Sport in Fürstenwalde: Männer-Turnverein richtet 1926 erstmals Frauen-Wettmarsch aus

Startpunkt: Die Premiere des 25-Kilometer-Wettmarsches der Frauen sollte im Jahr 1926 in der Trebuser Straße in Fürstenwalde stattfinden. Auf diesem Foto von 1880 ist erkennbar, dass die Bedingungen für Mensch und Tier bei Regenwetter schwierig werden konnten.
Museum Fürstenwalde- 1926 war Sport in Fürstenwalde und Umgebung stark präsent, auch überregional.
- Am 13. März 1926 Radball-Städtekampf im Fürstenwalder Hof mit 9 Mannschaften.
- Sieger: Germania Fürstenwalde vor R. B. Beeskow; Rahmen: Konzert und Theaterstück.
- Sport-Club 1921 veranstaltete tags darauf eine Schnitzeljagd durch die Stadt.
- Männer-Turnverein 1861: 42-km-Marsch für Herren und erster 25-km-Frauenmarsch 1926.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ob professionell oder als Hobby – Sport spielte in Fürstenwalde und den umliegenden Städten schon vor 100 Jahren eine große Rolle. Ein überregionaler Wettkampf wurde am 13. März 1926 im Fürstenwalder Hof ausgetragen: der Radball-Städtekampf zwischen Fürstenwalde, Beeskow, Fürstenberg an der Oder und Frankfurt.
Organisiert wurde das sportliche Ereignis anlässlich „des dritten Stiftungsfestes des Clubs Fürstenwalder Herrenfahrer“. Neun Mannschaften hatten sich angemeldet und verfolgten zunächst das kleine Eröffnungskonzert des Reiterregiments Nr. 9. Es folgten die Spiele der Vorrunde, die die Fürstenwalder Mannschaft des Vereins Germania und zwei Beeskower Radball-Mannschaften für sich entscheiden konnten.
Radball-Städtekampf: Fürstenwalde gewann gegen Beeskow
Die Fürstenwalder Lokal-Zeitung berichtet weiter: „Nunmehr kamen die Entscheidungsspiele zum Austrag. Der ersten Mannschaft Germania Fürstenwalde gelang es, als Sieger aus dem Radball-Städtekampf (…) vor der ersten Mannschaft des R. B. Beeskow hervorzugehen.“ Zum Ausklang des Sportevents präsentierten die „Fürstenwalder Herrenfahrer“ noch ein Theaterstück.
Der Sport-Club 1921 startete einen Tag später zu seiner Schnitzeljagd durch die Stadt. Das Konzept sah so aus, dass die Herren Starck und Schmidt mit einer Viertelstunde Vorsprung am Etablissement Bergschlösschen loszogen, um die Verfolger auf Abstand zu halten. „Unter Führung der Langstreckler hatte die Meute sich schon bis auf 200 Meter herangearbeitet. Es gelang sogar durch Einkreisen, die Füchse zu stellen, aber nicht zu fangen. Mit allzu viel List verschwanden diese durch die Schonung und erreichten unbehelligt den Ausgangspunkt“, schreibt das Lokalblatt am 16. März.
Erster 25-Kilometer-Frauenmarsch für Turn- und Sportabzeichen
Viele Sportangebote dieser Zeit richteten sich ausschließlich an Männer. Der Männer-Turnverein 1861 kündigte beispielsweise am 14. März 1926 einen 42-Kilometer-Wettmarsch für Herren an. Aber nicht nur dieser sollte am 2. Mai stattfinden, sondern auch ein neues Wettkampfformat: ein 25-Kilometer-Wettmarsch für Frauen.
„Es ist dies die Strecke, die für die Erwerbung des deutschen Turn- und Sportabzeichens für Frauen gefordert ist“, so die Zeitung. Der Frauenlauf sollte um 10:30 Uhr in der Trebuser Straße starten, über Trebus, Beerfelde, Schönfelde und von dort zurück nach Fürstenwalde gehen. „Er ist offen für alle Fürstenwalderinnen und Sportlerinnen aus der Umgebung über 18 Jahre.“ Die Meldegebühr betrug 1 Mark.
