Tierrettung in Fürstenwalde: Miauen aus Paketstation – Katze muss von Feuerwehr befreit werden

Die Feuerwehr Fürstenwalde bei einer ungewöhnlichen Rettungsaktion. Irgendwo in dieser Paketstation hat sich eine Katze verkrochen.
Christoph MannMatthias Luban und Mirko Maz von der Freiwilligen Feuerwehr Fürstenwalde sind als erste vor Ort. Am Donnerstagabend (15. Juni), gegen 18 Uhr, hatten Passanten die Rettungskräfte alarmiert, weil sie hinter einer Paketstation in der Trebuser Straße ein leises wimmerndes Miauen vernahmen. Immer wieder.
„Da ist ein Kätzchen dahinter“, sagt jemand. Doch die beiden Feuerwehrmänner können nichts vernehmen. Mit Taschenlampen untersuchen sie jeden Spalt, klopfen alles ab. Dann hören auch sie es. Ganz klar, da ist eine Katze versteckt.
Verstärkung rückt an
Jetzt muss Verstärkung ran. Ein Tanklöschfahrzeug kommt zur Einsatzstelle. An die Paketfächer dürfen die Feuerwehrleute nicht ran – Postgeheimnis, sagt Einsatzleiter Paul Prosetzki. Doch die unteren Bleche können sie nach und nach lösen. Mit Gewalt. Die Suche mit einer Wärmebildkamera beginnt. Leider finden sie nichts. Als letzte Option lässt Prosetzki seine Leute mit einem Brandkehrgerät den Spalt zwischen Packstation und Gebäude durchfegen. „Das setzen wir sonst bei Schornsteinbränden ein.“

Gerettet! Überglücklich hält Feuerwehrmann Matthias Luban die kleine Katze im Arm.
Christoph MannRettung nach langer Suche
„Da ist sie“, ruft einer. Damit hat eigentlich kaum noch jemand gerechnet. Nach und nach schieben sie das Tier durch den schmalen Spalt, bis das Kätzchen in den Händen von Matthias Luban landet. Festhalten und ab ins Körbchen. Die inzwischen angewachsene Menschenmenge applaudiert. Die Katze wird anschließend in das Fürstenwalder Tierheim gebracht.


