aufschließen. Laut Polizei kommen solche dreisten Diebstähle vor dem Fest öfter vor, als die meisten denken. Von den rund 120 Exemplaren, die Weihnachtsbaumverkäufer Adrian Pfennig auf dem Spreeparkplatz an der August-Bebel-Straße angespitzt hat, fehlte tags drauf allerdings mehr die Hälfte. Nicht der erste Diebstahl in diesem Jahr. „Schon gleich in der ersten Nacht, als wir Ende November aufgebaut hatten, war der erste Baum weg“, sagt Pfennig. „Die sind skrupellos“, ergänzt der junge Mann. In der Whats-App-Gruppe, in der er mit anderen Verkäufern ist, ploppen auch oft Bilder von leeren Flächen auf, auf denen kurz zuvor noch Tannen oder Fichten standen.
Weihnachtsbäume verschwunden: Adrian Pfenning wurden 70 Bäume auf dem Parkplatz in der August-Bebel-Straße gestohlen.
Weihnachtsbäume verschwunden: Adrian Pfenning wurden 70 Bäume auf dem Parkplatz in der August-Bebel-Straße gestohlen.
© Foto: Manja Wilde

Strom für 4500 Haushalte

Auf 11,9 Hektar plant der Projektentwickler, die Mapronea GmbH,Photovoltaik-Module (PV-Module)aufzustellen. Etwa 4500 Haushalte sollen diese mit Strom versorgen. Stadtforstdirektor Thomas Weber stellte das Vorhaben vor. 4,7 Hektar liegen unmittelbar entlang der RE1-Strecke. Dadurch erhält der Betreiber nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eine feste Vergütung für den dort produzierten Strom. Neben dem nahegelegenen Einspeisepunkt in Berkenbrück ein wichtiger Faktor, der die Fläche für Photovoltaik-Anlagenbetreiber interessant macht.
Solarpark Auf diesem Feld nördlich von Berkenbrück will der Stadtforst Fürstenwalde den Bau eines Solarparks ermöglichen.
Solarpark Auf diesem Feld nördlich von Berkenbrück will der Stadtforst Fürstenwalde den Bau eines Solarparks ermöglichen.
© Foto: Andreas Schmaltz

Gans im Glück

Im Tierhof Neuendorf im Sande endet der Erpel Quatschi nicht als Weihnachtsbraten. Für den traditionellen Gänsebraten zu Weihnachten wurden dort 250 Gänse aufgezogen. Der Tier- und Kräuterhof hat in den vergangenen Jahren immer erst kurz vor Weihnachten mit dem Schlachten des Federviehs begonnen. Der Kunde sollte frische Ware bekommen. In diesem Jahr ist das anders. Das große Schlachten hat begonnen. „Wir sind schon seit Tagen voll im Schlachtestress“, sagt Jörg Weilbach. Wegen Corona werden geschlachtete Gänse auch eingefroren.
Gänsehirt Marco Schulz vom Tier-und Kräuterhof Neuendorf im Sande mit seinem Lieblingsfedervieh. Der Erpel Quatschi ist seit vier Jahren Hofgans.
Gänsehirt Marco Schulz vom Tier-und Kräuterhof Neuendorf im Sande mit seinem Lieblingsfedervieh. Der Erpel Quatschi ist seit vier Jahren Hofgans.
© Foto: Bettina Winkler

Wintereinbruch mit Unfällen

Schnee und winterliche Straßen haben am 10. Dezember zu mehreren Unfällen in Fürstenwalde und Umgebung geführt. Eine Frau schildert ihre Schrecksekunden am Morgen. In der Kirchhofstraße stürzte gegen 6.35 Uhr ein Rollerfahrer, als er sein Fahrzeug auf den Gehweg schieben wollte. Es bleibt nicht der einzige Unfall an diesem Tag. Denn obwohl der Winterdienst auch in der Nacht unterwegs ist, sind viele Straßen weiß und glatt. Ein Auto rutscht nahe Philadelphia bei Storkow in einen See.
Stadtverordnete fassen zur richtigen Zeit den Beschluss, auch die Altstadtbrücke in den Winterdienst mit einzubeziehen.
Gefährlich für Fußgänger und Radfahrer: Ivonne Bartsch und Marco Batke streuen die Altstadtbrücke in Fürstenwalde, um die Rutschgefahr zu mindern.
Gefährlich für Fußgänger und Radfahrer: Ivonne Bartsch und Marco Batke streuen die Altstadtbrücke in Fürstenwalde, um die Rutschgefahr zu mindern.
© Foto: Manja Wilde

Zusteller im Dauerstress

Mehr und mehr Online-Bestellungen bringen die Paket-Zusteller in Fürstenwalde seit Beginn der Corona-Pandemie an ihre Grenzen. Die Weihnachtszeit ist eine zusätzliche Herausforderung. Die Schlange vor der Post-Filiale an der Alten Neuendorfer Straße in Fürstenwalde ist ein deutliches Zeichen: Weihnachten naht. Viele Leute nutzen die Möglichkeit, Geschenke als Paket zu schicken.
Natalia Strakowska Weihnachtspost: Fünf Pakete hat Natalia Strakowska aus Fürstenwalde dabei. Sie sollen an Freunde und Familie gehen.
Natalia Strakowska Weihnachtspost: Fünf Pakete hat Natalia Strakowska aus Fürstenwalde dabei. Sie sollen an Freunde und Familie gehen.
© Foto: Andreas Schmaltz
Natalia Strakowska wird dieses Jahr 15 bis 20 Päckchen – adressiert nach Deutschland und nach Polen – verschicken. „Die Familie ist groß“, sagt sie. Normalerweise fährt sie zu Weihnachten zu ihrer Familie ins Nachbarland. „Dieses Jahr bleibe ich hier und muss deshalb alle Geschenke per Post schicken“, erklärt Strakowska. Mit ihrer Sendung ist sie gerade noch rechtzeitig.

Böllerverkaufsverbot erregt Gemüter

Das Verkaufsverbot zu Silvester sorgt für Frust in Fürstenwalde und Bad Saarow. Ziel des Verkaufsverbots ist es, Unfälle durch unsachgemäßen Gebrauch der Feuerwerkskörper zu vermeiden und damit Krankenhauskapazitäten zu schonen. Obwohl kaum eine Gaststätte Feuerwerk zu Silvester macht, boomt der Verkauf an Gewerbetreibende. Und wer Böller, Raketen und Batterien erst mal sein Eigen nennt, darf sie auch abbrennen. In der Spreestadt sind keine größeren Feuerwerke zum Jahreswechsel angemeldet.
Leuchtender Himmel trotz Böllerverbot: Zu Silvester 2020 schossen etliche Raketen in den Himmel über Fürstenwalde.
Leuchtender Himmel trotz Böllerverbot: Zu Silvester 2020 schossen etliche Raketen in den Himmel über Fürstenwalde.
© Foto: Andreas Schmaltz
Überhaupt waren es laut Stadtsprecherin Annegret Trilling im ganzen Jahr 2021 lediglich vier gewerbliche Feuerwerke angemeldet, 2019 waren es noch 25.