Krebs in Fürstenwalde
: Pia (13) leidet – jetzt braucht sie Hilfe für spezielle Therapie

Die 13-jährige Pia aus Fürstenwalde ist nach der schwerwiegenden Diagnose Krebs auf dem Weg zurück ins Leben. Jetzt spart die Familie für eine spezielle Therapie.
Von
Susanne Hübscher
Fürstenwalde
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Pia bei der Ergotherapie in Fürstenwalde beim Festigen ihrer Erinnerungsfähigkeit.

Vor sieben Jahren wurde bei Pia aus Fürstenwalde ein Gehirntumor diagnostiziert. Jetzt kämpft die 13-Jährige mit den Folgen der Chemotherapie und trainiert bei der Ergotherapie ihre Erinnerungsfähigkeit.

Susanne Hübscher
  • Pia (13) aus Fürstenwalde kämpft nach einer Gehirntumor-OP und Chemotherapie mit schweren Folgen.
  • Freunde der Familie sammeln Spenden für eine zweite Delfintherapie, Kosten: 18.000 Euro.
  • Die Therapie auf Curaçao half Pia zuvor merklich, sie fühlte sich wacher und aktiver.
  • Pias Mutter Jennifer Balewski erinnert an schwere Zeiten und hofft auf Unterstützung.
  • Spendenaufruf: https://www.gofundme.com/f/arvnr3-delfintherapie-fur-pia

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Für Pia, ein 13-jähriges Mädchen aus Fürstenwalde, und ihre Familie wollen die Herausforderungen nicht enden. Kurz vor Weihnachten 2018 erhielt das Kind die Diagnose: Hirntumor. Ein langer Leidensweg mit Chemotherapie und Bestrahlungen begann. Die zahlreichen Behandlungen hatten Folgen, Pia lebt mit erheblichen Einschränkungen. Deshalb starteten Freunde der Familie vor zwei Jahren daraufhin eine Spendenaktion. Auf diese Weise konnte das Mädchen vor zwei Jahren zum ersten Mal eine Delfintherapie machen, die ihr nach Angaben der Familie sehr geholfen hatte.

Schon als Kleinkind waren bei Pia verschiedene Krankheiten diagnostiziert worden. Im Alter von zweieinhalb Jahren stellten die Ärzte Epilepsie fest. „Es hat ewig gedauert, das herauszufinden. Die Ärzte haben sie dann medikamentös gut eingestellt“, erinnert sich Mutter Jennifer Balewski an den Ärztemarathon.

Zehn Stunden OP wegen Tumor in Pias Kopf

In den darauffolgenden Jahren leidet Pia immer häufiger unter Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen. „Eine Ärztin tat die Symptome als stressbedingte Migräne ab“, erinnert sich die Mutter. Als Pia erneut eines Morgens aufwachte und sich sofort übergab, ahnte Jennifer Balewski, dass es etwas Schlimmeres sein könnte. Nach einem MRT erhält sie die traurige Gewissheit. Pia muss direkt nach Berlin, sie hat einen Hirntumor. Am 20. Dezember 2018 wird die damals Siebenjährige operiert, zehn Stunden lang.

„Der mandarinengroße Tumor wurde fast vollständig entfernt. Etwas am Hirnstamm musste aber zurückbleiben“, sagt die Mutter. Nach 30 Bestrahlungen und zehn Wochen Chemotherapie im Ronald McDonald Haus in Essen konnte Pia nach langer Zeit wieder nach Hause. Seitdem ist nichts mehr wie vorher.

Aus dem Bildertagebuch von Pia: Ihr Leiden im Krankenhaus nach der Op, Bestrahlung und Chemotherapie, nachdem ein Tumor in der Größe einer Mandarine in ihrem Kopf entdeckt wurde.

Leben mit Hirntumor: Ein Blick in Pias Bildertagebuch verrät, mit welchen Herausforderungen Pia seit ihrer Diagnose zu kämpfen hatte.

Susanne Hübscher

Im Gespräch mit der Reporterin erinnert sich die Mutter an vielen Szenen der vergangenen Jahre, die ihr fast das Herz brachen. „Als Pia keine Haare mehr auf dem Kopf hatte, sagte sie: ‚Ich bin hässlich wie ein Schwein. Du kannst mich auf einen Bauernhof bringen‘“, erinnert sich Jennifer Balweski. Auf dem Küchentisch stapeln sich Bücher mit Fotos, in denen Pias Leidenweg festgehalten ist. Sie zeigen die zarte Fürstenwalderin mal mit einem Lächeln im Gesicht, mal mit gequältem Gesichtsausdruck und in Momenten der Kraftlosigkeit.

