RE1 zwischen Frankfurt und Berlin: Alle Toiletten im Zug gesperrt – das ist der Grund

So sehen die Toiletten in den Odeg-Zügen aus – wenn sie geöffnet sind.
Lukas MärkleBahnpendler in Ostbrandenburg sind Reisezeiten von einer Stunde und mehr gewohnt – allein im Zug. Fast keiner wohnt und arbeitet direkt am Bahnhof – weitere Wege von oder zur Arbeitsstelle sind für die meisten fester Teil ihrer Alltagsroutine. Ob diese Wege zu Fuß, per Bus, mit dem eigenen Pkw oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, spielt für eine Frage keine Rolle: Wenn die Blase drückt, gibt es keine geregelte Möglichkeit, sie zu entleeren.
Umso wichtiger sind Toiletten in den Zügen. In der vergangenen Woche ist es an mindestens einem Tag, am Mittwoch (6.12.) in mindestens einem Tag aber so gewesen, dass keine einzige Toilette zur Verfügung stand.
Wegen Kälte keine Entsorgung
Die Ansage lautete: Infolge der Kälte sei keine Entsorgung möglich, man bitte um Entschuldigung. Nach Angaben von MOZ-Leser Henning Klauß aus Fürstenwalde hat es das Problem an mehreren Tagen gegeben, alle Toiletten seien gesperrt gewesen.
Dem widerspricht Swantje Mielke, die stellvertretende Sprecherin der Odeg, die den RE1 betreibt. Es habe sich nur um einen Tag gehandelt, da habe ein Schlauch in der Entsorgungsanlage einen Stein gezogen. Klauß hat eine andere Erklärung: die häufige Nutzung der Toiletten, mit der Folge, dass die Tanks für das Abwasser voll sind. „Das wiederum liegt daran, dass zu kleine Tanks eingebaut worden sind und diese nicht hinreichend häufig geleert werden.“ Auch da widerspricht Swantje Mielke – die Tanks seien nicht zu klein. Inzwischen stehen die Toiletten wieder zur Verfügung.

