Landei GmbH Hasenfelde
: Kuriosität zu Ostern – warum ein Hühnerei drei Dotter hat

Zu Ostern hat Bianka Gersdorf in der Landei GmbH in Hasenfelde ein besonderes Hühnerei entdeckt. Was es damit auf sich hat und was es für das Huhn bedeutet.
Von
Bettina Winkler
Hasenfelde
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Ach, du dickes Ei: Bianka Gersdorf, Betriebsleiterin der Hasenfelder Landei, zeigt besonders große Exemplare, die ihre Hühner gelegt haben. Im Inneren hat die Chefin eine Oster-Überraschung entdeckt.

Bettina Winkler

Ei, Ei, Ei und zwar wortwörtlich: Das muss sich Bianka Gersdorf gedacht haben, als die Chefin von rund 39.000 Hennen in der Hasenfelder Landei GmbH, ein besonders großes Ei aufgeschlagen hat. Überraschung: In dem Ei waren gleich drei Eigelbe drin. Zwei, das habe sie schon ab und zu gesehen, aber „drei, das war für mich schon fast ein Wunder“, sagt sie. Bianka Gersdorf erklärt, wie es zu dem Wunder-Ei kommt.

„Drei Eigelbe sind eine Seltenheit. Aber zwei gibt es immer wieder mal. Wenn die Hühner noch relativ jung sind, wenn wir sie kaufen, legen sie sozusagen zur Probe erst sehr kleine Eier. Bevor die Hennen richtig loslegen mit der normalen Eierproduktion gibt es oft für kurze Zeit, große Eier in denen auch doppelte Dotter vorkommen.

Seltenes Phänomen: Dreifachdotter-Eier

So ein Ei sei dann schon anderthalb Mal so groß wie ein normales Ei der Größe L. Wenn sich bei der Henne im Eileiter auf einmal drei Eier lösen, dann werden nicht drei Schalen ausgebildet, sondern eine Schale um drei Dotter herum. Dies würde vor allem bei jüngeren Hühnern, die mit Legen anfangen oder bei älteren Hühnern, die praktisch mit Legen fertig sind, geschehen.

Für die Hennen sei jedes Ei wie eine kleine Geburt. Wenn die Eier dann so groß sind, dann könne das durchaus auch problematisch sein. Ob da jetzt aber auch wirklich drei Küken draus geschlüpft wären, wenn das Ei befruchtet gewesen wäre, das weiß die Fachfrau nicht.

Oster-Überraschung: Ein Ei mit drei Dottern ist ein kleines Wunder. Auch bei der Hasenfelder Landei GmbH, wo Hennen in Freilandhaltung jeden Tag um die 39.000 Eier legen.

Bianka Gersdorf

Wäre ein solches Ei ausgebrütet, kämen wohl die Drillinge nicht lebend auf die Welt, weil sie die harte Eierschale nicht öffnen könnten. Dreidotterige Eier lösen auch die alte Frage nicht, ob zuerst das Ei oder das Huhn da war. Die immer mal wieder vorkommenden Doppel-Eier seien bei den Kunden begehrt. Schließlich könne man davon ein super Rührei für mehrere Personen machen oder Kuchen backen. „Als Osterei allerdings sind Zwillings- oder Drillingseier nicht zu empfehlen“, sagt Bianka Gersdorf.

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