„An Kreativität hat es mir nie gefehlt. Wir haben viel gebastelt und gemalt, waren bei der Feuerwehr oder Jahrmärkten“, erzählt Pias Mama. Wenn Matthias Reim in der Nähe ist, geht sie regelmäßig mit Pia zu seinen Konzerten. Dort hat sie freien Eintritt, weil er die Familie mittlerweile kennt und Pia sich mit seinen Liedern identifiziert.

Erinnerungen an früher: Pia freut sich endlich wieder Nüsse essen zu können. Darauf liegt ihre Moodkette, die jeden Tag ihres in passenden Perlen zeigt.

Erinnerungen an eine schwere Zeit: Auf dem Foto freut sich Pia, endlich wieder Nüsse essen zu dürfen. Zu sehen ist außerdem Pias „Mutkette“, die seit ihrer Krebsdiagnose jeden Tag mit einer Perle bestückt wird.

Susanne Hübscher

Pias Diagnosen nach der OP: Hirnatrophie, Ödeme und Tinnitus

Pia habe seit der OP und auch nach der Chemo kognitive Einschränkungen, motorische Probleme und eine Hirnatrophie, bei der das Gehirn mit der Zeit schrumpft. Hinzu kommen gesundheitliche Probleme wie Ödeme an Händen und Füßen. Das Mädchen leidet an Tinnitus und sieht aufgrund einer Augenmuskelschwäche doppelt, weswegen sie im Mai erneut operiert werden muss.

„Pia hat es in der Schule nicht leicht“, erzählt ihre Mutter. Sie weine fast jeden Tag, weil sie sich ausgeschlossen fühlt. Zudem habe sie kaum Freunde in ihrer Klasse. Neulich aber sei Pia auf dem Geburtstag einer Zweitklässlerin eingeladen gewesen, erzählt Pias Mama, die gerade im zweiten Ausbildungsjahr zur Erzieherin ist.

Spendenaufruf für Delfintherapie

„Alles Schritt für Schritt“ – so schaffen es Mutter und Tochter gemeinsam durch den Alltag. „Pia sei oft krank, sozial und emotional sehr zurückhaltend“, das beschäftigt die Mutter. Dafür gehe Pia gerne ins Ballett, schaue den Tänzern zu und versuche es zu Hause nachzutanzen. Zudem backe und koche Pia gerne. Im Wohnzimmer der Balewskies steht eine Nähmaschine mit Metern von Stoff auf dem Tisch, weil Pia gerne selbstgenähte Kleidung anzieht.

Nach Pias Delfintherapie vor zwei Jahren zeigt sich Pia aus Fürstenwalde in einigen Bereichen viel kognitive und körperliche Verbesserungen.

Aus Pias Tagebuch: Erinnerungen an die Delfintherapie vor zwei Jahren. Seit ihrer Operation und der Chemo gegen den Krebs kämpft das junge Mädchen aus Fürstenwalde mit verschiedenen kognitiven und körperlichen Herausforderungen.

Susanne Hübscher

Jennifer Balewski geht mit Pia regelmäßig zu Therapeuten und Ärzten, um Pias Lebensqualität zu verbessern. Vor allem die Delfintherapie habe zu einer sichtbaren Verbesserung in Pias Leben beigetragen. „Deshalb wollen wir Pia eine zweite Delphintherapie ermöglichen“, heißt es auf einer Internetseite. Dort sammeln Freunde der Familie Geld, um ihr diesen Wunsch zu erfüllen. 18.000 Euro kostet die Therapie, ohne Spenden könnte Pias Traum nicht in Erfüllung gehen.

Während des Aufenthaltes auf der Karibikinsel Curaçao begleiten Psychologen, Therapeuten die Teilnehmer und ein Tierpfleger die Delfine im Wasser. Diese Tage hätten bei Pia damals kleine Wunder bewirkt. „Sie war danach viel wacher, weniger erschöpft und aktiver“, erinnert sich Pias Mutter und hofft auf Unterstützung.

Spendenaufruf für Pias Delfintherapie

https://www.gofundme.com/f/arvnr3-delfintherapie-fur-pia