Tierheim Fürstenwalde
: Hundehalter verstirbt – was passiert mit seinen Bulldoggen?

Vor zwei Monaten verloren die französischen Bulldoggen Pia und Behey ihr Zuhause. Bislang konnten sie vom Tierheim Fürstenwalde nicht vermittelt werden.
Von
Marcel Gäding
Fürstenwalde
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Pia und Behey sind zwei Französische Bulldoggen. Seit zwei Monaten kümmern sich die Pfleger im Tierheim Fürstenwalde um sie.

Pia und Behey sind zwei Französische Bulldoggen. Seit zwei Monaten kümmern sich die Pfleger im Tierheim Fürstenwalde um sie. Warum müssen ihre zukünftigen Besitzer besonders erfahren sein?

Marcel Gäding
  • Französische Bulldoggen Pia (3) und Behey (7) suchen ein neues Zuhause im Tierheim Fürstenwalde.
  • Nach dem Tod ihres Besitzers klärte das Tierheim zunächst Erbfragen – jetzt sind sie vermittelbar.
  • Rassebedingt leiden die Hunde unter Atemproblemen; erfahrene Halter mit Geduld werden gesucht.
  • Interessenten sollten Zeit für Eingewöhnung mitbringen – beide waren anfangs unsauber und unruhig.
  • Kontakt: Tierheim Fürstenwalde, Berkenbrücker Chaussee 10, Tel.: 03361 2862, Spendenkonto verfügbar.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Schüchtern? Scheu? Ängstlich? Nein, keine dieser Eigenschaften passt zu Pia und Behey. Denn genau das Gegenteil ist der Fall. Sobald sie Menschen sehen, verschwenden die beiden Französischen Bulldoggen keine Zeit und fordern fast schon etwas aufdringlich Streicheleinheiten ein. So ist das auch bei Patrizia Lohrber, einer ihrer Tierpflegerinnen im Tierheim Fürstenwalde.

Anfang Juni änderte sich alles im Leben von Pia und Behey. Nachdem ihr Besitzer gestorben war, wurden die Hündinnen in die Obhut des Tierheims Fürstenwalde gegeben. Aus Erfahrung weiß man dort, dass Französische Bulldoggen nicht lange auf ein neues Zuhause warten müssen.

Hunde dieser Rasse können wegen ihrer Anhänglichkeit, ihres Aussehens und ihrer Größe immer noch als „Modehunde“ bezeichnet werden. Die Vermittlungschancen stehen daher meist gut.

Inzwischen sind mehr als zwei Monate vergangen – Pia und Behey sind immer noch im Tierheim zu Gast. Tierheimleiterin Christine Matzke berichtet, dass zunächst erst die Frage nach den Erben ihres Besitzers geklärt werden musste und so einige Wochen ins Land zogen.

Inzwischen ist klar: Beide Hündinnen können jetzt vermittelt werden, die Freigabe dafür liegt vor. Am ehesten wird vermutlich Pia das Tierheim verlassen. „Sie hat bereits eine ernsthafte Interessentin“, sagt Christine Matzke.

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Pia ist drei Jahre alt, Behey wurde 2016 geboren. Vermittelt werden sie jedoch nur an verantwortungsvolle Hundefreunde. Denn Französische Bulldoggen entstammen sogenannten Qualzuchten: Die Schnauzen- und Nasenpartie bei dieser Rasse wurden über Züchtungen so entstellt, dass die Tiere sehr schwer Luft bekommen und die Versorgung mit lebenswichtigem Sauerstoff stark beeinträchtigt ist.

„Sie schniefen, schnaufen und schnarchen“, beschreibt Christine Matzke die Auswirkungen der Qualzucht bei Pia und Behey. „Vor allem bei höheren Temperaturen ist ihre Leistungsfähigkeit herabgesetzt.“ Hinzu kommt, dass künftige Halter Geduld mit den Hundedamen haben müssen. Denn anfangs waren sie in Innenräumen unsauber, zerlegten – vermutlich mangels Auslastung – auch schon mal ihr Hundezimmer. „So süß sie auch sind, sie benötigen Zeit und Aufmerksamkeit“, stellt die Tierheimleiterin klar.

Pia und Behey sind beide gechipt und geimpft. Wer Erfahrungen mit Tieren hat, kann sich im Tierheim Fürstenwalde melden.

Tierheim Fürstenwalde

Im Tierheim Fürstenwalde suchen viele Hunde und Katzen dringend ein neues Zuhause. Geöffnet ist geöffnet Mo 11-12 Uhr, Fr/ Sa 17-18 Uhr. Adresse: Berkenbrücker Chaussee 10, 15517 Fürstenwalde, Telefon 03361 2862,
E-Mail: kommunikationszentrum@matzkeundpartner.de

Die Arbeit des Tierheims wird zu einem großen Teil mit Spenden finanziert. Spendenkonto: IBAN: DE97 1705 5050 1000 3686 68