Oldtimertreffen in Demnitz: Simson, Schwalbe, Fordson - diese Schätze locken ins Dorf

Bald ist wieder Oldtimertreffen in Demnitz. Celine Teske, Benny Sturm, Enrico Sturm, Nico Siedler und Tochter Linda freuen sich schon darauf.
Christoph Mann- In Demnitz bei Fürstenwalde steigt am 12. September das 20. Oldtimer- und Traktorentreffen.
- Erwartet werden etwa 400 Fahrzeuge und rund 1000 Besucher – von Zweirad bis Lkw ist alles dabei.
- Organisatoren sind Benny Sturm und Nico Siedler, die das Konzept mit Umzug und Disco fortführen.
- Emotionaler Bezug prägt das Treffen, etwa bei alten LPG‑Traktoren und seltenen Modellen wie dem Dutra.
- Eine restaurierte Simson KR50 soll fertig werden und per Verlosung den Besitzer wechseln.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wer mit dem Auto durch Demnitz fährt, kann schon jetzt das große Schild mit dem Hinweis auf das Oldtimer- und Traktortreffen sehen. Zum 20. Mal findet es am 12. September in dem kleinen Dorf bei Fürstenwalde statt. Der ruhige, idyllische Park wird zum Treffpunkt tausender Oldtimerenthusiasten und zum Stellplatz ihrer Begierden, der gut gepflegten, aber in die Jahre gekommenen Zweiräder, Pkw und Trecker, Landmaschinen und Lkw.
„Wir sind für alle offen“, sagt Benny Sturm, „es gibt keine Einschränkungen bei den Fahrzeugen. Wenn einer mit seinem alten Fahrrad kommt, das er besonders liebt und aufgemotzt hat, ist er willkommen.“ Etwa 400 Fahrzeuge erwarten die Organisatoren und um die 1000 Besucher.
Benny Sturm ist 32 Jahre alt. Er ist der Sohn von Enrico Sturm, einem der Gründerväter des Oldtimertreffens. Seit 2006 findet das Demnitzer Oldtimertreffen in jedem Jahr statt. Nur einmal musste es wegen der Coronapandemie ausfallen. Danach konnten sie genauso weitermachen, sagen sie heute.
Emotionen auf Oldtimertreffen bei Fürstenwalde
Benny Sturm hat die Liebe zu den alten Autos von seinem Vater vererbt, eingeimpft und in die Wiege gelegt bekommen. Was gibt es Schöneres? Immer mehr Fahrzeuge sind im Laufe der Jahre in die Scheune der beiden Bastler gefahren. Einen besonderen Bezug haben sie zu den Traktoren, die schon zu LPG‑Zeiten in Demnitz unterwegs waren.
Oldtimertreffen sind emotionale Events, weiß Benny Sturm. Er erinnert sich an eine Begegnung mit einer älteren Dame, der beim Anblick eines der Traktoren die Tränen in den Augen standen. Ihr verstorbener Mann, so erzählte sie es ihm, sei früher mit diesem Traktor gefahren. Jetzt freute sie sich, die Landmaschine wiederzusehen.
Mit der Zeit haben sie sich auch viel dazugekauft, erzählt Benny Sturm. Die Liebe und die Leidenschaft zur alten Technik kannten da keine Grenzen. Besonders im Oderbruch und in Sachsen wurden sie fündig. „Wir haben aber auch schon einen aus Stralsund geholt“, so Benny Sturm. Einen Fordson. Über drei Ecken sei der nach Demnitz gekommen. Gebaut wurde der Traktor in England, in Schweden ist er gefahren, kam dann in die Nähe von Stralsund, wo er von den Oldtimerfreunden aus Demnitz übernommen wurde.
Dutra aus Ungarn ist ein Highlight der Oldtimerfreunde
Stolz präsentiert Nico Siedler seinen Dutra aus Ungarn. „Hier bei uns ist der selten, man sieht ihn aber viel auf Treckertreffen in Ungarn“, erklärt Benny Sturm. Zu jedem Fahrzeug, bei den Oldtimerfreunden, gibt es eine Geschichte.
Der Dutra von Nico Siedler wurde in den 1950er-Jahren gebaut. Viele würden denken, das wäre ein Eigenbau, aber er wurde mal in einem Werk hergestellt. Früher wurden diese Traktoren selten exportiert. „Die Ungarn haben die für sich behalten“, sagt Enrico Sturm. Erst nach der Wende hätten einige Modelle den Weg hierher gefunden, viele in einem schlimmen Zustand.
Vor einigen Jahren haben die Demnitzer den Traktor beim Oldtimerclub „Die Legende“ aus Fürstenwalde gekauft. Dann wurde alles auseinander genommen, abgedichtet und lackiert. Die Oldtimerfreunde sind immer bemüht, die Fahrzeuge wieder so herzurichten, dass sie gut funktionieren und den TÜV bekommen. Wie neu müssen sie nicht unbedingt aussehen. „Nu isser da und wir freuen uns, dass so ein Modell bei uns im Verein existiert“, schwärmt Enrico Sturm, „weil er optisch ein Knaller ist, muss man einfach sagen.“
Die Macher hinter dem Oldtimertreffen in Demnitz
Mittlerweile haben Benny Sturm und Nico Siedler die Organisation des Oldtimertreffens von ihren Vätern übernommen. Diese sind froh darüber und stolz, dass ihre Söhne sich ebenfalls für die alten Technikmonumente interessieren. Das Grundkonzept des Treffens wird beibehalten. Es gibt eine Zweiradwiese, einen Händler- und Trödlerplatz, eine Wiese für die Pkw und einen Platz für die Großen, Lkw und Traktoren.
Nicht wegzudenken ist der große Festumzug mit vielen historischen Fahrzeugen. Um 11 Uhr startet der am Samstag in Demnitz nach Steinhöfel und zurück. Abends ist eine Disco mit DJ Achim aus Falkenberg angekündigt.

Noch schrauben Nico Siedler und Benny Sturm an der Simson KR50. Beim Oldtimertreffen am Wochenende in Demnitz soll der Motorroller dann fertig sein.
Christoph MannBenny Sturm und Nico Siedler basteln neben den Orga-Arbeiten auch an einer kleinen Überraschung für das Treffen. In ihrer Garage wird gerade eine Simson KR50 zu neuem Leben erweckt. Ein ganz besonderes Modell mit vielen Nicklichkeiten erzählen sie. „Es ist gar nicht so einfach, die zu bauen.“ Das Vorgängermodell der Schwalbe sei deutlich komplizierter aufgebaut und es sei schwer, Ersatzteile zu bekommen. Bei einer Verlosung am Jubiläumstag, so ist es angekündigt, soll die Simson den Besitzer wechseln.

