Seepferdchen
: Endlich wieder Schwimmkurse im Schwapp Fürstenwalde

Mit Schulschwimmen und Kursen im Schwapp ist Fürstenwalde gut aufgestellt. Doch die Nachfrage übersteigt das Angebot.
Von
Andreas Schmaltz
Fürstenwalde
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Erster Kurs nach der Corona-Pause: Im Nichtschwimmerbecken im Fürstenwalder Schwapp können Kinder wieder ihr Seepferdchen machen. Am Freitag startete der erste Kurs.

Andreas Schmaltz

Schwapp–Mitarbeiter Jan Pätzold steht mit seinem Kollegen Christoph Hanke am Rand des Nichtschwimmerbeckens des Fürstenwalder Bades. Petzold geht die Namen der Kinder durch. Den Eltern teilt er ein Merkblatt mit den Baderegeln aus. Die, so erklärt Pätzold, sollen die Kinder nicht auswendig lernen, sondern verstehen. Er versucht, sie spielerisch zu vermitteln. Dann geht es ins Becken. Fünf Minuten planschen. Etwa die Hälfte der Gruppe klammert sich schnell an den Beckenrand, erst nach und nach folgen sie den beiden Trainern ins Becken hinein.

Viele Seen rund um Fürstenwalde

Im Fürstenwalder Gebiet mit seinen vielen Wasserflächen sei es wichtig, dass die Kinder früh schwimmen lernen. „Wir haben in der Nähe einen See“, ist das meistgenannte Argument von Eltern, warum sie ihr Kind für den Schwimmkurs anmelden, berichtet Jan Pätzold. Die Eltern wollen sichergehen, dass ihr Kind am Wasser sicher ist.

Um das zu fördern, bietet die Stadt Fürstenwalde Gutscheine für den Schwimmunterricht im Schwapp an. „Die Schwimmgutscheine stehen allen Fürstenwalder Kindern im Alter von fünf bis sieben Jahren zur Verfügung“, erklärt Stadtsprecherin Nadine Gebauer. Die Gutscheine können beim städtischen Eigenbetrieb Schwapp, dem Fürstenwalder Schwimmverein oder der DLRG eingelöst werden. Jedes Jahr werden ungefähr 130 Gutscheine abgerechnet, sagt Gebauer. Die Stadt lässt sich die Schwimmförderung der Kinder 19 500 Euro im Jahr kosten. Das Schwapp selbst bietet montags, mittwochs und freitags jeweils vier Kurse an.

„Wir sind im bundesweiten Durchschnitt gut aufgestellt“, sagt Kreisverbandsvorstand der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), Chris Kubler. Nichtschwimmer seien kein großes Problem. „Wir haben mit den Hallenbädern in Fürstenwalde und Eisenhüttenstadt die Möglichkeiten, die Leute im Schwimmen auszubilden“, erklärt er. Zwar gebe es ein paar Prozent Problemfälle, aber die habe man immer. Im Normalfall – ohne Corona – biete die DLRG im Schwapp vier Kurse im Jahr an. „Wir haben jedoch große Probleme, dem Andrang gerecht zu werden“, sagt Kubler. Die Nachfrage nach Schwimmkursen ist groß.

Anmeldung für Schwimmkurs im Schwapp ein Jahr im Voraus

Etwa ein Jahr im Voraus müssen Eltern ihre Kinder für einen Kurs anmelden. Dajana und Gordon Borchert sind am Freitagvormittag mit ihren beiden vierjährigen Töchtern Mia und Pia zum Seepferdchenkurs ins Schwapp gekommen. „Wir haben sie voriges Jahr im August angemeldet“, sagt Dajana Borchert. Die Kinder seien selbständig und furchtlos und gerne am Wasser unterwegs. „Da sollen sie auch Schwimmen lernen“, sagt sie.

Wer nicht bei der DLRG, beim Schwapp oder dem Fürstenwalder Schwimmverein einen Kurs besucht, für den bleibt das Schulschwimmen, das die Fürstenwalder Schulen in der Regel in der dritten Klasse anbieten, wie Jan Päzold erklärt. „Hier lernen eigentlich alle Kinder Schwimmen“, sagt er. Das Schwapp könnte eigentlich am Vormittag noch zwei zusätzliche Kurse anbieten, doch für viele Eltern sei das neben der Arbeit kaum zu schaffen.