Kunst in Fürstenwalde: Fotograf sucht 100 Personen für Projekt – so macht man mit

Diese Montage zeigt die ersten vier Menschen aus Fürstenwalde, die sich von Angelo Crull haben porträtieren lassen. Mit den Schwarz-Weiß-Fotos möchte Crull eine Ausstellung machen. Der Fotograf plant nun bereits ein weiteres Projekt.
Angelo Crull, Montage: Sebastian Lehmann- Fotograf Angelo Crull plant in Fürstenwalde ein Projekt mit 100 Schwarz-Weiß-Porträts.
- Ziel: Vielfalt und Vorurteile abbauen; Menschen aus allen Lebensbereichen sollen teilnehmen.
- Shootings: 1., 13. und 27. März, je 15-17 Uhr in der Trebuser Straße 60.
- Teilnehmer sollen schwarzes Oberteil tragen; Ausstellung im August geplant.
- Kontakt: kontakt-angelo-crull@outlook.de
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Angelo Crull kommt aus Fürstenwalde. Er kennt die Stadt. Er liebt den Ort an der Spree. Auch wenn er schon lange in Berlin lebt. Jetzt plant er eine Hommage an seine Heimat. Crull möchte 100 Menschen aus Fürstenwalde porträtieren. Schwarz-Weiß. Schnörkellos. So, wie sie sind. Ein ähnliches Projekt hat der freie Fotograf auch schon in Berlin gestartet. Damals wollte er die Anonymität der Großstadt durchbrechen und die einzelnen Personen, die dort leben, sichtbar machen.
Jetzt nimmt er seine Heimatstadt in den Fokus. „Vorurteile abbauen“, das treibt Angelo Crull an. „Wer nur meine Fotos sieht, der ist frei von allem anderen. Der weiß nicht, was die Person beruflich macht, wie viel Geld sie hat, woher sie kommt, welches Auto sie fährt. Das ist einfach nur der Mensch“, sagt der 29-Jährige.
Fürstenwalde: Drei Foto-Shooting-Termine stehen fest
Das vorurteilsfreie aufeinander Zugehen ist für Crull eine Herzensangelegenheit. Er selbst lebt mit einer geistigen Beeinträchtigung, hat Schwierigkeiten Dinge zu erlernen. Für sein Projekt in Fürstenwalde wünscht sich Crull eine möglichst breite Vielfalt. „Es soll einfach jeder mitmachen. Kinder, Erwachsene, Alte und Kranke, Menschen mit Beeinträchtigungen, mit Kopftuch oder mit Glatze“, sagt Crull.
Drei Foto-Shootings hat er in Fürstenwalde geplant. Am Samstag, 1. März, geht es los, zweiter Termin ist am Donnerstag, 13. März, und der letzte Termin am Donnerstag, 27. März. Jeweils von 15 bis 17 Uhr ist Crull samt Fotoausrüstung in der Trebuser Straße 60 beim Verein „klein aber oHo“ anzutreffen. „Es darf wirklich jeder mitmachen“, betont Crull nochmal und bedauert zugleich sehr, dass der Ort nicht barrierefrei ist. „Wir suchen noch einen weiteren Raum“, hofft der Fotograf auf Unterstützung.

Fotograf Angelo Crull ist in Fürstenwalde aufgewachsen. Jetzt plant er ein Herzensprojekt in seiner Heimatstadt.
Asger HunovWichtig ist, dass jeder, der beim Foto-Shooting teilnehmen möchte, ein schwarzes Oberteil anzieht. Diese Neutralität ist Crull wichtig. Sollte er es schaffen, 100 Menschen zu porträtieren, wird es im August eine Ausstellung geben. Und dann hat Crull noch eine Idee: „Wenn jeder auch bereit ist, mir seine Geschichte aufzuschreiben, könnte daraus ein Buch werden.“ Wer mit Angelo Crull Kontakt aufnehmen möchte, darf eine E-Mail schreiben: kontakt-angelo-crull@outlook.de

