Kommunalpolitik
: Neues Uferkonzept mit Steganlagen vorgestellt

134 Liegeplätze für Boote und 101 Plätze für Ruderkähne sieht die Uferkonzeption für das Spreeufer in Berkenbrück vor.
Von
Bettina Winkler
Berkenbrück
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Zeit für Neues: Das Ufer am alten Spreearm in Berkenbrück soll umgestaltet werden. Die Ausschüsse der Gemeindevertretung befürworten das vorgestellte Konzept von Landschaftsarchitekt Uwe Krauter.

Bettina Winkler

Bislang sieht es am alten Spreearm — mittendrin die beliebte Badestelle — wie Kraut und Rüben aus. Der Fachmann hatte im Vorfeld eine Bestandsaufnahme vor Ort  gemacht. 142 Liegeplätze in unterschiedlichem Ausbaugrad, Breite und Nutzung hat er gefunden, teilweise mit Schilf und Gras überwuchert.

Für sechs Stege südöstlich des Sportplatzes, die schon lange nicht mehr genutzt werden, gab Uwe Krauter eine Rückbauempfehlung. Der schon vorhandene Wasserwanderplatz soll um Gastanlieger erweitert werden. Vorstellbar wäre auch, die  Slipanlage mit einem barrierefreien Zugang auszustatten. Zudem ist eine Uferbefestigung über die gesamte Länge der Stegnutzung nötig.

„Warum soll überhaupt etwas verändert werden?“, fragte Karsten Moritz, der seit 35 Jahren erst einen Angelkahn und jetzt ein Motorboot sein eigen nennt. „Die Anlage ist naturbelassen, genau richtig für Berkenbrück.“ Auch Thomas Bährfeld reagierte mit Unverständnis. Eine Neugestaltung des Spreeufers ist für den Berkenbrücker keine Notwendigkeit. Auch macht er sich Sorgen um die Kosten, die womöglich auf die Pächter umgelegt werden könnten.

Dass die Zeit für eine Uferkonzeption drängt, erklärte Bürgermeister Andy Brümmer. Schon vor Jahren habe die Wasser–und Schifffahrts–verwaltung (WSV) die Stege, für die es angeblich keine Genehmigung gibt,   moniert. „Das fällt denen  30 Jahre nach der Wende ein?“, war aus dem Publikum zu hören. Im vorigen Jahr gab es wieder eine Ortsbesichtigung mit Naturschutzbehörde und WSV, wo dringlichst eine Lösung gefordert wurde. Ansonsten müsse alles weg.

Der Berkenbrücker Gemeinderat und die Amtsverwaltung wurden  aktiv, beauftragten Uwe Krauter zur Erstellung des Uferkonzepts, das bislang nur eine Arbeitsgrundlage ist, an der weiter gefeilt werden muss. Das Gremium stimmte zu, dass die Planung weiter voran getrieben wird. Das bedeutet: Abstimmung mit den zuständigen Behörden und Kostenermittlung.