Leichtathletik: Mia Merten springt Meisterschafts-Norm

Das passt: Leichtathletin Mia Merten von der SG Gaselan Fürstenwalde erfüllt in Berlin die Weitsprung-Norm für die deutschen Meisterschaften der U 18 Ende Juli in Ulm.
Christian BunkeBeim Funkerberg-Meeting in Königs Wusterhausen hatte Mia die U-18-Norm von 5,75 m noch knapp verpasst. So blieben dafür nur noch zwei Wettkampfmöglichkeiten. Und die Fürstenwalderin wollte beim Berlin-Meeting in Lichterfelde unbedingt die Norm schaffen. Nach zwei weiten, aber übergetretenen Sätzen standen nach dem fünften Durchgang wiederum 5,72 zu Buche. Im letzten Versuch des Weitsprung-Endkampfes – unterstützt durch rhythmisches Klatschen der Zuschauer – flog Mia auf die Spitzenweite. Der Sieg war fast nebensächlich, aber die Norm für Ulm erfüllt.
Libby Buder im Hochsprung vorn
Bis zu diesem Versuch lag die zweite Fürstenwalderin LibbyBuder, die einen Start in der höheren Altersklasse wahr nahm, mit 5,80 m in Führung. Am Ende also ein großartiger Doppelerfolg für die Gaselan-Athletinnen. Libby hatte zuvor in ihrer Altersklasse U 16 bereits mit 1,64 m den Hochsprung gewonnen und zwei starke 100-m-Läufe absolviert.
Als Vorlaufsiegerin lief sie mit neuer Bestzeit von 12,72 Sekunden ins Ziel. Im Finale sprinteten dann alle sieben Teilnehmerinnen unter der DM-Norm von 12,80. Libby Buder kam als Drittplatzierte in erstklassigen 12,47 ins Ziel. Aber der Wind war mit4,0 m/s deutlich zu stark. So waren die Zeiten aller Finalteilnehmerinnen nicht reif für Norm- und Bestenlisten.
Ähnliches widerfuhr Levi Schulz ebenfalls über 100 m. Erstmals blieb er mit 11,94 unter der 12-Sekunden-Marke. Einen weiteren Gaselan-Sieg holte Kevin Krey im Ballwurf der U 14. Er schleuderte den 200-Gramm-Ball auf gute 48,00 m. Mit 4,40 im Weitsprung stellte er eine weitere persönliche Bestleistung auf.
Am zweiten Meeting-Tag gab es einen Weitsprungwettbewerb der U 20 weiblich, der durch Bundestrainerin Annett Stein auch zur Normerfüllung für die Europameisterschaften vom 18. bis 21. Juli im schwedischen Boras angesetzt war. Mit dabei die ehemaligen Gaselan-Athletinnen Luisa Kosch und Joanne Schiffer, die jetzt für den SC Neubrandenburg starten. Im fünften Durchgang passten Anlauf und Absprung bei Luisa Kosch optimal. Sie landete erstmals jenseits der Sechs-Meter-Marke (6,13/Platz 3). Ein emotionaler Höhepunkt für die Petersdorferin, die den Freudentränen freien Lauf ließ.
Joanne Schiffer sprang mit6,05 ebenfalls über die magische Marke und machte sich damit zudem selbst das schönste Geburtstagsgeschenk. Einen EM-Start im Siebenkampf hatte sich die Spreenhagenerin bereits eineWoche zuvorgesichert.