Sportfest
: Spaß und Gold – mit und ohne Laufzettel

In Fürstenwalde erfreuen sich Klein und Groß an Leichtaltethik, Fußball und Mitmach-Aktionen.
Von
Ruth Buder
Fürstenwalde
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  • Warmmachen vor dem Turnier: die kleinen Borussen mit Co-Trainerin  Annett Skarupa-Köhn

    Warmmachen vor dem Turnier: die kleinen Borussen mit Co-Trainerin  Annett Skarupa-Köhn

    Ruth Buder
  • Ansprache: Stefan Wichary, 1. Beigeordneter der Stadt, mit der BSG-Vorsitzenden Karin Lehmann und Maskottchen Schwappaluga

    Ansprache: Stefan Wichary, 1. Beigeordneter der Stadt, mit der BSG-Vorsitzenden Karin Lehmann und Maskottchen Schwappaluga

    Ruth Buder
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Das Pneumant-Sportfest stand in diesem Jahr unter keinem guten Stern: Die Feuerwehr musste wegen eines Einsatzes absagen, deswegen konnte das große Gruppenfoto von der Drehleiter nicht gemacht werden. Es gab in der Stadt noch andere Feste – und es war sehr heiß. Deshalb hielten sich die Zahlen der Besucher – sie wurden lautstark von den Trommlern der Bateria de Mascaras begrüßt – in Grenzen.

Doch die, die gekommen waren, hatten ihren Spaß. Wie zum Beispiel Daniel Senzky aus Bad Saarow, der mit seinen beiden Kindern sportliche Abwechslung suchte. Mit dem Laufzettel geht er von Station zu Station, um am Ende ein kleines Präsent mit nach Hause nehmen zu können. Auch das Sportabzeichen will er ablegen. Man kann laufen, weit springen und Kugel stoßen. Der 40-jährige Saarower schafft beim Kugelstoßen 7,83 Meter. „Das ist sozusagen Gold. Eigentlich müsste er nur 7,75 Meter in seiner Altersklasse erreichen“, lobt Antje Klaus von der BSG Pneumant, die den Stand betreut.

Ob am Stand der AOK,  beim Bobby-Car-Fahren, beim Bogenschießen, beim Volleyball oder Tischtennis in der Halle, jeder kann sich vielfältig betätigen. In der Halle – hier ist es am Sonnabendvormittag angenehm kühl – betreut Manfred Schneider die jungen Tischtennisspieler. Dabei ist auch der elfjährige Tjorven Mazurek, der erst vor kurzem zur BSG Pneumant kam. „Ich war sechs Jahre Fußballer bei Union und hatte drei- bis viermal in der Woche Training und am Wochenende Spiele. Das war zu viel, denn ich bin in der sechsten Klasse und will es aufs Gymnasium schaffen“, begründet er den Wechsel. Beim Tischtennis müsse er nun nur zwei Mal pro Woche zum Training. „Das passt mir gut und macht mir Spaß.“

Trainer Manfred Schneider, der mit 71 Jahren noch aktiv spielt, freut sich über jeden, der kommt. „Ich arbeite sehr gern mit Kindern“, betont er. Wer Lust zum Mitmachen habe, könne einfach vorbei kommen: Die Kinder treffen sich dienstags von 17 bis 19 Uhr, danach die Erwachsenen.

Kleine Kickertalente

Draußen auf dem Grün zeigen die jüngsten Fußballspieler, wie gut sie schon das runde Leder beherrschen. Mit dabei sind die Bambinis aus Storkow, von Blau-Weiß Briesen, Borussia und natürlich Pneumant. „Wir könnten noch mehr Nachwuchs gebrauchen“, sagt Co-Trainerin Annett Skarupa-Köhn, die die kleinen Borussen für das Spiel mit Liegestützen warm macht. „Aber wir haben in Fürstenwalde auch drei Fußballvereine.“

Der Storkower SC kann über Nachwuchs nicht klagen. „Bei uns spielen zirka 15 Bambinis, uns fehlen eher die Trainer“, sagt Co-Trainerin Kerstin Wicklein, die die Kleinen in den blauen Shirts auf das Spiel vorbereitet. Am Ende sind ihre Schützlinge Turniersieger.

Ein Musiker unter Sportlern

Wie immer hat Guido Hermann, der Musiklehrer im Gymnasium ist, auch das diesjährige Sportfest moderiert. Selbstverständlich ist er bei der Gala zum 70. Geburtstag der BSG Pneumant am 2. November mit dabei. „Die Vorbereitungen für das Jubiläum laufen bereits“, sagt Hermann geschäftig.

Bis zu diesem Zeitpunkt könnte auch endlich der Anbau des Sozialtrakts – er kostet 1,4 Millionen Euro – fertig werden. Davon geht jedenfalls BSG-Vorsitzende Karin Lehmann aus. Und sie verkündet bei der Sportfesteröffnung noch eine Neuigkeit: „Wir haben jetzt von den Stadtverordneten die Genehmigung erhalten, eine Beachvolleyballanlage zu errichten.“ Die finanziere der Verein. „Und wir wollen auch viel selber machen.“